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22.02.2003 Concordia-Fasnacht 2003

Jedem Narr sei Herzle lacht,
bei der Concordia-Fasenacht
Franz "Sales" Becker zum 25. Mal Sitzungspräsident

Frohgestimmt waren die Närrinen und Narren im Saal.


Unter einem besonderen Zeichen stand in diesem Jahr die Concordia-Fasenacht:
Sitzungspräsident Franz "Sales" Becker feierte sein 25-jähriges Jubiläum als Sit-
zungspräsident, kündigte aber auch an, dass dies zugleich seine letzte Kampagne
sein wird, in der er als Sitzungspräsident aktiv ist. Dem Anlass entsprechend hatten
die Fastnachter der Concordia auch den Orden ganz auf ihren Präsidenten zuge-
schnitten: ein rotes Herz mit dem Konterfei Franz Beckers darin. Die musikalische
Untermalung legte die Kapelle "Phoenix" unter das närrische Geschehen, das noch
zweimal am Freitag, 28. und Samstag, 29. Februar wiederholt wird.
Franz "Sales" Becker (Mitte)
Geprägt war die wenig mehr als vierstündige Sitzung, die Franz Becker zügig leitete, von Show, Frohsinn und viel Lokalkritischem. Für die Show waren vor allem die Garden der Concordia zuständig, wie schon in den Vorjahren ein Trumpf der Sitzung. Das begann bereits mit dem Gardemarsch, schmissig und schwungvoll einstudiert von Gesine Anderer. Es setzte sich fort über die niedlichen Frösche der
Kindergarde, bei der Petra Zeyer erstmals für die Einstudierung verantwortlich zeichnete. Dass auch Müllmänner tanzen können, bewies die Jugendgarde , Leitung Nicole Zeyer, und die Frauentanzgruppe, ebenfalls von Nicole Zeyer geleitet, zeigte bei ihrem "Feuer und Eis" wunderschöne Farbeffekte. Den Schlusspunkt setzten  nochmals die Rot-Grünen-Funken, diesmal von Katrin Anderer choreographiert. Mozart war ihr Thema und neben der gelungenen Einstudierung beeindruckten vor allem die wunderschönen Kostüme.

Der Eisbär durfte natürlich nicht fehlen:
außer wie hier beim Narrenchor tauchte er
auch bei anderen Vorträgen immer wieder
auf.
Eine weitere Traditionsgruppe ist der Narrenchor, seit Jahren schon erfolgreich von Klaus Weber getextet und von Alois Horsch am Klavier begleitet. Er beweist mit seinen Texten Biss, verschont dabei weder die Kommunalpolitik noch die große Politik. Die drei Männer vor dem Rathaus demonstrieren, dass dort Schmalhans regiert, -"Im Rathaus von Waldbronn, da war ein Streichkonzert"- der Eisbär –"es steht ein Bär auf dem Platz und er weiß, er ist für die Katz und drum so traurig"- oder: fürs Eistreff hat man Millionen, der Windelzuschuss aber wurde gestrichen. Sie
entlarvten schließlich den Euro als Teuro, besangen die Gesundheitsreform und
stellten zu den Wahlversprechen des Bundeskanzlers fest: "Im Leben, im Leben geht mancher Schuss daneben!"
Eine Truppe, die immer für Stimmung gut ist, sind die Froschteichsänger. Kurt
Bechtel, der auch als Texter aktiv ist, Klaus Bechtel, Alexander Horsch und Edel-
bert Schuster verstehen es meisterhaft, das närrische Publikum auf Trab zu brin-
gen. Ihre Stimmungslieder entwickelten sich zum Teil bei den Zuhörern als Selbst-
läufer und trieben zuletzt alle auf die Stühle.

Gottlieb (Helmut Völkle in der Mitte) war in Begleitung von
Kurt Bechtel (links) und Harald Jung bei der Fußball-WM.

Den schweren Part des Eisbrechers hatte Norbert Ried übernommen. Er versprach
allen bessere Zeiten, wenn er erst einmal "König von Deutschland" wär. Im WM-
Fieber waren noch Gottlieb alias Helmut Völkle mit seinen neuen Begleitern Kurt
Bechtel und Harald Jung. Sie waren zusammen mit dem Gemeinderat nach Japan
und Südkorea gefahren und hatten so einiges Überraschendes zu berichten aus
Waldbronn, vom Eisbär, was mit den Gemeinderäten nach deren Tod passiert und
ob sie bestechlich sind –"Waldbronner Gemeinderäte dürfen nix annehmen, noch
nicht mal Vernunft"- ehe sie musikalisch Olli Kahn feierten.

Gaby Bechtel als Bauersfrau
Einen gelungenen Einstand in der Bütt feierte Gaby Bechtel als "Bauersfrau aus
Reichenbach". Sie kam mit ihrer Kuh auf die Bühne, gab Manches aus ihrem bäuer-
lichen und privaten Leben preis  bis hin zu einem Kinobesuch mit einem Huhn.
Symbolfiguren der Concordia-Fasnacht sind auch die beiden Putzfrauen, seit Jahren schon verkörpert von Jutta Kleiner und Andrea Kreichgauer. Ob sie in Paris waren oder en Bankbesuch eines Busenbachers schilderten oder die Kommunalpolitik durchhechelten, immer hatten sie die Lacher auf ihrer Seite, wobei ihre Texte noch dadurch gewürzt wurden, dass sie sich immer bekannte Waldbronner als Ziel ihrer Pointen aussuchten.

Die Rot-Grünen-Funken bei ihrem schwungvollen Gardetanz.

Fast schon Kult ist bei der Concordia-Fasenacht Achim Waible als Vinzenz. Gleich
seine Standard-Eingangsfrage wurde mit einem vielstimmigen "Ja" aus dem Saal
beantwortet: "Do bin ich wieder. Habt ihr schon uff mich gewartet?" In seiner unver-
gleichlichen Art berichtete er von seinem kleinen Abitur –12 Jahre Volksschule und
ein Tanzkurs-, suchte und fand eine Erklärung für die leuchtenden Augen mancher
Frauen und nahm, wie könnte es bei ihm auch anders sein, mal wieder die "Busse-
bacher" aufs Korn.
Vor dem Finale war dann der lautstarke Auftritt der Gaudi-Gugge mit ihren über 60
Bläsern, Trommlern, Rasslern, die unter der Leitung von Harald Jung das Kurhaus
schier zum Erbeben brachte. Die musikalische Einstudierung lag in den Händen
von Franz Eisele. Zum Finale versammelten sich dann nochmals alle Aktive auf den
Bühne, denen Jenny Bechtel ihre Stimme lieh mit dem Lied: "Wir sind Fans von
Euch!"

Feuer und Eis brachte die Frauentanzgruppe auf die Bühne.

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