Herzlich Willkommen.
Sie sind Besucher Nr.:
11.575.111

Volltextsuche



 

16.11.2002 Benefizkonzert mit Sing & Swing

"Sing & Swing" mit Liedern zum Frieden
Itterbacher Chorgemeinschaft gab beeindruckendes Konzert

Ein Benefizkonzert gab der Ittersbacher Chor "Sing & Swing" in
der Reichenbacher Pfarrkirche St. Wendelin.

"Sing & Swing" ist nicht nur der Name der Ittersbacher Chorvereinigung, er ist
auch Programm. Zu erleben war dies beim Benefizkonzert in der Reichenbacher
St.-Wendelin-Kirche. Der Erlös dieses und eines weiteren Konzerts am 1. Dezem-
ber in der Ittersbacher Marienkirche geht an die Gemeinschaft der Missions-
schwestern im südindischen Shevgaon, über deren Arbeit Kathrin Dollinger aus
eigener Erfahrung berichtete.
Seit 12 Jahren gibt es beim Gesangverein "Germania" Ittersbach den Chor Sing &
Swing, der inzwischen auf 50 Sängerinnen und Sänger angewachsen ist und seit
April unter der Leitung von Stephan Hoffmann steht, der mit dem Chor neue chori-
sche Schwerpunkte setzen, themenorientierte Konzerte anstreben, den A-capella-
Gesang in den Vordergrund stellen und experimentelle Klangbilder erproben will.
Stephan Hoffmann führte seine Sängerinnen und Sänger auch ohne Notenpult si-
cher und mit klarer Zeichengebung durch das anspruchsvolle Programm.
Das Benefizkonzert stand unter dem Thema "Lieder zum Frieden", Gedanken zu
den Werken und zum Thema des Konzerts steuerte Michael Schmidt bei. Der ers-
te eher klassisch bis modern geprägten Teil wurde eingerahmt von zwei Werken
Mendelsohn-Bartholdys, im zweiten Teil standen Gospels und Spirituals im Mittel-
punkt, einschließlich des mit den Zuhörern gesungenen Kanons "Dona nobis pa-
cem".
Für die Begleitung an der Orgel hatte sich Stephan Hoffmann mit Bruno Hamm
den Kantor der Ettlinger Herz-Jesu-Kirche verpflichtet. Er reizte sowohl mit dem
einleitenden "Praeludium und Fuge c-moll" von Mendelsohn-Bartholdy als auch
mit einer von modernen Klangbildern geprägten Orgelimprovisation die Möglich-
keiten der Reichenbacher Orgel virtuos aus.
Der Chor zeigte unter seinem neuen Leiter Stephan Hoffmann gleich im ersten
Teil seine musikalische Spannweite mit einem Kanon von Melchior Franck und der
von modernen Klangbildern geprägten Improvisation über einen Kanon von Bach.
Dieser Kanon wurde wirkungsvoll kontrastiert durch "The peace of God" des Zeit-
genossen John Rutter, das, traditionellen Klangbildern folgend, die ganze Dyna-
mik des Chors aufscheinen ließ, die vom klangschönen Forte bis zum ausdrucks-
voll gestalteten, fast gehauchten Piano reicht.
Im zweiten Teil machte der Chor seinem Namen  mit den swingenden und klang-
schön vorgetragenen Gospels und Spirituals alle Ehre. Hier bewahrheitete sich,
was sich im ersten Teil schon angedeutet hatte: die frappierende rhythmische Si-
cherheit der Sängerinnen und Sänger, die vor allem in "Soon ah will be done" von
Dawson auf das Schönste zum Ausdruck kam. Die Zuhörer dankten dem Chor
zum Schluss stehend mit lebhaftem Beifall und erhielten dafür zwei Zugaben, dar-
unter das bekannte "Oh happy Day".

[<< Übersicht]