Herzlich Willkommen.
Sie sind Besucher Nr.:
11.416.541

Volltextsuche



 

15.06.2003 Kunst im Kurhaus: Ikebana

Ikebana in Form und Farbe
Heide Iben und Marianne Herring stellen im Kurhaus aus.

Bei den Arrangements wird der Spannungsbogen zwischen I-
kebana und Bildern mit der sehr schönen Kombinationen aufgebaut.

"Die Wechselwirkung zwischen Objekten und Bildern verleiht der Ausstellung einen
eigenen Reiz und vermittelt Einblicke in den unerhörten Reichtum dessen, was Ike-
bana beinhaltet", stellte Prof. Dr. Heinrich Herring bei der Vernissage zur jüngsten
Ausstellung in der Reihe "Kunst im Kurhaus" fest. Zu sehen sind Ikebana Gestaltun-
gen von Heide Iben und Blumenbilder von Marianne Herring. Musikalisch wurde die Vernissage umrahmt durch Maria Nold, Querflöte, und Angelika Fetzner, Gitarre.
Grußworte für die Kurverwaltung Waldbronn sprach stellvertretender Bürgermeister
Helmut Völkle, der hervorhob, dass beide Künstlerinnen durch ihre handwerkliche
Kunst immer wieder neue Kreationen hervorbringen. Diese Ausstellung bereichere
die Reihe "Kunst im Kurhaus" durch ihr asiatisches Flair.
In die Welt des Ikebana führte Prof. Dr. Heinrich Herring ein. Ikebana bedeute in freier Übersetzung "Blumen zum Leben erwecken". Es sei ein Mittel des kreativen Ausdrucks, bei dem aber klare künstlerische Gestaltung und die innere Form nach festen Regeln einer geistigen Disziplin vorherrschen. Ikebana lebe von der Spannung zwischen Natur und Kunst. Es sei eine in höchstem Grad offene Kunstform. Dabei ist der Vorgang, wie das Kunstwerk entsteht, fast ebenso wichtig wie das Ergebnis. Zeugnis dafür seien die Exponate der Ikebana- und Floristmeisterin Heide Iben aus Ettlingen.
"Die Exponate von Heide Iben zeugen von ihrer unerschöpflichen Kreativität", so
Prof. Herring. Die "Bildgestecke" von Marianne Herring seien gekennzeichnet durch den Versuch, Dissonantes in ein Gleichgewicht zu bringen. Die von der Ettlinger Künstlerin realistisch erfassten Blumen stehen im Bildmittelpunkt, während der Hintergrund oft ins Undifferenzierte abgleite und den Eindruck vermittle, in ein mögliches Anderswo zu führen.
Zu sehen ist die Ausstellung noch bis Sonntag, 22. Juni im Foyer des Kurhauses
Waldbronn täglich von 11.30 bis 18.00 Uhr.

[<< Übersicht]