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24.11.2002 Fantasy - Akkordeon-Orchester in concert

Akkordeon-Musik aus zwei Jahrhunderten
Jugendensemble, Quintett und 1. Orchester musizierten


Eröffnet wurde das Konzert vom Jugendensemble des Akkordeon-
Orchesters Reichenbach.

"Fantasy" war das Konzert des Akkordeon-Orchester Reichenbach überschrieben.
Vor zahlreichen Zuhörern schlugen die Musiker im Waldbronner Kurhaus eine brei-
te Palette der Akkordeon-Musik aus eineinhalb Jahrhunderten auf. Gestaltet wurde
der Abend vom Jugendensemble, dem Waldbronner Akkordeon-Quintett und dem
1. Orchester, alle unter der Leitung von Uwe Müller, der gemeinsam mit Thomas
Lehmann auch durch das Programm führte. Alle drei Gruppen bedankten sich für
den lebhaften Beifall mit Zugaben.
In seiner Begrüßung hieß Thomas Lehmann besonders Bürgermeisterstellvertreter
Helmut Völkle willkommen, stellte das Jugendensemble vor und warb für die Akko-
Kids des Akkordeon-Orchesters. Teamarbeit und gegenseitige Rücksichtnahme
seien Tugenden, die bei der Jugend im Vordergrund stehen müssen, um gemein-
sam erfolgreich zu musizieren, so Lehmann.
"Fresh Air", frische Luft also, blies das elfköpfige Jugendensemble gleich zu Beginn
mit seinem Stück den Zuhörern um die Ohren. Die fünfsätzige Suite von Hans–
Günther Kölz wurde von den jungen Musikern stilgerecht und rhythmussicher inter-
pretiert. Vor allem der Tango wartete mit einer schönen Melodie auf, während das
abschließende "Rockout" mehr auf den Rhythmus setzte.
Ein "Rhythmisches Kaleidoskop", von Hermann Ambrosius 1954 geschrieben, hatte
das Waldbronner Akkordeon-Quintett in der Besetzung Sibylle Schaar, Christiane
Becker, Uwe Müller, Bernhard Föhrenbacher und Andreas Holbach mitgebracht.
Aus fünf Motiven entwickelt der Komponist dabei immer neue rhythmisch geprägte
Klangbilder, und der diffizilen Aufgabe entledigte sich das Quintett stilsicher und mit
technischer Präzision. "Ich ging emol spaziere", dieses Volkslied aus der Pfalz hat-
te Franz Reinl in einem Rondo eingearbeitet, und auch hier gelang es den Akkor-
deonisten, das Liedmotiv in seinen unterschiedlichen Variationen immer wieder klar
hervortreten zu lassen.

Das 1. Orchester unter der Leitung von Uwe Müller bestritt den
Hauptteil des Konzerts.

Im Stile Mozarts kam dann die "Sinfonia-B-Dur" von Johann Christian Bach, dem
17. Kind des großen Johann Sebastian, daher. In der Bearbeitung von Rudolf
Würthner interpretierte das 1. Orchester unter der Leitung von Uwe Müller die drei-
sätzige Sinfonia mit der geforderten Leichtigkeit. "Fantasy" von Wolfgang Russ be-
inhaltet in seinen fünf Sätzen viele Elemente von Jazz und Pop. Rhythmisch apart
und einfühlsam interpretiert dabei besonders "Jamaica", der Mittelsatz.
Schon seit Jahren gehört ein Tango des Argentiniers Astor Piazolla zum festen Be-
standteil der Konzerte des Akkordeon-Orchesters. In diesem Jahr hatten sich die
Musiker mit "Adios Nonino" eines der klangschönsten Werke des argentinischen
Bandoneon-Virtuosen ausgesucht. Die "Free World Fantasy" des Holländers Jacob
de Haan beendete den gleichermaßen unterhaltsamen wie anspruchsvollen Kon-
zertabend.

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