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16.11.2002 Kunst im Kurhaus: Der Wald nach Lothar

Hoffnungsstrahl aus dem Chaos
Orkan "Lothar" und seine Folgen  künstlerisch gestaltet

Bei der Ausstellung "Lothar – Der Wald Wald danach" die
Künstlerinnen (von links) Mechthild Dinger, Ilse Junker, Gi-
sela Kloss, Trudl Czychi und Susanne Thieke mit Bürgermeis-
terstellvertreter Joachim Lauterbach
.

"Lothar – Der Wald nach dem Orkan" ist eine fast schon dokumentarisch zu nen-
nende Ausstellung in der Reihe "Kunst im Kurhaus" überschrieben. Fünf Künstlerin-
nen und ein Künstler haben dazu ihre Fragen, Gefühle und Beobachtungen gestal-
terisch umgesetzt. Zu sehen ist die interessante Ausstellung bis einschließlich 24.
November täglich von 14 bis 18 Uhr im Foyer des Kurhauses Waldbronn.
Zustande kam die Gemeinschaftsausstellung durch eine Initiative der Berliner
Künstlerin Susanne Thieke, die mit ihren Eltern lange in Waldbronn gelebt hat und
an vielen Beispielen aus Waldbronn und Umgebung "Lothar" und seine Folgen foto-
grafisch dokumentiert und künstlerisch gestaltet hat. Über die Kurverwaltung Wald-
bronn schlossen sich dann die Waldbronner Künstlerinnen Trudl Czychi mit Objek-
ten und Keramik, Mechthild Dinger mit Aquarellen, Gisela Kloss  mit Objekten und
Collagen an. Von auswärts stießen dann noch Ilse Junker aus Ettlingen mit Fotogra-
fien und als einziger Mann im Bunde der Karlsruher HD Ehret mit Holzschnitten da-
zu.
Bei der Vernissage im Großen Saal des Kurhauses sprach Joachim Lauterbach
Grußworte für Gemeinde und Kurverwaltung. Ute Merz las den Text "Bäume" von
Hermann Hesse und Prof. Dr. Kristian Kroschel führte mit einer gedanklichen Tour
durch die Ausstellung in die Werke der Künstlerinnen und des Künstlers ein. Das
verbindende in den Bildern und Objekten sei der Hoffnungsstrahl, der durch das
Chaos schimmere.
In Vertretung des Karlsbader Forstdirektors Hermann Schäfer sprach Forstdirektor
Reinhold Rau aus Bad Herrenalb. Er erinnerte an den Orkan "Lothar", der vor fast
drei Jahren wütete und ein Drittel des Waldbronner Waldes zu Boden legte und uns
daran erinnerte, dass wir bei aller Technisierung von der Natur und ihren Launen
abhängig bleiben. Eindringlich schilderte Rau wie außer den wirtschaftlichen Schä-
den auch das Mischwaldverhältnis nachhaltig gestört wurde. "Die Wunden beginnen
zu verheilen, die Narben werden noch eine Weile sichtbar bleiben", so sein Fazit.

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