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20.07.2002 Jugendleistungsspange der Feuerwehr in Waldbronn abgenommen

Schnelligkeit war Trumpf: Acht Schläuche mussten in 1 Minute und 15 Sekunden ausgerollt sein.

Schnelligkeit war Trumpf: Acht Schläuche mussten in 1 Minute und 15 Sekunden ausgerollt sein.

16 Gruppen kämpften um Jugendleistungsspange

Jugendfeuerwehren des Landkreises Karlsruhe in Waldbronn

Feuerwehrtechnik, Allgemeinwissen und sportliche Leistungsfähigkeit sind drei Kriterien, die bei der Jugendleistungsspange der Jugendfeuerwehr eine Rolle spielen. Abgenommen wurde sie am Samstag im Stadion Waldbronn, Ausrichter war die Jugendfeuerwehr des Landkreises Karlsruhe, die logistische Unterstützung vor Ort kam von der Freiwilligen Feuerwehr-Abteilung Reichenbach, die in diesem Jahr auf ihr 70-jähriges Bestehen zurückblicken kann. Auch Bürgermeister Harald Ehrler besuchte die Jugendfeuerwehrleute und informierte sich vor Ort über die Anforderungen bei der Jugendleistungsspange.
16 Gruppen aus dem gesamten Landkreis, aber auch zwei "Gäste" aus dem württembergischen Aalen, mit 144 Jugendfeuerwehrleuten, darunter auch vielen Mädchen, hatten sich um die Jugendleistungsspange beworben. Auch zwei Gruppen der Jugendfeuerwehr Waldbronn hatten sich auf die Jugendleistungsspange vorbereitet. Die einzelnen Prüfungen hatten es durchaus in sich, kein Wunder also, dass die Waldbronner freimütig bekannten, dass sie sich seit vielen Monaten einmal wöchentlich gezielt auf dieses Ereignis vorbereiteten.
Auszuführen war ein Löschangriff, bei dem die Schiedsrichter vor allem auf die sachgerechte Bedienung achteten, aber auch darauf, dass der Gruppenführer seiner Mannschaft klare Anweisungen gab. Bei der Schnelligkeitsübung hatte jeder der acht Teilnehmer einer Gruppe einen Schlauch auszurollen, nach 1 Minute und 15 Sekunden musste dieser Übungsteil beendet sein.
Damit aber waren die reinen Feuerwehrübungen auch schon beendet. Bei einer Fragerunde mussten die Jugendfeuerwehrler, teilnahmeberechtigt sind Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren mit mindestens einjähriger Zugehörigkeit zur Jugendwehr, nicht nur feuerwehrtechnische Fragen beantworten, es ging auch um allgemeines Grundwissen und aktuelles Tagesgeschehen, wie Agathe Meinzer, Kreisjugendfeuerwehrwartin im Landkreis Karlsruhe, betonte. Ihre Fitness mussten die Jugendfeuerwehrler bei den beiden nächsten Übungen unter Beweis stellen. Für den 1.500-m-Lauf durfte die Gruppe insgesamt 4 Minuten 10 Sekunden brauchen, wobei jeder ein Stück des Weges zurücklegen musste. Umstritten ist die letzte Übung, das Kugelstoßen. Jeder Teilnehmer hatte einen Versuch, insgesamt mussten in der Addition 55 Meter erreicht werden. Hier war der Wunsch von Jugendfeuerwehrlern, diesen Prüfungspunkt gegen eine weitere Feuerwehrspezifische Übung auszutauschen. Gerade Mädchen tun sich mit dieser Übung erfahrungsgemäß schwer. Allerdings, so Wolfgang Eberle aus Weinheim, Abnahmeberechtigter der Deutschen Jugendfeuerwehr, bestehen die Regelungen für die Jugendleistungsspange bundesweit fast unverändert schon seit Beginn dieses Wettbewerbs, und der Erste fand am 11.11.1973 statt.
An den Feuerwehrfahrzeugen auf dem Parkplatz rund um die Festhalle war die Herkunft der Gruppen gut abzulesen. Teilgenommen hatten mit jeweils zwei Gruppen die Jugendwehren aus Aalen, Ettlingen, Linkenheim-Hochstetten, Rheinstetten und Waldbronn. Eine Gruppe schickten die Jugendwehren aus Ettlingen-Spessart, Flehingen, Pfinztal und Spöck ins Rennen. Erfreulich aus Waldbronner Sicht, dass die beiden Waldbronner Gruppen als Beste der teilnehmenden Gruppen abschnitten, erfreulich für alle: alle Beteiligten erfüllten die gestellten Anforderungen und erhielten zum Schluss die Jugendleistungsspange. Und das, so Agathe Meinzer, ist durchaus nicht selbstverständlich und nicht immer so.

Kritisch begutachtet wurde von Schiedsrichtern die Durchführung eines Löschangriffs.

Kritisch begutachtet wurde von Schiedsrichtern die Durchführung eines Löschangriffs

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