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21.01.2002 Mit der Lyra ins Euroland

Eindrücke vom Lyra-Fasching mit den Euromäusen, den Eurobären und Manfred Hübscher in front of The Lyra-Fetzer.

Eindrücke vom Lyra-Fasching mit den Euromäusen, den Eurobären und Manfred Hübscher in front of "The Lyra-Fetzer".

Im Euroland blühte Lyra-Fastnacht

Musikverein Reichenbach startete in Faschingskampagne 2002

Fastnacht oft nahe an Weihnachten -wie in diesem Jahr- ist problematisch, denken manche. Der Musikverein "Lyra" Reichenbach mit seinem umtriebigen Fastnachtspräsidenten Manfred Hübscher und seinem Team versteht es aber jährlich aufs Neue, dieser Tatsache Paroli zu bieten. Gut gelungen war in diesem Jahr wieder die mehr als vierstündige Sitzung, auf der sich das närrische Publikum nach einer kurzen Aufwärmzeit prächtig amüsierte. Vor allem die lokalpolitischen Spitzen zündeten.
Nach einem Hissen der Europa – Fahne, der besondere Gag dabei soll nicht verraten werden, zogen Elferrat und Tanzgarde mit den Flaggen der Europäischen Länder ins Kurhaus ein, musikalisch begleitet von der Narrenkapelle unter Gernot Franz, die auch den restlichen Abend musikalisch unterstützte und mit Schunkelrunden auch die Närrinnen und Narren von den Stühlen holte. Sitzungspräsident Manfred Hübscher eröffnete die Faschingskampagne 2002, die erstmals unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Harald Ehrler steht. Er hängte im Verlauf der Sitzung zahlreichen "Promis" den Jahresorden der "Lyra" um den Hals.
Danach war die Bühne frei für die "Tanzmäuse", die unter Leitung von Christina Gartner einen schmissigen Gardetanz auf die Bühne legten. Gut gelungen auch der Showtanz, bei dem die "Tanzmäuse" eingeleitet von Fahnenschwingerinnen ihrem Publikum erst bayerisch, dann spanisch und schließlich italienisch kamen. Gelungen waren auch die Auftritte der beiden anderen Tanzgruppen. In Entzücken versetzten das Publikum die niedlichen "Euromäuse" der Kindergarde, Einstudierung Alexandra Kunz. Als "Menschen ohne Euro" kam die Jugendgarde steinzeitlich daher, tanzte aber schwungvoll zu durchaus modernen Rhythmen. Die Leitung hatte hier Katharina Kuderer. Mit einem gelungenen Auftritt wartete auch wieder das Männerballett der "Lyra" in der Einstudierung von Elke Auer mit seinem Holzschuhtanz auf.
Passend dazu erzählte Monika Mess von ihren Erlebnissen als Tanzmariechen, getreu ihrem Motto: außen kühl, innen ein Vulkan, und auch ansonsten gut gebaut. Mit der Zeit geht auch die Putzfrau im Proberaum der "Lyra", Elke Auer. Mit "Läptop" und "Notbuk" kam sie auf die Bühne und konnte so jederzeit nachsehen, was sie dort über den Musikverein gespeichert hatte, oder was unter www.proberaum.de so alles zu erfahren war.
Gut wie in den letzten Jahren nicht mehr waren die "Schwarzgeldmusiker" Heinrich Wojke und Manfred Hübscher, die nur von "Tabuthemen" aus Waldbronn zu singen wussten. Der Eistreff, die blauen Laternen, am Brunnen vor dem Schlecker, oder der Laden, der in Etzenrot über Nacht entstand, schließlich "der Wagen von der Linie acht, fährt ratternd bald durch Reichenbach", sie hatten mit ihren Songs schnell die Lacher auf ihrer Seite. "Traumtänzerin" Waltraud Kieweg merkte schnell, was die Männer auch im Traum doch für "arme Würstchen" sind. In Europa umgesehen hatte sich "Eurotouristin" Stefanie Auer, auch wenn sie dabei in die Eifel fuhr, um endlich einmal den Eiffelturm zu sehen.
Viel zu erzählen hatten sich auch die beiden Busfahrer Klaus Auer und Willibald Masino. Vor allem der Ausflug des Musikverein im vergangenen Jahr bot ihnen Gesprächsstoff. Nach verschiedenen Trimm –Versuchen beschloss "Eurofighter" Thorsten Rangs sich als Boxer zu versuchen, die Spuren waren seinem Gesicht noch anzusehen, zudem wurde er wegen Aberglauben disqualifiziert.
In Waldbronn gut aufgepasst hatten bei ihren Streifzügen die beiden "Eurobären" Reiner Kraft und Horst Weber. Gesprächsthemen fanden sie im Rathausumbau, wo vieles neu ist, "aber die gleichen Ruhezeiten wie früher", sie betrachteten die "Sachskurve" im Herzen Reichenbachs und machten sich über die "überdachte Gehhilfe", den Smart, lustig, für den wohl die Reparaturkosten von der Krankenkasse übernommen werden und fanden völlig neue Einkaufsvarianten, die sich durch die geplante Straßenbahn ergeben. Dem Bürgermeister überreichten sie schließlich ein Päckchen Bärendreck und eine Dose "Bärenmarke".
Für Stimmung sorgten vor dem Finale des insgesamt mehr als gelungenen Abends die "Lyra – Fetzer" mit ihrem Frontmann Manfred Hübscher, die die Närrinnen und Narren im Saal nochmals gehörig auf Touren brachte. Anschließend konnte dann zu den Rhythmen der Kapelle "The Lobberles" noch kräftig das Tanzbein geschwungen werden. Wer mit dem Musikverein "Lyra" Reichenbach nochmals ins Euroland" starten will, hat dazu am Samstag, 26. Januar mit gleichem Programm nochmals im Kurhaussaal Gelegenheit.

Im Euroland war viel los, es gab Orden, eine Eurotouristin war da, Busfahrer machten Pause und ... es gab sogar Menschen ohne Euro!

Im Euroland war viel los, es gab Orden, eine Eurotouristin war da, Busfahrer machten Pause und ... es gab sogar Menschen ohne Euro!

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