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18.05.2003 Radiomuseum wieder eröffnet

Radiomuseum wieder eröffnet
Heimatstuben und Radiomuseum beim Museumstag

Nach der Sanierung öffnete Waldbronns Bürgermeister die Türe
zum Radiomuseum, rechts Theresia Meister, mit Eduard Hofmann
ehrenamtlich für das Radiomuseum zuständig.

Wegen dringender Sanierungsarbeiten mehrere Monate geschlossen war das Ra-
diomuseum in der Stuttgarter Straße in Reichenbach. Rechtzeitig zum Internationa-
len Museumstag konnte das Museum wieder öffnen und seine Schätze der Öffent-
lichkeit präsentieren. Wie die benachbarten Heimatstuben hat das Radiomuseum
jetzt wieder jeden Mittwoch von 15 – 17 Uhr geöffnet.
Bürgermeister Harald Ehrler stellte bei der kleinen Eröffnungsfeier im Hof des Kulturtreff fest, dass das Radiomuseum und die unmittelbaren Nachbarn Heimatstuben als Ensemble etwas Besonderes für die Region seien, zumal beide von ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut werden. Zur Sanierung des Westgiebels dankte der Bürgermeister den Handwerkern und dem Architekten Michael Huxhold, einem Spezialisten für Fachwerkhäuser. Der Gemeinderat habe bei seiner Entscheidung ein gutes Gespür für historische Gebäude bewiesen und ließ die alte Technik wieder aufleben. Die Arbeit der beiden ehrenamtlichen Mitarbeiter Theresia Meister und Eduard Hofmann strich der Bürgermeister heraus. Sie mussten in den zurückliegenden Tagen in "Sonderschichten" die Radiogeräte vom Baustaub säubern und wieder in die Regale sortieren.
Zum Sanierungsverlauf sagte Ortsbaumeister Frank Zündorf, dass 2001 die Feuch-
tigkeitsschäden am Westgiebel festgestellt wurden und im 2002er Haushalt  50.000
Euro eingestellt wurden. Bei einer Ortsbegehung wurde im März 2002 festgestellt,
dass zwei horizontale Hölzer bei einer früheren Sanierung in Fichte statt in Eiche
ausgeführt wurden und starke Fäulnisbildung aufwiesen, wie Architekt Michael Hux-
hold feststellte. Der Ausschuss für Umwelt und Technik vergab die Arbeiten nach ei-
nem beschränkten ausgeschriebenen Teilnahmewettbewerb an die Firma Wurm für
37.000 Euro. Begonnen wurde dann im Januar diesen Jahres.
Dabei wurde der Westgiebel komplett abgebaut und in der Werkshalle der Firma
wieder zusammengesetzt. Es zeigte sich aber, dass höchsten ein Fünftel der Hölzer
aus dem Erdgeschoss noch zu verwenden waren. Danach wurde dieser Teil aus Ei-
chenholz neu zusammengesetzt und die noch brauchbaren Hölzer im Dachgeschoss
verwendet. Ein Kostenvergleich zwischen einem gemauerten und dem Fachwerkgie-
bel fiel eindeutig zu Gunsten des Fachwerkgiebels aus. Am 13. Mai waren schließlich die letzten Arbeiten beendet. Insgesamt standen im Haushalt 77.000 Euro zur Verfü-
gung, letztlich gekostet hat die Maßnahme 67.000 Euro.
Die Fachwerktechnik, die heute etwas in Vergessenheit geraten sei, erläuterte an-
schließend Architekt Michael Huxhold. Beim Radiomuseum habe man die ursprüng-
liche Lehmausmauerung verwendet, die sich auch bauphysikalisch bewährt habe, da
sie einen schnellen Feuchteausgleich ermögliche.
Danach drehte dann der Bürgermeister Harald Ehrler den Schlüssel der Eingangstür
herum und machte so das Radiomuseum nach der mehrmonatigen Sanierungspha-
se wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Theresia Meister und Eduard Hofmann
hatte dann auch den ganzen Tag zu tun, um Besucher durch das Museum zu führen
und die Schätze aus rund einem Jahrhundert Radiogeschichte zu präsentieren und
zu erklären.

Regen Besucherzuspruch im Rahmen des Internationalen Museumsta-
ges hatten auch die Heimatstuben, die in unmittelbarer Nachbar-
schaft zum Radiomuseum liegen.

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