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13.07.2003 Kammerorchester der Musikschule

Vom Barock zur Moderne
Kammerorchester der Musikschule Waldbronn konzertierte

Nikolas Neumann war der Solist beim jüngsten Konzert des
Kammerorchesters der Musikschule Waldbronn unter der Leitung
von Toni Reichl.

Vom Barock bis zu zeitgenössischen Kompositionen spannte sich der musikalische
Bogen des 19-köpfigen Kammerorchesters der Musikschule Waldbronn. Hoch
motiviert folgten die Musiker dabei den Vorgaben ihres "Chefs" Toni Reichl, der
inzwischen eine erstaunliche Klangschönheit und Präzision mit seinem Ensemble
erreicht hat. Das Streichorchester besticht aber auch durch sein rhythmisch exaktes
und dynamisches Musizieren, So dass jede Begegnung mit dem Ensemble für die
Zuhörer zu einem Gewinn wird.
Leichtfüßig und beschwingt kam das "Allegro" der "Sinfonia in D-Dur" von Carl
Ditters zu Dittersdorf daher und auch das "Andante" strahlt die Heiterkeit und
Lebensfreude der Barockzeit aus. Eher gravitätisch schritt dann das "Minuetto"
einher, ehe das gut 25-minütige Werk mit dem "Vivace" im Geschwindschritt dem
Ende zustrebte. Die unterschiedlichen Tempi und Modulationen der Sätze brachten
dir Musiker unter der sicheren Leitung von Toni Reichl gut zum Ausdruck.
Norbert Studnitzky, ein zeitgenössischer Komponist, hat in seiner fünfsätzigen "Irish-
Folk-Song-Suite" bekannte irische Volkslieder verarbeitet und reizvoll für die
Paarung Blockflöte und Streichorchester gesetzt. Solist war der elfjährige Nikolas
Neumann, ein Schüler der Musikschule Waldbronn aus der Blockflötenklasse von
Ulrich Enters, der bereits zweimal bei "Jugend musiziert" einen ersten Preis
errungen hatte. Mit sicherer Technik und schön tragendem Ton interpretierte er den
Solopart, wobei ihm Toni Reichl und das  Kammerorchester aufmerksame Begleiter
waren. Die Suite mündete schließlich in ein "Country Dancing", als Allegro gesetzt,
bei dem die Paare beim Kreistanz förmlich zu sehen waren.
Aus "Varen – Letzter Frühling" von Edvard Grieg hatte das Kammerorchester das
Andante ins Programm genommen. Auch hier wurde die Stimmung sicher getroffen.
Mit diesem Werk als Wiederholung bedankte sich das Kammerorchester auch für
den lebhaften Beifall zum Ende.
Den Schlusspunkt setzte die "Kleine Serenade Op. 12" von Lars-Erik Larsson, die
dem Kammerorchester nochmals rhythmisch exaktes Musizieren abverlangte. Jeder
der vier Sätze war dabei in seiner Stimmung klar akzentuiert und dynamisch
gespielt. Musikschulleiter Armin Bitterwolf dankte zum guten Schluss nicht nur den
Musikern für ihr hörenswertes Konzert, auch den wieder zahlreich ins evangelische
Gemeindezentrum gekommenen Zuhörern sagte er Dank.

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