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25.05.2003 Konfirmation in Waldbronn

"Zum Tisch Gottes geladen"
20 Konfirmanden in Waldbronn

Die Konfirmanden nach ihrem Gottesdienst

.Thema bei der Vorstellung vor einem Jahr war „Zum Tisch Gottes geladen ". Ro-
land Brunner, landeskirchlicher Beauftragter für Theaterarbeit, hatte anhand von
Puppen die zwölf Jünger vorgestellt. Sie hatten so ihre Eigenheiten, Vorzüge, Be-
gabungen und Schwierigkeiten. Ganz menschlich werden sie in den Evangelien
dargestellt. Darum hat er dazu ermuntert auch an den Tisch des Herrn zu kommen,
denn dort sei noch viel Platz und wir würden bestimmt nicht aus der Reihe fallen.
Daran knüpfte auch die Gestaltung im Schaukasten an, die an den Anfang dieses
Jahrgangs erinnert: "Gott lädt ein zum Brot des Lebens und zum Kelch des Wei-
nes".
Im Foyer hängt auch das von den Konfirmanden gestaltete Tuch mit dem Abdruck
ihrer Hände und in der Mitte "Brot und Kelch". Die Konfirmationspredigt von Pfarrerin Bettina Roller greift den Satz aus der Bibel 2. Mose 33,11 auf, wo es heißt: "Gott redete mit Mose wie ein Mann mit seinem Freund". Gott biete uns also seine
Freundschaft an. Er rede mit uns wie ein Mann mit seinem Freund, nicht so wie wir
zu aller erst erwarten würden, wie ein Vater zu seinem Kind. Es gehe um eine reife
Beziehung, die aus dem kindlichen Glauben erwachsen kann. Es sei gut in Gott ei-
nen guten Freund zu finden.
Doch müsse man auch wissen, was zu einem freundschaftlichen Gespräch gehöre.
Nähe und Distanz: Den Anderen verstehen, aber ihm nicht nur nach dem Mund re-
den, ihn akzeptieren und ihm doch weiterhelfen - gerade mit dem Blick von außen.
Im Gespräch solle jeder sein eigenes "Ich" bewahren, auch wenn die Zuwendung
zum anderen ungeteilt ist. Reife Freundschaft zeige sich darin, nicht im anderen
aufzugehen, sondern "Ich" und "Du" zu sagen; aber auch Gott wahrzunehmen als
den Schöpfer des Lebens, von dem alles Leben kommt und zu dem es auch wieder
hingeht. Diese Dimension des Glaubens dürfe in einem freundschaftlichen Ge-
spräch nicht ausgeklammert sein.

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