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22.01.2003 Sanierung der Wasserleitungen

Jährlich bis zu 35 Wasserrohrbrüche
Wasserverluste und hohe Reparaturkosten


Mit Sorge nahmen die Gemeinderäte in der letzten Sitzung des vergangenen Jahres
den Bericht von Rechnungsamtsleiter Josef Manz zur Feststellung der
Jahresrechnung für den Eigenbetrieb Gemeindewerke Waldbronn zur Kenntnis.
Insbesondere die Zahl der Wasserrohrbrüche und damit verbundene Wasserverluste stimmten die Gemeindevertreter bedenklich. Im Schnitt werden bis zu 35 Rohrbrüche im Jahr an den Hauptwasserleitungen oder Hausanschlüssen registriert und müssen möglichst umgehend repariert werden. Um dies zu gewährleisten, besteht ein Vertrag über einen 24-stündigen Bereitschaftsdienst mit einer Karlsruher Fachfirma. Die jährlichen Kosten für diese Reparaturen liegen bei etwa 140.000 Euro.
Für diese Schäden am Rohrnetz, die mehr oder weniger im gesamten
Gemeindegebiet auftreten, gibt es verschiedene Ursachen: Die in den 50er Jahren
verwendeten Graugussrohre sind sehr spröde und daher anfällig gegen mechanische
Beanspruchung. Wie bei den Reparaturstellen festgestellt liegen die Rohre auf
steinigem Untergrund und auch die Grabenverfüllung besteht aus steinigem Material,
sodass durch diese Punktbelastungen die Rohre dermaßen beansprucht werden,
dass sich im Laufe der Jahre Rohrbrüche einstellen. Nach heutigem Stand der
Technik werden die Rohre mit Sand umhüllt und so diesen Beanspruchungen nicht
ausgesetzt.
Die ab den 70er Jahren verwandten duktilen Gussrohre waren dann zwar
widerstandsfähiger gegen mechanische Beanspruchung, jedoch von so schlechter
Qualität, dass die Rohre durch aggressive Böden von außen korrodierten und letztlich zerstört wurden. Die teilweise bei Rohrbrüchen ausgebauten Stücke können nahezu als „Rasensprenger" eingesetzt werden.
In Busenbach wurden diese Rohre z.B. in der Straße Im Waldring, in Reichenbach in der Rhein-, Pfinz-, Alb- und Renchstraße oder auch in der Mannheimer-, Freiburger-, Karlsruher- und Heidelberger Straße verlegt. Die geschilderten Probleme sind kein Waldbronner Phänomen, sie beschäftigen vielmehr alle
Wasserversorgungsunternehmen.
Im Gegensatz zu den duktilen Rohren der 70er und 80er Jahre ist das heutige
Rohrmaterial innen mit Zementmörtel ausgeschleudert und außen verzinkt. Werden
die Rohre in aggressiven Böden verlegt, werden Rohre verlegt, die auch außen eine
Zementmörtelbeschichtung haben.
Um diesen Problemen entgegen zu wirken, investiert der Eigenbetrieb jährlich ca.
500.000 Euro in die Erneuerung des Wasserleitungsnetzes. Im vergangenen Jahr
wurden z.B. in Teilstücken der Pforzheimer Straße und der Straße Neubrunnenschlag und im Heideweg die Hauptwasserleitung und auch die Hausanschlüsse erneuert.
Auch für 2003 sind wieder einige Straßenzüge in der Planung.

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