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20.04.2003 Musikverein Busenbach: Osterkonzert

40. Osterkonzert mit buntem Programm
Dietmar Schulze kehrte als Dirigent nach Busenbach zurück

Zahlreiche Zuhörer verfolgten das diesjährige Osterkonzert des
Musikverein "Edelweiß" Busenbach im Saal des Kurhauses Wald-
bronn.

"Wir haben ihn wieder, unseren Dietmar Schulze", spielte Carlo Weber, der auch
durchs Programm führte, auf den Dirigentenwechsel beim Musikverein "Edelweiß"
Busenbach seit dem letzten Osterkonzert an. Und Dietmar Schulze drückte diesem
40., gut besuchten Osterkonzert seinen musikalischen Stempel mehr als deutlich
auf. Edelweiß-Vorsitzender Fritz Müller freute sich über den guten besuch und be-
grüßte unter den Zuhörern Ehrenbürger Martin Altenbach, Bürgermeisterstellvertre-
ter Helmut Völkle, Direktor Hans Ruland, Rektor Rolf Nold, Musikschulleiter Armin Bitterwolf und Steffen Neumeister, den Vorsitzenden des Blasmusikbezirksverban-
des Albtal.

20 Jahre als Musiker aktiv sind
Melanie Knuth (2.v.re.) und
Christian Hunzelmann. Die
Silberne Ehrennadel des
Blasmusikverbandes
Karlsruhe überbrachte
Steffen Neumeister ((rechts), für
den Verein dankte Vorsitzender
Fritz Müller.

Im Rahmen des Konzerts wurden die zwei Musiker Melanie Knuth und Christian
Hunzelmann für 20 Jahre aktives Musizieren mit der Silbernen Ehrennadel des
Blasmusikverbandes Karlsruhe geehrt. Überbracht wurde die Auszeichnung durch
Steffen Neumeister, dem Vorsitzenden des Blasmusikbezirks Albtal.
Dass mit Orchester und Dirigent ein eingespieltes Team am Werke war, - Dietmar
Schulze war bis vor zwei Jahren schon einmal zehn Jahre als Dirigent beim Musikverein "Edelweiß" aktiv – zeigte sich am begeisterungsfähigen Musizieren. Das Or-
chester folgte seinem Dirigenten, auch wenn er den Musikern straffe Tempi vorgab, wie bei "Lord Tullamore", und so die einzelnen Werke auch musikalisch wirkungsvoll ausreizte.
Das Konzertprogramm selbst spannte einen weiten Bogen von der Klassik über moderne Blasmusik bis hin zu Musical- und Poptiteln. Eingeleitet wurde der Abend durch den Festmarsch aus Albert Lortzings früher viel gespielter Oper "Der Waffenschmied", ein Stück so recht zum "Warmspielen". Das zweite Stück bereits ist eine Rarität, da die Kombination Blasorchester und Cello Seltenheitswert hat. Für die "Sonatina für Cello" des Zeitgenossen Johann Hausl hatte man mit Walter Mederus ein Mitglied der Badischen Staatskapelle und des Bayreuther Festspielorchesters gewonnen, der aber auch als Lehrer an der Musikschule Waldbronn tätig ist.

Walter Mederus bei der Sonatina für Cello und Blasorchester

Die Sonatina bewegte sich weitgehend in traditionellen Hörgewohnheiten. Walter Mederus spielte die Melodienbögen mit vollem warmen Ton aus, wobei ihm das Blasorchester ein adäquater Partner war. Im ersten Satz beeindruckte das Zwiegespräch zwischen Blasorchester und Cello mit einem musikalisch reizvollen Thema als Mittelpunkt. Nach dem eher ruhigen "Moderato" des zweiten Satzes war das "Allegro" im Schlusssatz von vorwärtstreibenden Rhythmen bestimmt, die das Cello mit seinen Pizzicato-Passagen wirkungsvoll verstärkte.
Ganz im Stile des frühen Verdi war die Ouvertüre zur heute nicht mehr gespielten
Oper "Giovanna d'Arco" gehalten, die Schulze mit seinen Musikern in gewaltigen
Eruptionen gipfeln ließ. Gefühlvoll interpretierte Roswitha Sicca, die zweite Lehr-
kraft der Musikschule Waldbronn im Programm, das "Vilia-Lied" aus der Lehar-
Operette "Die lustige Witwe". "Lord Tullamore" von Carl Wittrock mit seinen vor-
wärtsdrängenden Rhythmen beendete den ersten Programmteil.

Sclagwerker bei "Huayta" am Werk mit Dietmar Schulze (2.v.re.), der dieses Stück auch arrangiert hatte.

Rhythmen aus Ghana und Gambia hatte Wittrock in "The African Connection" ver-
arbeitet. Nach Mexico entführten acht Schlagwerker um Dietmar Schulze mit dem
Traditional "Huayta", das auch von Schulze arrangiert war. Aus dem Jim-Steinman-
Musical "Tanz der Vampire" spielte das Orchester zunächst das Finale, danach be-
gleiteten die Musiker Roswitha Sicca und Frank Wenz bei dem Lied "Die totale
Finsternis" aus dem gleichen Musical. An die große Entertainerin Caterina Valente
erinnerten die Musiker mit vielen ihren Hits der 50er und 60er Jahre in "Meisterstü-
cke mit Caterina Valente".

Klar, dass nach den gezeigten Leitungen das Orchester und sein Dirigent nicht oh-
ne Zugabe von der Bühne gaben. Mit einem weiteren Caterina-Valente-Medley und
dem Marsch "Anker gelichtet" bedankten sich die Akteure für den Beifall.

 

Roswitha Sicca und Frank Wenz sangen "Die totale Finsternis" aus dem Musical "Tanz der Vampire".

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