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14.12.2002 25 Jahre Sozialstation, 10 Jahre Tagespflege

Pflege und Betreuung aus einer Hand
10 Jahre Tagespflege und 25 Jahre kirchliche Sozialstation Albtal
Caritas-Verband übernimmt Sozialstation ab 1. Januar

Ausblick auf die Zukunft hielt Caritasgeschäftsführer Kurt
Wiehler
.

Zwei Geburtstage und eine Hochzeit wurden bei einem Empfang im Waldbronner Rathaus gefeiert. Zehn Jahre wurde die Caritas-Tagespflege alt, 25 Jahre besteht die Kirchliche Sozialstation Albtal, die zum ersten Januar in die Trägerschaft des Caritas-Verbandes übergeht, also Hochzeit feiert (wir berichteten). In dieser Einrichtung kooperierten bisher die sechs katholischen Pfarreien aus Marxzell und Waldbronn, und die evangelische Kirchengemeinde Waldbronn, sie waren größtenteils durch ihre Pfarrer und Pfarrerin Bettina Roller vertreten.
Umrahmt wurde die Feierstunde im Bürgersaal des Waldbronner Rathauses durch fünf junge Künstler der von Yehudi Menuhin gegründeten Organisation "Live Music Now". Dabei interpretierte zunächst Adi Bar am Klavier Werke von Bach, Granados und Prokofjew. Mit einem Streichquartett von Mozart gewann das "Obligato-Quartett" mit Isabel Neligan, Vera von Kapherr (Violine), Beth Orr (Viola) und Jeanne Freléchoux (Violoncello) ebenso schnell die Sympathien der Zuhörer wie zuvor Adi Bar.
Pfarrer Engelbert Baader, Vorsitzender des Caritas-Verbandes Ettlingen, hob in seiner Begrüßung hervor, dass die Tagespflege in Waldbronn die erste Einrichtung dieser Art im Landkreis Karlsruhe war. Dies sei besonders dem Engagement von Caritasgeschäftsführer Kurt Wiehler und dem damaligen Waldbronner Bürgermeister Martin Altenbach zu danken.
Pfarrer Hugo Spinner, Vorsitzender der kirchlichen Sozialstation Albtal betonte, die Sozialstation und ihre Mitarbeiter hätten auch in der Vergangenheit schon professionelle Arbeit geleistet. Nach dem 31. Dezember gehe sie mit gleichem Aufgabengebiet auf den Caritas-Verband über, der dann seine "gesteigerte Professionalität" einbringe.
Die Gemeinde Waldbronn, so Bürgermeister Harald Ehrler, gratuliere zu beiden Geburtstagen. Ziel der Sozialstation war vor 25 Jahren, die ambulante Pflege im Albtal zu sichern, ein Dienst der vorher weitgehend von Ordensschwestern geleistet wurde. Die letzte in dieser Reihe sei Schwester Ansgara als Leiterin der Sozialstation Albtal gewesen. Zur Tagespflege halte das Rathaus gute Nachbarschaft. Sie sei im Zentrum der Gemeinde angesiedelt. Erfreulich sei, dass die Zahl der Plätze jetzt erhöht wurde. Waldbronns Bürgermeister dankte auch seinem Amtsvorgänger Martin Altenbach, der sich in seiner Zeit sehr für die Tagespflege eingesetzt habe.
Sozialdezernent Peter Kappes vom Landratsamt Karlsruhe hob die große Erfahrung hervor, die der Caritas-Verband in der Betreuung habe. Neuland sei die Tagespflege von zehn Jahren gewesen und die Caritas habe den Mut gehabt eine ambulante Einrichtung zu schaffen. Mit den jetzt geschaffenen 20 Plätzen verfüge Waldbronn über die derzeit größte Tagespflege im Landkreis. Vor dem Hintergrund der Krisen in den Sozialsystemen brauche es Träger wie die Caritas, die innovativ an Probleme herangingen.
Auch Caritasgeschäftsführer Kurt Wiehler erinnerte an die Geschichte der Tagespflege, die auf die Initiative Altenbachs zurückging. Schon bald nach der Gründung habe man verstärkt auf die Betreuung Demenz-Erkrankter abgestellt. Wie Wiehler betonte, habe der Caritas-Verband in den zehn Jahren der Tagespflege keine schwarzen Zahlen geschrieben, den Abmangel aber immer durch einen "Horizontalausgleich" auffangen können. Bei der Sozialstation bleiben durch Verträge die katholischen Pfarreien von Marxzell und Waldbronn weiter in der Pflicht. Sie geben Zuschuss zu Leistungen, die von der Sozialstation angeboten, aber nicht durch die Pflegeversicherung abgedeckt werden.

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