Herzlich Willkommen.
Sie sind Besucher Nr.:
11.877.638

Volltextsuche



 

23.10.2002 Gemeinderat: Kunstrasenplatz für TSV Etzenrot

Neuer Kunstrasen für TSV Etzenrot
Mehrfach-Nutzung des Platzes vereinbart

Unbespielbar ist der Platz des TSV Etzenrot. Deshalb wurde jetzt vom Gemeinderat der Auftrag für einen neuen Belag vergeben.

Schon einmal vertagt war die Vergabe für den neuen Kunstrasenbelag auf dem Sportplatz des TSV Etzenrot. Begründet wurde die Vertagung im September von
Bürgermeister Harald Ehrler mit zusätzlichem Informationsbedarf, der sich, wie der Bürgermeister jetzt bei der erneuten Beratung sagte, auf die Finanzierung bezog. Für den Platz, der ebenso wie das Clubhaus Eigentum der Gemeinde ist, steht ein Haushaltsrest von 250.000 Euro zur Verfügung, für die Sanierung des Clubhauses ist ein Ansatz von 150.000 Euro vorhanden. Das Angebot für den Kunstrasenplatz liegt bei 386.000 Euro, mit Nebenkosten wird die Maßnahme sich auf runde 450.000 Euro belaufen. Bei einer Enthaltung vergab der Gemeinderat einstimmig die Maßnahme.
Bürgermeister Harald Ehrler machte in der Sitzung deutlich, dass für die Sanierung des Platzes beide Haushaltsreste herhalten müssen. In 2002 und den Folgejahren stehe dann für die Sanierung des Clubhauses kein Geld mehr zur Verfügung, das sei mit den Verantwortlichen des TSV Etzenrot so vorbesprochen. Erschwerend komme hinzu, dass für die Sanierung des Sportplatzes kein Zuschuss vom Badischen Sportbund zu erwarten ist und der TSV Etzenrot außer Eigenleistungen keine Mittel aufbringen kann.
Der Platz, so der Bürgermeister weiter, wurde schon bisher auch für den Schulsport und als Bolzplatz für die Etzenroter Jugend genutzt. Daran werde sich nichts ändern.
Dazu komme noch, dass in Abstimmung mit dem TSV Etzenrot der neue Platz auch für andere Waldbronner Vereine nutzbar sei, wenn deren Rasenplätze witterungsbedingt nicht bespielbar seien. Der Leiter des Ortsbauamts, Frank Zündorf, erläuterte den technischen Aufbau. Durch die Nähe des Waldes sei ein Rasenplatz nicht zu realisieren, da er schnell
vermoose. Die Maßnahme wurde beschränkt ausgeschrieben, da nur wenige Fachfirmen diese Arbeiten ausführen könnten. Das günstigste Angebot habe die Firma Polytan aus Burgheim zum Preis von 386.330 Euro abgegeben. Die möglichen Eigenleistungen des TESV Etzenrot bezifferte Zündorf auf etwa 4.000 Euro, sie könnten eventuell beim Abtrag des alten Platzes erbracht werden. Mit Honoraren und Geräten koste der neue Platz 454..300 Euro.
Marianne Müller (SPD) stellte lapidar fest, dass der alte Sportplatz nicht mehr bespielbar sei. Ein "Nicht-Handeln führt dazu, dass der TSV Etzenrot zu Grabe getra-
gen wird", so die Gemeinderätin. Mit einem guten Platz werde auch der Verein wieder aufleben, war sich Müller sicher und hob auch auf die weiterhin bestehende Funktion als Bolzplatz und Möglichkeit für den Schulsport ab und signalisierte auch die Zustimmung der SPD.
Von einem finanziellen Kraftakt sprach Heribert Purreiter (Bündnis90/Die Grünen). Ein Streichen der Maßnahme würde jedoch bedeuten, dass der Platz auch im kommenden Jahr nicht erneuert wird, und das wäre wohl der Tod des TSV Etzenrot.
Bernd Bull (CDU)  räumte ein, dass auf Grund der Kassenlage nicht jeder begeistert sei. Die CDU stimme dennoch zu, zumal der TSV Etzenrot in diesem Jahr seinen 95. Geburtstag feiern könne. Einzig Prof. Dr. Kristian Kroschel (FWV) plädierte für ein Verschieben, da das Geld für die Maßnahme nicht vorhanden sei. Als möglichen Ausgleich für das kommende Jahr schlug er vor zu warten, bis der Prozess um den Aldi-Sportplatz entschieden sei, auch über eine Erhöhung der Grundsteuer könne man nachdenken. So aber werde der Sportplatz über Schulden finanziert, deshalb werde er sich enthalten.

[<< Übersicht]