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03.03.2003 Rosenmontag in Etzenrot

's war Fasenacht in Etzerot
Vereine feierten mit butem Programm fast fünf Stunden

Das TSV-Männerballett mit dem Tanz der Vampire.

Die "Dorfwies-Sänger" vom Musikverein "Harmonie" Etzenrot mit
(v.l.) Jürgen Götz, Ralf Wittmann und Ulrich Stefansky.

"s'ist Fasenacht in Etzerot": Alte Ohrwürmer hatte die Frei-
willige Feuerwehr für ihre Playback-Nummer ausgegraben.

Mit einem fast fünfstündigen Programm unterhielten die Etzenroter Vereine im
schon seit Wochen restlos ausverkauften Gesellschaftshaus. Verstärkt wurden die
Akteure aus Waldbronns kleinstem Ortsteil durch närrische Gäste aus Reichenbach
und Auerbach. Durch den Abend führte in bewährter Art Reinhard Müller, der mit
Bürgermeister Harald Ehrler und Ehrenbürger Martin Altenbach auch zwei "Promis"
begrüßen konnte. Die Gruppe "Phönix" begleitete das Geschehen auf der Bühne
musikalisch. Auch für sie ließ Müller im Verlauf des Abends eine "Etzerötter Rake-
te" steigen.

Anette Ochs und
Christiane Schempp in achtion

Die Etzenroter Fastnacht lebt vor allem von den zahlreichen Gruppen. So hat Sabrina Linder mit einer Kindertanzgruppe den "Las Ketchup"-Hit auf die Bühne gezaubert. Ein Aktivposten auch wieder das Vorstandstrio des Musikverein Etzenrot mit Jürgen Götz, Ulrich Stefansky und Ralf Wittmann als "Dorfwies-Sänger". Sie sorg-
ten mit ihren Liedern für Stimmung, glossierten aber auch das Dorfgeschehen von den blauen Laternen bis zum Eisbär –"kennst du den Eisbär, den Bär von Waldbronn"- und landeten mit ihrem Song "In Etzerot is Fasenacht" erneut einen Volltreffer.
Gleich zweimal kam das TSV-Männerballett in der Einstudierung von Jutta Müller. Zunächst mit einer schmissigen Rock' Roll-Nummer, bei der der kleine Nico Schäfer mit seinen Einlagen bestach, am Schluss dann mit einem aufwändig und gekonnt gestalteten "Tanz der Vampire", perfekt auch in Kostüm und Maske. Mit zwei Playback-Nummern warteten Aktive des DRK Etzenrot auf: zunächst die urkomischen "Glocken von Rom" und danach mit einigen Nummern der Gruppe  "Rubettes". Alte
Schlager und Ohrwürmer hatte die Freiwillige Feuerwehr ausgegraben und in einer
spritzigen Playback-Show auf die Bühne gestellt.

Silberbraut Rosi Linder

Von auswärts erhielten, wie in den Jahren zuvor, die Etzenroter Narren kräftige Unterstützung. Gleich zwei Gugge-Musiken -wo gibt es das sonst noch in einer einzigen Sitzung?- gaben sich die Ehre. Eingangs erstmals die "Concordia-Gaudi-
Gugge" aus Reichenbach, die Sitzung eröffneten und für rechte Fastnachtsstimmung sorgten, und später am Abend die "Russegugge" aus Auerbach, seit Jahren gern gesehene Gäste beim Etzenroter Rosenmontag. Ihren schwungvollen Gardetanz, Einstudierung Christina Gartner, steuerten die Tanzmäuse des Musikverein "Lyra" Reichenbach bei. Vom der Gesangverein "Concordia" Reichenbach kamen die Froschteichsänger mit Kurt und Klaus Bechtel, Edelbert Schuster und Alexander Horsch und sorgten in ihrer unnachahmlichen Art für Stimmung, auch mit ihrer vom Sitzungspräsidenten gewünschten Zugabe, dem "Wildsau"-Song aus dem vergangenen Jahr. Natürlich durfte auch "Vinzenz" Achim Waible nicht fehlen, zumal er ja
inzwischen ein "Etzerötter" ist und der auch hier gekonnt seine humoristischen
Qualitäten ausspielte.

"Till" Manfred Bucher

Für die Redefreiheit der Narren warb Till (Manfred Bucher). Viel zu erzählen hatten
die "zwei Dorfschlappen" Marina Hucker und Petra Rabold. Sie vermuteten, dass Heideweg und Neufeldstraße nach dem Umbau Fußgängerzone werden, Etzenrot selbst aber "ladenfreie Zone" und sie stellten die Frage, was 1.000 Reichenbacher vor dem Himmelstor zu bedeuten hätten, die "größte Rückrufaktion der Menschheit!. Anika Götz rechnete mit dem starken Geschlecht ab und hielt ihm knallhart
seine Fehler vor. Anette Ochs und Christiane Schempp, gelungen in Kostüm und Maske, imitierten in einer swingenden Playback-Nummer Norma und Jean Baker.
Die Ebbe in der Gemeindekasse zu beheben versprach Politesse Sabrina Linder, nur müsste Waldbronn Parkuhren auf- und sie einstellen, dann heißt es: "Mit 20 Euro seid Ihr dabei!" Ihre gesamte Verwandtschaft hechelten Erna (Anette Ochs) und Gustav (Gerhard Anderer) beim Wäscheaufhängen durch, hatten sich aber auch selbst einige "Freundlichkeiten" zu sagen.

(v.l.) Marina Hucker und
Petra Rabold beim Tratschen

Als "Silberhochzeiterin" berichtete Rosi Linder über ihre 25 Ehejahre und verflocht
darin viel Autobiographisches, das Ortsgeschehen und auch passende Lieder, in
die der Saal immer wieder einstimmte. Alles in allem eine runde Sitzung mit präch-
tiger Stimmung auf der Bühne und im Saal.

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