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23.11.2002 Freiwillige Feuerwehr übte bei Seniorenwohnstift

Küchenbrand im Seniorenwohnstift bei Übung
90 Rettungskräfte von Feuerwehr und DRK im Einsatz

Beeindruckend war das Bild der "Einsatzstelle" von oben. 13
Fahrzeuge und insgesamt 90 Helferinnen und Helfer von Feuer-
wehr und DRK waren vor Ort.

Ein Brand ausgebrochen war in der Küche im Keller des Seniorenwohnstifts im
Waldring. Der Rauch drang über das Treppenhaus und den Aufzugsschacht bis in
die Wohngeschosse vor. Mehrere Personen wurden im Gebäude als vermisst ge-
meldet. Das war die Situation, die die Freiwillige Feuerwehr Waldbronn beim Ein-
treffen vorfand, und die der unangekündigten Alarmübung zu Grunde lag, wie
Ortskommandant Peter Weißenborn vor Ort erläuterte.
Ausgelöst wurde der Alarm am Samstag um 16:52 Uhr von der Leitstelle in Ettlin-
gen. Neben der Abteilung Busenbach wurde auch die Drehleiter der Karlsbader
Wehr alarmiert. Bereits vier Minuten später traf das erste Fahrzeug im Waldring
ein. Der Gruppenführer des ersten Fahrzeugs löste sofort nach Erkunden der Situa-
tion Vollalarm für die gesamte Waldbronner Wehr aus und forderte auch die drei
DRK-Bereitschaften aus Waldbronn an.
Danach ging dann alles ohne Hektik Schlag auf Schlag. Eine Einsatzleitung wurde
gebildet, Einsatzabschnitte festgelegt, die Atemschutzträger bereiteten sich darauf
vor, in das verqualmte Gebäude einzudringen, Schläuche wurden ausgerollt, die
Einsatzstelle ausgeleuchtet, mit der Drehleiter Personen von einem Balkon des
Gebäudes gerettet, vermisste Personen geborgen und an das DRK übergeben, das
inzwischen im Nachbargebäude einen Raum zur Versorgung der Geborgenen ein-
gerichtet hatte.

Die Einsatzleitung an ihrem "improvisierten" Kommandostand mit
(v.l.) Ortskommandant Peter Weißenborn, Bürgermeister Harald
Ehrler, Einsatzleiter Hartmut Karle und Jannis Duffner.


Im Einsatz waren zum Schluss insgesamt acht Fahrzeuge der Feuerwehr und fünf
des DRK. 55 Feuerwehrleute waren im Einsatz und 29 Mitglieder der DRK Bereit-
schaften Busenbach, Etzenrot und Reichenbach, verstärkt durch sechs Jugendliche
des Schulsanitätsdienstes der Albert-Schweitzer-Schule. Vor Ort war auch das
Herzmobil des DRK Etzenrot. Fachkundiger Beobachter war Rolf Donandt von der
Freiwilligen Feuerwehr Karlsbad. Vor Ort überzeugte sich auch Waldbronns Bür-
germeister Harald Ehrler von der Arbeit der Hilfsorganisationen.

Mehr als genug zu tun gab es
auch für die Helfer der DRK-
Bereitschaften.

Ziel dieser Übungen ist, so Kommandant Peter Weißenborn, den Ausbildungsstand
der Wehren zu überprüfen, aber auch das Zusammenwirken der drei Wehrabtei-
lungen zu üben, und vor allem Schlüsse zu ziehen, wo Schwachpunkte vorhanden
sind, die es für einen möglichen Ernstfall zu beheben gilt. An der Arbeit der Wehr-
leute und der Rettungsorganisationen gab es so gut wie nichts zu kritisieren. Nur
ein Anwohner beschwerte sich, dass seine Samstagsabendruhe durch die Übung
gestört wurde.
Schwachpunkte wurden aber im technischen Bereich ausgemacht. So bereiteten die
Funkverbindungen teilweise Schwierigkeiten. Wie sich bei dieser Übung zeigte,
verfügt hier die Waldbronner Wehr über inzwischen veraltete Geräte. Hier soll bald
möglichst für Abhilfe gesorgt werden. Auch die Einsatzleitung um Hartmut Karle
musste mehr als improvisieren. Ihre Unterlagen breitete sie zunächst auf dem
Kofferraum eines dort zufällig geparkten PKW aus, später wurde dann ein
Campingtisch aufgeschlagen. Probleme hätte hier der später einsetzende Regen
bereitet. Dringend nötig sei bei solchen Einsätzen ein Wagen für die Einsatzleitung,
wie er für Orte in der Größenordnung Waldbronns sogar vorgeschrieben sei. Die
bereits angedachte Beschaffung wurde aber, so war zu hören, wegen der
angespannten Finanzlage zunächst einmal zurückgestellt.

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