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14.05.2003 Gemeinderat vom 14.05.2003

Regenwasserkanal Busenbach vergeben
Neue Trassenführung spart Kosten

Mit Hochdruck begonnen werden die Arbeiten am Regenwasserkanal
Busenbach I, der auch das derzeit im Umbau befindliche Sport-
platzgelände des FC Busenbach tangiert.

"Gewehr bei Fuß", so Ortsbaumeister Frank Zündorf auf eine Frage von Franz Masino (SPD) steht die Firma Reif für die Arbeiten am Regenwasserkanal Busenbach. Sie wurden in der jüngsten Gemeinderatssitzung für 320.783,07 Euro an die Rastatter Firma vergeben. Die Kostenberechnung des planenden Ingenieurbüros Helmut Müller lag bei 403.500 Euro. Die Vergabe erfolgte nach kurzer Aussprache einstimmig.
Die Baumaßnahme basiert auf einer Konzeption des Karlsruher Ingenieurbüros
Fröhlich für eine alternative Trassenführung des Regenwasserkanals, durch die sich
die Kosten für die gesamte Baumaßnahme halbieren lassen. Die Entwurfsplanung
für den Regenwasserkanal zwischen Reichenbacher Straße und Klammbachverdo-
lung stammt vom Waldbronner Ingenieurbüro Helmut Müller. Notwenig wird diese
Maßnahme auch wegen dem Neubaugebiet "Im Neuen Heubusch".
Die Planung im Einzelnen stellte Frank Zündorf vor. Bereits 1999 sei ein Kanalisati-
onsplan erstellt worden, weil hydraulische Überbelastungen durch Oberflächenwas-
ser im vorhandenen Mischwasserkanal auftraten. Vorgesehen war danach eine Auf-
dimensionierung des Mischwasserkanals in der Ettlinger Straße für 2,8 Mio. Euro.
Vom Landratsamt kam dann die Anregung, das Oberflächenwasser ganz aus dem
Mischwasserkanal herauszunehmen und in einem eigenen Kanal zu führen. Die Kos-
ten für diese neue Leitung parallel zum bestehenden Kanal in der Ettlinger Straße
wurden auf 4 Mio. Euro geschätzt.
Die jetzt vorliegende, kostengünstigere Lösung sieht eine Einbeziehung der Klamm-
bachverdolung vor. Danach führt der Regenwasserkanal ab der Ostendstraße durch
die Ettlinger Straße, zweigt dann an der Einmündung Reichenbacher Straße in den
Sportplatzweg ab, führt am Sportplatz vorbei und wird bei der Wiesenstraße in die
Klammbachverdolung eingeleitet. Die Gesamtkosten für diese Maßnahme wurden
mit 1,6 Mio. Euro berechnet, von denen 600.000 Euro zu Lasten des Abwasserver-
bandes gehen. Abgestimmt wurde diese Planung auch mit dem FC Busenbach, da
derzeit das gesamte Sportplatzgelände saniert wird.
Nach dem zweiten Bauabschnitt fragte Günter Bauer (SPD), der nach Zündorf im
nächsten Jahr beginnen soll. Grundsätzlich Ja mit der Bitte um schnelle Umsetzung
wegen des bereits Sportplatzumbaus sagte Joachim Lauterbach für die CDU. Detail-
fragen hatten die Ratsmitglieder Dr. Wolfgang Mangold (FWV), Roswitha Bichler
(CDU)  und Prof. Dr. Kristian Kroschel (FWV), der Bedenken anmeldete, ob der neue Kanal einen Starkregen fassen könne. Frank Zündorf erklärte hierzu, dass von einem zweijährigen Ereignis ausgegangen werde und dies Standard bei neuen Maßnahmen sei.
Bürgermeister Harald Ehrler ergänzte, dass für diese Maßnahme beim Landratsamt
die wasserrechtliche Erlaubnis beantragt sei. Damit erhalte die Gemeinde das Recht,
auch in Privatgrundstücken die Kanalleitung zu verlegen. Dies könne vor allem beim
Sportplatzweg mit über 50 Grundstückseigentümern wichtig werden. Die Zufahrt zum Sportplatzgelände über die Steinäckerstraße zu öffnen sei nicht geplant, so der Bürgermeister auf eine Frage von Franz Masino (SPD), der bei einer dauerhaft möglichen Zufahrt Probleme mit dem Bebauungsplan sah. Die jetzige Öffnung werde nach Beendigung der Bauarbeiten am Sportplatz wieder zurückgenommen.

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