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04.03.2003 Fastnachtsumzug in Waldbronn

Der Bär war los in Waldbronn
Waldbronner Umzug mit 76 Gruppen

Jeder wie er's verdient, so das Wettermotto über dem diesjährigen Umzug. Denn
von einem strahlend blauen Himmel lachte die Sonne, richtiges Narrenwetter eben,
als sich der Waldbronner Umzug in Bewegung setzte. Entsprechend groß war auch
die Schar närrischen Volks, das den Zug mit seinen 76 Wagen, Fuß- oder Musik-
gruppen mit "Helau" oder "Narri – Narro" begleitete, je nach Herkunft der Gruppe.
Für Stimmung im Zug sorgten auch die Musikkapellen, darunter die Musikvereine
aus Busenbach, Reichenbach, Wolfartsweier und Ittersbach, die "Desperados" aus
Karlsruhe und die Guggenmusiken der "Concordia" Reichenbach, der Otterschwie-
rer Notenquetscher, der Durmerscher Chaos Gugge, D'Schbädsda Radaugugge
und der Schlabbedengla aus Bruchsal, die mit ihrer Art der Musik im und am Zug
für richtige Stimmung sorgten.

Schön anzusehen waren auch die verschiedenen Gruppen, die auf der Tradition
und Art der alemannische Fasnet basieren. Dazu gehören die Ettlinger Moschd-
schelle, seit Jahren Gäste in Waldbronn, die Robberg-Wölfe, aber auch die Hor-
bachdeifel, beide ebenfalls aus Ettlingen, und die Schömberger Narren mit ihren
Peitschenknallern. Freundlich anzusehen auch die Schmußemonster aus Bühlertal
und die Bohnekringel aus Ettlingenweier. Ebenfalls aus Bühlertal waren die Bo-
nestädtler gekommen und die Talwölfe. Aus dem benachbarten Bühl stammten die
Bühler Quetschedeufel und die Bühlot-Schrättle. Aus Gernsbach waren die Führing
Barthel Hörden zum Umzug nach Waldbronn gekommen. Einen besonderen Tupfer
setzten im Zug die Quellengeister aus Bad Rotenfels und die Mühlenhanseli und
Knörpeli aus Ottenhöfen, beide mit wunderschönen Kostümen.

Bei den Hexengruppen reichte die Spanne von den Waldbronner Hexen über die
AH-Hexen des TSV Reichenbach, den Talberghexen aus Pfinztal, den Leiberstun-
ger Muur-Hexen aus Sinzheim und auch die Schömberger Narren hatten eine He-
xengruppe dabei.
Eröffnet wurde der Gaudiwurm durch eine Pferdegruppe vom Reiterhof Vogel, dem
die Abordnung der Faschingsgemeinschaft Auerbach folgte. Danach kam die erste
Busenbacher Abteilung mit Musikverein "Edelweiß" und Gesangverein "Freund-
schaft", der einen "Griewewurschtexpress Rathausmarkt" im Zug mitschickte. Mit
sechs Gruppen war der Gesangverein "Concordia" Reichenbach am Zug beteiligt
und thematisierte deutlich den Eistreff als "größte Ente in diesem Jahr".
Alle seine fastnachtlichen Gruppen und Garden hatte auch der Musikverein Rei-
chenbach aufgeboten. "Überall ist der Wurm drin" stellte der Obst- und Gartenbau-
verein Reichenbach fest. Hühner und Kaninchen als Wappentier für den Eistreff
schlug der Kleintierzuchtverein Reichenbach als Sparmaßnahme vor. "In den Kas-
sen fehlt das Moos, Hauptsache der Bär ist los", so DRK und Obst und Gartenbau-
verein Etzenrot auf ihrem Wagen. Des gleichen Themas hatten sich auch die Frau-
en der Pfarrgemeinde Reichenbach angenommen, von deren Wagen Eisbärin Nika
grüßte mit dem Spruch: "Die Nika grüßt heut alle Narren und freut sich schon auf
ganze Scharen!". Den Eistreff als Ausweichquartier für "Eisbär und Co" schlug die
Jugendfeuerwehr vor.
Den letzten MSC-Indianern als aussterbender Rasse folgten Fußgruppe und Wa-
gen des TSV Reichenbach, die Holzhackerbuam des SV Mörsch und die Wetters-
bacher Abteilung mit Schwarzwaldverein und ASV Wettersbach. Für Kondition beim
TV Busenbach warb eine muntere Fußgruppe. "Des is e Sach – Brasilien kommt
nach Busenbach", so der FC Busenbach in Hoffnung auf die WM 2006. Auch der
TSV Etzenrot hoffte auf ein WM Spiel auf seinem neuen Sportplatz. "Stadt Bad
Blaubronn" kreierte der Schwarzwaldverein Waldbronn mit zwei blauen Laternen.
Die Finanznot hatte der Brieftaubenverein Reichenbach auch an den Maibäumen
festgestellt –An den Maibäum konnt man sehen, Finanznot bestimmt das Ortsge-
schehen!" und weiter: "Ist der Maibaum noch so schön, braucht er nicht acht Wo-
chen stehn!", wie in Reichenbach geschehen.. Einen römischen Triumphwagen mit
Luftballonschleuder führte der MSC Malsch im Zug mit. Den Schlusspunkt setzten
die Weiberbacher Klosterjäger aus Schielberg.

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