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26.01.2003 Kammerorchester der Musikschule

Werke dreier Barockkomponisten
Kammerorchester der Musikschule musizierte

In der Reichenbacher Pfarrkirche St. Wendelin war das Kammeror-
chester der Musikschule Waldbronn zu hören.

Werke dreier Barockkomponisten stellte das Kammerorchester der Musikschule
Waldbronn bei seinem jüngsten Konzert vor. Den stimmungsvollen Rahmen bildete die Pfarrkirche St. Wendelin Reichenbach. Musikschulleiter Armin Bitterwolf begrüßte zu Beginn die Zuhörer, unter ihnen auch Bürgermeister Harald Ehrler.
Es macht immer wieder Freude, diesem Ensemble in seinen Konzerten zu begegnen. Unter der Leitung von Toni Reichl hat sich die Mischung zwischen Laien und einigen Profis in diesem Klangkörper mehr als bewährt. Das zeigte sich auch an diesem Abend wieder in besonderer Weise, wobei das Orchester hörbar von einer exakten Probenarbeit, aber auch von der sicheren und engagierten Dirigierweise Toni Reichls profitiert.
Eröffnet wurde der Abend mit dem "Concerto D-Dur für Horn und Orchester" in drei Sätzen von Georg Philipp Telemann. Als Solist überzeugte hier Thomas Crome, der von Toni Reichl und dem Kammerorchester aufmerksam begleitet, den Part mit
wunderbar weichem Ton spielte und die technisch schwierigen Passagen der bei-
den schnellen Sätze, des "Vivace" und des "Allegro", virtuos meisterte.
Ein interessantes Werk war das "Concerto Grosso C-Dur" des 1782 verstorbenen
Francesco Geminiani, einem Schüler von Corelli und Scarlatti, der hier eine Violin-
sonate seines Lehrers Corelli zu einem Concerto Grosso umarbeitete. So war es
kein Wunder, dass auch gleich zwei Violinen Soloparts innehatten, die von Kaori
Ginthör und Katrin Kümmel gespielt wurden, den Continuo-Part spielten Walter
Mederus (Cello) und Gerit Reichl (Cembalo).
Zum wiederholten Male begegneten die Konzertbesucher in Georg Philipp Tele-
mann "Concerto F-Dur für Altblockflöte und Orchester" Ulrich Enters als Solisten,
der die Blockflöte mit warmem Ton zum Klingen brachte, technische Schwierigkei-
ten scheint es für Enters nicht zu geben. Ein musikalisch besonders reizvoller Teil
war dabei das "Adagio" mit dem Zwiegespräch zwischen Altblockflöte, dem von
Walter Mederus gespielten Cello und Gerit Reichl am Cembalo. Im abschließenden
"Menuett" griff Enters dann zur Sopranblockflöte, der er geradezu jubilierende Töne
entlockte.
Den Schlusspunkt setzte die "Sinfonia C-Dur für Stereicher, Flöten, Horn und Cem-
balo" von Carl Philipp Emanuel Bach, einem Sohn des großen Johann Sebastian
und Patenkind von Telemann. Hier konnte das Kammerorchester nochmals all sei-
ne Vorzüge zur Geltung bringen, rhythmisch exaktes Musizieren, herausarbeiten
des musikalischen Charakters der einzelnen Sätze und auch im reibungslosen Zu-
sammenspiel mit den Solisten Doreen Schrimpf, Kerstin Kunz (Flöte), Cornelia
Schmid (Horn) und Walter Mederus (Cello) sowie Gerit Reichl  (Cembalo), die den
Continuo-Part ausfüllten.
Lebhafter Beifall der zahlreichen Zuhörer dankte dem Kammerorchester und den
Solisten für ihre Darbietungen. Das Orchester unter seinem Leiter Toni Reichl be-
dankte sich seinerseits mit einer Zugabe.

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