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09.10.2002 Eisbärin Nika

 

Nika soll Maskottchen für Eistreff werden

Urkunden in Karlsruhe ausgetauscht

Die Patenschaft wurde mit einer Urkunde besiegelt

Während vor dem Gehege die bedeutungsschwere Urkunde ausgetauscht wurde, spielte Nika munter und vergnügt.

Ein Patenkind besonderer Art hat die Gemeinde Waldbronn mit der jungen Eisbärin Nika aus dem Karlsruher Zoo. Dass dies keine alltägliche Sache ist, bestätigten beim Austausch der Patenschaftsurkunden Zoodirektorin Dr. Gisela von Hegel und ihr Stellvertreter Dr. Clemens Becker unisono, ist doch Waldbronn die erste Kommune, die in dieser Richtung beim Karlsruher Zoo die Initiative ergreift. Privatleute ja, Firmen und Vereine auch, aber eine Kommune - bis jetzt noch nicht. Waldbronn spielt hier eine Vorreiterrolle.
Offiziell gemacht wurde das Ganze jetzt bei einem Besuch von Bürgermeister Harald Ehrler im Karlsruher Zoo. Zu dem feierlichen Akt stieß auch seine Karlsruher Kollegin Bürgermeisterin Heinke Salisch dazu, die in der Fächerstadt unter anderem für den Zoo zuständig ist. Bürgermeister Harald Ehrler erläuterte auch gegenüber einem größeren Presseaufgebot die Intentionen Waldbronns, die zu dieser Patenschaft führten.
Als in der Kurverwaltung über die Vermarktung des neuen Eistreff bis zur voraussichtlichen Eröffnung im Oktober 2003 gesprochen wurde, suchte man nach einem werbewirksamen Maskottchen. Und schnell war die Assoziation Eisbär - Eistreff geboren und ein möglicher Slogan kreiert "Eistreff Waldbronn - bärenstark!". Nach einer Bewerbung beim Karlsruher Zoo wurde Waldbronn als Pate der Eisbärendame Nika ausgewählt.
Ein weiterer Grund sei der Bekanntheitsgrad des Karlsruher Zoos und dessen Eisbären weit über die Region hinaus. Das Gleiche erhofft man sich in der Zukunft hoffentlich auch wieder vom Eistreff. Die Kooperation, denn um eine solche handelt es sich, beinhaltet, dass Waldbronn für seinen Eistreff mit Nika werben darf, und erhält parallel zur Patenschaft die Rechte an der Vermarktung der Bilder von Eisbärin Nika mit dem gemeindlichen Logo. Aber auch im Zoo selbst darf die Gemeinde für den Eistreff werben, der Zoo kann aber im Gegenzug Werbung im Eistreff machen. Wie Bürgermeister Harald Ehrler weiter mitteilte, kostet die Patenschaft die Gemeinde Waldbronn den einmaligen Betrag von 6000 Euro und die Kurverwaltung künftig den jährlichen Beitrag von 5000 Euro. Angelegt ist diese Kooperation zunächst mal auf zwei bis drei Jahre mit der Option auf Verlängerung.
Damit soll das positive Image der Karlsruher Eisbären auch auf Waldbronn wirken. "Wer künftig im Zoo einen Eisbären sieht, der denkt dann zugleich an den Eistreff Waldbronn", so Bürgermeister Harald Ehrler. Auch Ehrenkarten für Waldbronner Kinder, Zooführungen und Fütterungsaktionen bei den Eisbären im Rahmen des Ferienprogramms und die Möglichkeit der Werbung für unseren Eistreff im Zoo.
Bürgermeisterin Heinke Salisch und Zoodirektorin Dr. Gisela von Hegel freuten sich über diese Initiative aus Waldbronn. Sie sagten weitere gemeinsame Auftritte voraus, so dass von der Kooperation letztlich beide Seiten profitieren, zumal die Zooleitung weiß, dass aus Waldbronn sehr viele, vor allem junge Besucher in den Karlsruher Zoo kommen.

Bürgermeister Harald Ehrler nimmt von Bürgermeisterin Heinke Salisch (Mitte) und von Zoodirektorin Dr. Gisela von Hegel die Patenschaftsurkunde entgegen.

Die vier Eisbären ließen es sich indes in ihrem Gehege gut gehen. Aber offenbar ahnten sie doch, dass sich außerhalb ihres Bereichs für sie Gutes abspielte, denn sie waren an diesem Vormittag mehr als munter in ihrem Gehege, schienen sich direkt über die Patenschaft für ihre Kollegin Nika zu freuen. Dr. Gisela von Hegel und Dr. Clemens Becker stellten die Vier dann auch einzeln vor. Da ist zunächst Kathrin, mit ihren 30 Lenzen die betagte alte Dame der Gruppe, die nach dem tragischen Verlust der vorigen Eisbärengruppe im Nürnberger Zoo aus Rotterdam nach Karlsruhe gekommen war. Sie hatte es hier dann bald mit drei ausgemachten Youngstern zu tun, denen sie aber schnell klar machte, wer Chefin im Haus ist, so die Zoodirektorin. Das Waldbronner Patenkind Nika, aus Wien an den Rhein gekommen, feiert im November ihren zweiten Geburtstag. Zu den beiden Damen kamen die mit Nika gleichaltrigen Vitus aus Rostock und Kap aus Moskau dazu, allerdings wird nur Vitus in Karlsruhe bleiben. Nach der Geschlechtsreife muss Kap nach Wuppertal umziehen, da in einer Gruppe nur ein Eisbärenmann möglich ist.
Auf die Frage von Bürgermeister Harald Ehrler nach wesentlichen Charakterzügen des Waldbronner Patenkinds Nika kam die Antwort beider Zoodirektoren wie aus der Pistole geschossen: "Frech!" Und damit passt sie wohl gut zu Waldbronn, wo in Kürze weitere "bärige" Überraschungen vor der Tür stehen.

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