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08.11.2002 Hans-Ruland-Stiftung: 14. Vortragsveranstaltung

Diabetes – eine der größten Herausforderungen
14. Vortragsveranstaltung der Hans-Ruland-Stiftung

Hochkarätig besetzt war der Zuhörerkreis und Referententeam bei
der Vortragsveranstaltung der Hans-Ruland-Stiftung. Im kleinen
Bild sind Prof. Dr. med. Peter Nawroth (Heidelberg) und (rechts
sitzend) Prof. Dr. med. Curt Diehm (Karlsbad) in der Diskussion.

1990 gründete Hans Ruland, Direktor der Ruland Kliniken, seine Stiftung für Präventions- und Rehabilitationsforschung. Die erste der heutigen Ruland-Kliniken, und bis heute auch Stammhaus der Verbunds, steht in Waldbronn und wurde hier 1973 durch Direktor Hans Ruland erbaut. In den 80er Jahren kam die Waldklinik in Dobel dazu, in den 90er Jahren die Falkenburg-Klinik in Bad Herrenalb. Direktor Hans Ruland selbst ist seit der ersten Klinik ein Waldbronner.
Zweck der Hans-Ruland-Stiftung ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung auf den Gebieten der medizinischen Prävention und Rehabilitation. Auch die Ge-
sundheitsbildung im Sinne der gesundheitspolitischen Ziele der deutschen Sozial-
leistungs- und Rentenversicherungsträger sowie der Krankenkassen ist eine der
weiteren Zielsetzungen. Zur Erreichung dieser Ziele veranstaltet die Hans-Ruland-
Stiftung immer wieder Vertragsveranstaltungen mit namhaften Referenten in der Fal-
kenburg-Klinik Bad Herrenalb. Die Stiftung ist auch Mitglied im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft.
Die jüngste Vortragsveranstaltung am vergangenen Wochenende, es war insgesamt
die 14., befasste sich mit dem "Diabetes mellitus" als präventiver und rehabilitativer
Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Die zahlreichen Teilnehmer aus Medizin und
Leistungsträgern begrüßte Dr. Karl Miltner, ehemaliger Regierungspräsident von
Karlsruhe und Vorsitzender des Kuratoriums der Hans-Ruland-Stiftung. Er flocht in
seine Begrüßung auch einen Dank an die Eheleute Ruland mit ein, die aus ihrer Pri-
vatschatulle immer wieder das Stiftungsvermögen erhöhen, wenn dies angezeigt er-
scheine.
Die Moderation und Einführung in die Thematik hatte Prof. Dr. Curt Diehm, Chefarzt der Inneren Medizin am Klinikum Karlsbad und geschäftsführender Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der Hans-Ruland-Stiftung übernommen. Er nannte Diabe-
tes in seinen zwei Erscheinungsformen eine der "größten Herausforderungen" an
die Medizin bei wahrscheinlich 6,6 Millionen zuckerkranken Menschen in Deutsch-
land. Als Gründe für die Erkrankungshäufigkeit nannte Prof. Diehm die höhere Le-
benserwartung, Übergewicht  und ein weniger an körperlicher Bewegung.
Aus der Sicht des Klinikers beleuchtete dann Prof. Dr. med. Peter Nawroth, Ärztlicher Direktor Innere Medizin I der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg beleuchtete in seinem Vortrag das "Klinische Management des Diabetes Mellitus", und fand dabei teilweise sehr kritische Worte zur gängigen Behandlungspraxis, aber auch zu den Kostenträgern. "Die Situation der ambulanten Versorgung in Baden-Württemberg" zeigte Dr. med. Bernhard Lippmann-Grob aus Offenburg auf, der zugleich auch Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Diabetologie Baden-Württemberg ist. Aus der Sicht der Kostenträger sprach Roland Sing, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg  und Kuratoriumsmitglied der Hans-Ruland-Stiftung. An die Vorträge schloss sich jeweils eine lebhafte Diskussion
an. Das Schlusswort sprach Direktor Hans Ruland.

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