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16.12.2002 Gemeinde hat Spende übergeben

Betrag aus Spendenkästchen übergeben
Kindergarten in Burgstädt freute sich über 5.000 Euro

Edmund Lauinger, Beauftragter für Vereine, Kultur und Jugend,
übergab die Waldbronner Spende direkt an den Evangelischen Kin-
dergarten in Burgstädt und die Leiterin Gabriele Reinhold.

Überall standen während der Waldbronner Woche und beim Kurparkfest die Spen-
denkästchen, mit denen zu Gunsten der Hochwasseropfer in den neuen Bundes-
ländern gesammelt wurde. Der Betrag wurde anschließend durch größere Privat-
spenden noch erheblich aufgebessert. Die Verbindung zu dem Kindergarten in
Burgstädt kam durch private Kontakte zustande, und die Gemeinde entschloss sich,
die Spende in Höhe von 5.000 Euro selbst zu überbringen. So konnte sich Edmund
Lauinger vor Ort ein Bild davon machen, was das Wasser angerichtet hatte und
auch davon, dass die Spende beim evangelischen Kindergarten gut angelegt ist
und auch gebraucht wird.
Edmund Lauinger erzählte bei der Übergabe, wie das Geld in Waldbronn zusam-
mengekommen war und übergab einen Scheck über 5.000 Euro. Daneben erhielt jeder der 65 Kinder ein Überraschungspäckchen, das die Bäckerei Richard Nußbaumer gestiftet hatte. Gabriele Reinhold, die Leiterin des Kindergartens, dankte herzlich für die Spende zu Gunsten des 1926 gegründeten Kindergartens und nannte die Hilfe aus Waldbronn "Rettung in der Not". Da Burgstädt als kleine Gemeinde schon in normalen Zeiten nur mit Mühe in der Lage sei, die Kosten für die Instandhaltung an Gebäude und Grundstück zu tragen, gebe es jährlich Elterneinsätze, um die Räume zu verschönern und anfallende Reparaturen durchzuführen. In diesem Jahr hatten sich die Eltern besonders viel vorgenommen. 178 qm Fußboden wurden einschließlich Estrich erneuert, die Räume wurden neu ausgemalt, auch die Fassade erstrahlte in neuem Glanz und Anfang August war noch das Treppenhaus an der Reihe.

Dieses Bild wurde uns vom Kindergarten in Burgstädt zur Verfügung gestellt, und soll einen Eindruck geben, wie es nach dem
Wasser dort ausgesehen hat.

Und dann, so Gabriele Reinhold kam der 12. August. Das Problem war nicht der
Bach, er sei noch nicht einmal übergelaufen, das Wasser kam vielmehr durch die
Kanalisation und füllte das Kellergeschoss, wo sich neben der Heizung und Lager-
räumen auch ein dringend benötigter Mehrzweckraum befindet. Nachdem das
Wasser ausgeschöpft und abgepumpt war, sei das böse Erwachen gekommen. Bo-
den, Estrich und Wandputz mussten entfernt werden. Während der Trocknungszeit
bildete sich überall an den Wänden große Moderflecken, wegen der Kinder mit Al-
lergien musste schnell gehandelt werden. Die Eltern spendeten Geld, Kinder und
Mitarbeiter kochten Marmelade und bastelten Sterne und verkauften beides.
Öffentliche Mittel, so Gabriele Reinhold, seien bisher nicht geflossen. Auch sei die
Beantragung an viele Formalitäten gebunden. Durch die Waldbronner Hilfe konnte
man schnell reagieren, und bereits zu Weihnachten steht wenigstens ein neu ges-
talteter Raum für die Kinder zur Verfügung.
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