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30.03.2003 Orgelkonzert in Reichenbach

Orgelwerke aus vier Jahrhunderten
Guido Bähr spielte die Orgel von St. Wendelin

Guido Bähr

Seit in der Pfarrkirche St. Wendelin Reichenbach eine neue Orgel installiert wurde, gibt es dort in regelmäßigen Abständen Orgelkonzerte. Im jüngsten Konzert spielte
jetzt der Waldbronner Guido Bähr, Organist und Leiter des Projektchores bei der evangelischen Kirchengemeinde Waldbronn. Guido Bähr steht an der Musikhochschule Karlsruhe kurz vor dem Abschluss seines Studiums.
Bähr studiert in Karlsruhe Schulmusik mit dem Leistungsfach "Orgel" als Schwerpunkt bei Prof. Andreas Schröder. So nahm es auch nicht Wunder, dass das Programm des Orgelkonzerts seinem kompletten Prüfungsprogramm entsprach, das er wenige Tage später vor den kritischen Ohren seine Lehrer spielen musste. Darauf wies auch Wolfgang Hanel hin, der für die Pfarrgemeinde begrüßte. Eine kurze Einführung in die einzelnen Werke gab Guido Bähr zu Beginn des Konzerts.
Eröffnet wurde es mit dem fünfteiligen "Praeludium g-moll" von Dietrich Buxtehude,
dem Bähr von Johann Sebastian Bach zuerst die Choralbearbeitung "An Wasserflüssen Babylon" und danach "Toccata und Fuge F-Dur" folgen ließ. Mit der "Sonate I für Orgel" von Paul Hindemith unternahm der junge Organist einen Sprung in die Moderne, das Werk entstand 1937, als Hindemith vor den Nationalsozialisten in die Schweiz fliehen musste. Von dem zeitgnössischen amerikanischen Komponisten William Allbright stammte "Jig for the feet", ein Totentanz. Mit dem virtuosen "Praeludium und Fuge über B.A.C.H." von Franz Liszt schloss Guido Bähr das anspruchsvolle Konzertprogramm.
Nicht nur die Qualitäten der neuen Reichenbacher Orgel kamen bei diesem Konzert
hervorragend zur Geltung, Guido Bähr verlieh jedem der einzelnen Stücke seine
ganz eigene Charakteristik, ließ die Orgel machtvoll aufklingen, zeichnete aber auch
transparent die musikalischen Linien nach. Die Zuhörer dankten am Schluss dem
jungen Organisten mit lebhaftem Beifall.

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