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24.07.2003 Erster Baggerbiss für Überführung

Beschreibung der Baumaßnahme

Erster Baggerbiss für AVG-Überführung
Verkehr kann während der Bauphase fast ungehindert rollen

Eine große Tafel weist auf die Baumaßnahme der AVG hin.
Grußworte sprach auch Regierungspräsidentin Gerlinde Hämmerle.

"Es war einmal vor vielen Jahren...", so könnte eine Sage um die AVG-Brücke im
Albtal beginnen, denn bereits am 2. September 1987 gab der Waldbronner
Gemeinderat einstimmig "grünes Licht" für die von der AVG vorgelegte Planung zur
Überführung. Nach langem Warten, der seinerzeitige Gemeinderat Martin Altenbach
war zwischenzeitlich Bürgermeister und ist jetzt bereits im Ruhestand, steht nun
auch die Finanzierung des immerhin 11,3 Millionen Euro teuren Projekts.
Zum ersten symbolischen "Baggerbiss" traf sich bei der AVG-Halle nun eine illustre
Runde. In ihr vertreten waren neben AVG-Chef Dr. Dieter Ludwig, Staatsekretär
Stefan Mappus vom Ministerium für Umwelt und Verkehr in Stuttgart,
Regierungspräsidentin Gerlinde Hämmerle, MdL Dr. Erwin Vetter, Landrat Claus
Kretz, von der Gemeinde Waldbronn Bürgermeister Harald Ehrler und Bürgermeister i.R. Martin Altenbach, Oberbürgermeister Josef Offele aus Ettlingen und Vertreter der beteiligten Baufirmen.
Regierungspräsidentin Gerlinde Hämmerle eröffnete den kurzen Reigen der
Grußworte mit der Feststellung: "Man könnte fast meinen, wir hätten noch Geld!"
Aber wenn auch die Mittel knapp seien, etwas gehe immer noch. Mit der jetzt
anlaufenden Baumaßnahme werde ein Engpass beseitigt, und das komme der AVG
und den Autofahrern zu Gute. Auf die blaue Farbe der neuen Brücke anspielend
wünschte die Regierungspräsidentin, dass weder Dieter Ludwig noch Harald Ehrler
"ihr blaues Wunder" erleben.
"Die Wartezeiten am Bahnübergang in Busenbach sind absehbar. Mit dem Umbau
des schienengleichen Übergangs werden die Voraussetzungen für einen zügigen
Verkehrsfluss auf der Landesstraße 564 geschaffen", sagte Staatssekretär Stefan
Mappus anlässlich des symbolischen Baggerbisses und des Beginns der
Bauarbeiten am schienengleichen Bahnübergang in Waldbronn-Busenbach. "Die
Beseitigung des schienengleichen Bahnübergangs sei auch ein wichtiger Beitrag
zur Erhöhung der Verkehrssicherheit, so der Staatssekretär, der auch auf die
Verkehrsfrequenz von 27.000 Fahrzeugen pro Tag hinwies, die den Knotenpunkt
am Bahnhof Busenbach passierten. Von den 11,3 Mio. Euro zahlten zwei Drittel
das Land, ein Drittel die AVG. Der Öffentliche Personen-Nah-Verekehr (ÖPNV)
schreibe derzeit exzellente Zahlen. in den zurückliegenden zehn Jahren seien die
Passagierzahlen um 35 Prozent gestiegen. Dies zeige die Bedeutung des ÖPNV.
Investitionen seien auch wichtig, um einem Verkehrschaos auszuweichen, da der
Straßenbau mit der Zunahme des Individualverkehrs in den kommenden Jahren
nicht Schritt halten könne. Zudem seien die Mittel für die Verkehrspolitik auch
aktive Wirtschafts- und Standortpolitik.
"Die Beseitigung dieses Bahnübergangs ist eine unendliche Geschichte", so Dieter
Ludwig. Jetzt aber sei es soweit, und die AVG löse sein Versprechen ein: bei der
Verbindungsstraße zwischen Reichenbach und Etzenrot habe Waldbronn die
hässlichste AVG-Brücke, nun erhalte es im Albtal auch die Schönste, von der aus
sich den Fahrgästen der Blick fast bis Bad Herrenalb öffne. Das Bauwerk diene vor
allem der Sicherheit, denn ein schienengleicher Bahnübergang sei immer mit
Risiken behaftet, zudem könne der Verkehr auf der Albtalstraße besser fließen.
Mit der Brücke wird "Waldbronn "Tor zum Schwarzwald", nahm Bürgermeister
Harald Ehrler den Gedanken von Dieter Ludwig auf. Erfreulich sei auch, dass sich
das Blau der Brücke der inzwischen in Waldbronn vorherrschenden Farbe anpasse.
Dennoch befand auch der Bürgermeister: "Was lange währt, wird endlich gut!", denn der Waldbronner Gemeinderat habe bereits 1987 dem Bauwerk zugestimmt, und
Gemeinderat Altenbach habe laut Protokoll schon damals die Hoffnung
ausgesprochen, dass auch eine Planung zur Verlegung der Pforzheimer Straße
erfolge. Die AVG vollziehe jetzt den ersten Schritt, der Zweite mit der Verlegung der Straße müsse aber folgen, um den Knotenpunkt am Bahnhof Busenbach zu
entschärfen.

Mit dem symbolischen ersten "Baggerbiss" startete Staatssekretär Mappus die Bauarbeiten, aufmerksam verfolgt von (v.li.) Bürgermeister Harald Ehrler, MdL Dr. Erwin Vetter, Oberbürgermeister Josef Offele, Landrat Claus Kretz, Regierungspräsidentin Gerlinde Hämmerle und AVG-Geschäftsführer Dr. Dieter Ludwig.

Danach kletterte Staatssekretär Stefan Mappus in den Bagger, ließ sich kurz
einweisen und vollzog den symbolischen ersten Baggerbiss. Die Bauarbeiten für das
Brückenbauwerk können damit beginnen.

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