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22.12.2002 Konzert zur Weihnachtszeit

Konzert mit anspruchsvoller Blasmusik
Bläserjugend und Blasorchester musizierten unter Gernot Franz

Musikalisch auf hohem Niveau und gut besucht war das "Konzert
zur Weihnachtszeit" des Musikverein "Lyra" Reichenbach, auf un-
serem Bild das Blasorchester unter der Leitung von Gernot
Franz.

Das beim Musikverein "Lyra" Reichenbach anspruchsvolle Blasmusik auf hohem
Niveau geboten wird, hat sich offenbar herumgesprochen. Der Große Saal im Kur-
haus Waldbronn war jedenfalls bis auf den letzten Platz besetzt, als Vorsitzender
Günter Geisert die Besucher begrüßte. Ein besonderer Gruß ging dabei an Bürger-
meisterstellvertreter Helmut Völkle, Waldbronns Ehrenbürger Martin Altenbach, Ex-
MdB Klaus Bühler, die MdB's Axel E. Fischer und Jörg Tauss und Rektor Peter
Hepperle von der Albert-Schweitzer-Schule. Weiter konnte Geisert vom Blasmusik-
verband Präsident Michael Weber und Bezirksvorsitzenden Steffen Neumeister will-
kommen heißen. Eine Abordnung war auch von der befreundeten Feldmusik Ro-
thenburg aus der Schweiz nach Waldbronn gekommen.

30 Jahre aktiv ist Alexander Horsch (re.).
Er erhielt durch Steffen Neumeister,
Vorsitzender des Blasmusikbezirks Albtal,
die Goldene Ehrennadel
.

Im Laufe des Konzerts wurde Alexander Horsch für 30 Jahre aktives Musizieren mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet, die ihm Bezirksvorsitzender Steffen
Neumeister überbrachte. Vom Verein geehrt wurden auch elf Jungmusiker, die das Jugendleistungsabzeichen in Bronze erworben haben: Ines Ochs, Daniel Becker, Florian Endres, Daniel Horsch, Jürgen Krämer, Jochen Mareth, Tobias Mess, Fabian Müller, Nändi Naschold, Simon Schwab und Andre Sperl.
Den musikalischen Teil eröffnete die Bläserjugend, zum zweiten Mal im Weihnachtskonzert unter der Leitung von Gernot Franz. Was hier auffiel, war das gut besetzte
tiefe Blech und neue Instrumente, die es bisher in den Orchestern des Musikverein "Lyra" Reichenbach nicht gab, wie beispielsweise ein Fagott. Die 38 jungen Musiker
nährten mit ihrem Auftritt die mehr als berechtigte Hoffnung, dass sie einmal eine hervorragende musikalische Verstärkung für das Blasorchester sein werden. Mit "Pride of the Lancers", einem Marsch von Randy Navarro, leiteten sie über zu einem Medley "Highlights from Harry Potter", arrangiert von Michael Story. Was der Lyra-Nachwuchs aber wirklich drauf hat, das zeigte sie mit der "Renaissance-Suite" von Tilman Susato, die Hermann Egner für Blasorchester bearbeitete. In den vier Sätzen "Morisca", "Basse Dance", "Rondeau" und "Pavane" konnte die Bläserjugend ihr gesamtes Können ausspielen. Sicher geleitet von Gernot Franz trafen sie den Ton der Barockmusik hervorragend. Dies muss auch die Jury beim Wertungsspiel des Blasmusikverbandes Karlsruhe ähnlich gesehen haben, denn hier erhielten sie die Note "hervorragend" und wurden mit 33 von 36 Punkten Tagessieger. Auch das Selbstwahlstück dieses Wertungsspiels hatte die Bläserjugend im Programm, die Ouvertüre "Silver Creek Valley" von Kees Vlak im Arrangement von Michael Story. Für den lebhaften Beifall bedankten sich die Jungmusiker mit einer Zugabe.

Mit einer hervorragenden Leistung machte die Bläserjugend unter
Gernot Franz erneut auf sich aufmerksam und erntete verdienten
Beifall, den die jungen Musikerinnen und Musiker stehend entge-
gennahmen.

In musikalisch bestechender Form präsentierte sich auch das Blasorchester. Hier
zahlte sich die intensive und akribisch genaue Probenarbeit von Gernot Franz in
den letzten Wochen hörbar aus. Beachtlich war im Lauf des Konzerts, wie viele
noch junge Musikerinnen und Musikerinnen aus dem Orchester heraus mit Soloauf-
gaben betraut wurden und diese Aufgaben mit großem musikalischem Können lös-
ten.
Weihnachtlich begann das Programm, durch das wieder Dr. Dieter Bertelmann führ-
te, mit "Carol of the Shepherds", hinter dem sich das alte Kirchenlied "Quem pasto-
res laudavere" verbarg. Von einzelnen Instrumentengruppen bis zum jubelnden Tutti
des gesamten Orchesters zum Schluss waren die Musiker hier bereits gefordert.
Das galt auch für die folgende "Romantische Ouvertüre in B-Dur" des Schweizer
Komponisten Stephan Jaeggi. Er feierte in diesem Originalwerk nicht nur die
Schönheit der Blasmusik, auch Reminiszenzen an seine Schweizer Heimat waren
unüberhörbar und vom Orchester stilgerecht ausmusiziert.

Florian Endres war der bravourös
aufspielende Solist bei
"Erinnerung an Zirkus Renz"

Die "Erinnerung an Zirkus Renz" von Gustav Peter setzt ein Musikverein dann ins Programm, wenn er einen Schlagzeuger hat, der das Xylophon virtuos beherrscht. In Reichenbach war dies Florian Endres, der im Tempo der Stückbezeichnung "Galopp" alle Ehre machte. Klar, dass sich das Publikum nach dieser bravourösen Leistung eine Zugabe erklatschte. Als Konzertwalzer hatte der Musikverein in diesem Jahr den "Kaiserwalzer" von Johann Strauß ausgewählt. Mit dem Konzertmarsch
"Fanfarenklänge" von Julius Fucik schloss der musikalisch beachtliche erste Teil.
War der zweite Teil in den zurückliegenden Jahren der eher unterhaltenden Musik gewidmet, so gehörte der einleitende "Choral and Rock out" des Holländers Ted Huggens noch nicht unbedingt in diese Kategorie, aber er war ein wunderschönes
Stück aus der Abteilung "Original-Blasmusik". Danach folgten Auszüge aus Johan de Meijs Sinfonie Nr. 1 "Der Herr der Ringe". Das musikalische Erlebnis wurde dabei optisch durch Bilder aus dem gleichnamigen Film unterstützt. Ihre Referenz an
Harry Belafonte und an Karl Pfortner erwiesen die Reichenbacher Musiker mit "Harry Belafonte in Concert". In dem Stück hatte Karl Pfortner, lange Jahre Dirigent des Musikverein "Harmonie" Etzenrot, viele unvergessene Melodien des großen amerikanischen Sängers zusammengefasst. Das aber auch swingender Big-Band-Sound dem Blasorchester nicht fremd ist, bewiesen die Musikerinnen und Musiker mit "Tuxedo Junction", einem Glenn-Miller-Titel im Arrangement von Dennis Armitage.
Nach diesem Programm ließ das Publikum die Musiker nicht ohne Zugaben von der
Bühne. Als erstes wurde aus dem Walt-Disney-Film "Tarzan" die Phil-Collins-
Melodie "You're been in my heart" gespielt, und danach schloss sich mit Händels
"Tochter Zion" der Konzertreigen wieder zu Weihnachten hin.

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