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25.09.2002 Gemeinderat: Vergaben Eistreff

Weitere Gewerke für Eistreff vergeben

Kostenrahmen von 7,5 Mio. € voraussichtlich zu halten

Insgesamt sechs Vergaben für Umbau und Modernisierung des Eistreff Waldbronn standen bei der jüngsten Sitzung der Waldbronner Gemeinderäte auf der Tagesordnung. Die einzelnen Gewerke erläuterte Frank, Zündorf, der Leiter des bei diesem Projekt federführenden Ortsbauamts. Insgesamt ging es um eine Summe von € 2.004.122,60. Die einzelnen Vergaben erfolgten einstimmig.
Bei den Tischler-, Beschlag-, Rolladen- und Metallbauarbeiten waren auch die Türelemente mit und ohne Brandschutzanforderungen für alle Gebäudeteile des Eistreff und den Einbau in die vorhandenen Stahlzargen ausgeschrieben. Als günstigster Bieter erhielt die Firma SEG aus Freiburg für € 50.418 den Zuschlag, die bereits bei der Sanierung des Rathauses zur vollen Zufriedenheit mitgewirkt hat, wie Zündorf ergänzend bemerkte.
Bei den Estricharbeiten ging es um den neuen Gastronomiebereich, die beiden Geschosse des Zwischenbaus und Ausbesserungen. Hier war die Firma BBM aus Kirchheim/Teck mit € 34.326,36 günstigster Bieter. Auch diese F9irma war bereits am Umbau des Rathauses beteiligt.
Bei "Elektrotechnik / Starkstrom" waren vor allem ausgeschrieben die Eigenstromversorgung für die Sicherheitsbeleuchtung, die Niederspannungsschaltanlagen und die Installations- und Beleuchtungsanlagen. Den Zuschlag erhielt hier die Firma Henry Gehrmann aus Walzbachtal-Jöhlingen zum Preis von € 264.279,47.
Beim Gewerk "Elektrotechnik / Nachrichtentechnik" waren die Telekommunikations-, Such- und Signal-, Zeitdienstanlagen ausgeschrieben. Weiter umfasste diese Ausschreibung auch elektroakustische, Fernseh- und Antennenanlagen sowie die entsprechenden Einbauten zu Gefahrenmeldung und Alarm. Hier ging der Auftrag an die Firma Imtech aus Karlsruhe zum Preis von € 315.659,53 einschließlich Wartungskosten für die Dauer der Gewährleistungsfrist. Da diese Wartungskosten aber diesem Gewerk nicht zugerechnet werden können, beträgt die eigentliche Auftragssumme € 299.447,53.
Größtenteils komplett erneuert werden müssen die Trinkwasserleitungen, die Trink- und Warmwasserbereitung, Mess- und Absperrvorrichtungen, die Entwässerung des Gastronomiebereichs, die sanitären Einrichtungen und die Feuerlöschtechnik. Hier erhielt die Firma Hermann aus Karlsruhe zum Preis (einschließlich Wartung) von € 158.229,16 den Zuschlag.
Der dickste Brocken bei diesen Vergaben war die Kältetechnik. Neben der Kälteverrohrung wird aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen für das kältemittel auch die Kälteanlage erneuert. Sie ist als Anlage mit NH3-Direktverdampfung für drei Kolbenverdichter geplant. Drei NH3-Pumpen befördern das Ammoniak in die Verrohrung der drei Eisflächen in großer Halle, Schleuse und kleiner Halle. Hydraulisch ist das Rohrnetz so geplant, dass die große Fläche von ca. 1.800 m2 und zwei kleine Eisflächen getrennt voneinander betrieben werden können. Die Kälteleistung der gesamten Anlage beträgt 740 kW. In einem Energieverbund wird die bei der Kälteerzeugung anfallende Abwärme für die Beheizung der Warmwasserbereitung, für die Heizkörper, für die Lüftungsanlage und für die Schneeschmelzgrube der Eismaschine genutzt.
Die Abwärme, die nicht im Energieverbund genutzt werden kann, wird in das Wasser des Freibades übertragen. Für die Kondensation steht das Nichtschwimmerbecken mit seinen rund 600 m3 und das Schwimmbecken mit 740 m3 zur Verfügung. Beide Becken können jedoch nur abwechselnd genutzt werden. Die vorhandene Eistragschicht wird bis zum Schutzbeton einschließlich der Gleitschicht demontiert. Anschließend wird die Eistragschicht einschließlich Gleitschicht, Kälteverrohrung und Bewehrung wieder hergestellt. Ausgeschrieben wurde auch eine neue Bandenanlage mit Schutzverglasung. Diese wird auf den vorhandenen Betonbalken montiert, der stellenweise erneuert bzw. ausgebessert werden muss.
Da die speziellen Arbeiten für die Kältetechnik nur von einem bestimmten Kreis von Fachfirmen ausgeführt werden können, wurden die Arbeiten zwar Europaweit, jedoch im sog. "Nichtoffenen Verfahren" ausgeschrieben, was mit einer beschränkten Ausschreibung nach Öffentlichem Teilnahmewettbewerb vergleichbar ist.
Günstigster Bieter war hier die Firma Axima Refrigeration aus Lindau zum Preis von € 1.197.422.18. Wie Frank Zündorf abschließend erklärte, ist mit den heutigen Vergaben die Deckelungssumme um € 100.000 zwar überschritten, doch ist insgesamt noch Einsparpotenzial vorhanden, so dass sich Zündorf zuversichtlich zeigte, den Betrag von 7,5 Mio. Euro wie vom Gemeinderat vorgegeben einhalten zu können.

 

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