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11.09.2002 Kanal Ettlinger Straße

Ettlinger Straße soll Regenwasserkanal erhalten
Kosten bei 4.053.800 Euro für gesamte Maßnahme
Anwohner können nicht zur Finanzierung mit herangezogen werden

Vorangetrieben werde soll nach dem des AUT die Planung für den Bau eines Regenwasserkanals in der Ettlinger Straße, so eine Entscheidung vom Juli 2002. Dafür soll die Maßnahme "Kurpark - Pforzheimer Straße" vorerst zurückgestellt werden. In der jüngsten Sitzung stellte nun Michael Geschwill vom Waldbronner Ingenieurbüro Helmut Müller die Entwurfsplanung für die Ettlinger Straße vor.
Bürgermeister Harald Ehrler erläuterte eingangs, dass für diese Maßnahme Antrag auf Landeszuschuss gestellt werden soll. Deshalb könne mit der Realisierung frühestens im Mai kommenden Jahres begonnen werden. Die allgemeine Kanalplanung (AKP) aus dem Jahr 1999 sah für die Ettlinger Straße einen neuen durchgehenden Mischwasserkanal vor. Das Landratsamt Karlsruhe habe nun eine zusätzliche Untersuchung gefordert, ob die Herausnahme von Außengebietswasser zu einer Verringerung der hydraulischen Belastung des Kanalnetzes führen kann. Die Gemeinde selbst habe als zusätzlichen Auftrag mitgegeben, das vorgesehene Baugebiet "Im neuen Heubusch" mit in die Entwurfsplanung einzubeziehen.
Die schließlich erarbeitete Konzeption für die Ettlinger Straße sieht einen zusätzlichen Regenwasserkanal vor, der an der Ostendstraße beginnt und das gesamte Regenwasser dem offenen Graben entlang der Herrenalber Straße zuführt. Auch in der Friedhofstraße soll ein zusätzlicher Regenwasserkanal bis zum Feldrand führen. Vorteil dieser Lösung ist auch, dass das geplante Baugebiet im Trennsystem erschlossen werden kann. Nicht eingeleitet werden soll die Straßenentwässerung der Ettlinger Straße, da dieses Wasser ohne weitergehende Behandlung nicht in den Vorfluter eingeleitet werden darf.
Michael Geschwill stellte verschiedene Varianten für den durchgehenden Regenwasserkanal vor. Bei den Regenwasserrohren sollen glasfaserverstärkte Kunststoffrohre zum Einsatz kommen. Sie sind nicht nur leichter und haltbarer, durch den kleineren Rohraußendurchmesser kann auch die Breite der Rohrgräben geringer gehalten werden. Gebaut werde soll nicht in zwei zeitlich getrennten Abschnitten, sondern in zwei Losen gleichzeitig. Damit lasse sich die Bauzeit auf 20 Monate verkürzen, bei zwei Bauabschnitten verdopple sie sich. Die Grenze zwischen den beiden Losen liege an der Stefanienstraße, so Geschwill auf eine Frage aus dem Gemeinderat.
Die Kosten allerdings belaufen sich voraussichtlich auf über 4 Millionen Euro. Hier hakte Bürgermeister Ehrler ein, da ursprünglich nur 3 Mio. Eure vorgesehen waren. Geschwill begründete die höheren Kosten mit anderen Querschnitten, einem komplett neuen Fahrbahnoberbau in der Bahnhof und einer neuen Verschleißdecke in der Ettlinger Straße.
Bürgermeister Harald Ehrler ergänzte, dass an Mitteln im Haushalt 2002 insgesamt 200.000 Euro für die Planung bereitstehen. In der mittelfristigen Finanzplanung bis 2005 sei man bisher von 2,8 Mio. Euro ausgegangen. Es müssten also noch 1,2 Mio. Euro nachfinanziert werden. Schon deshalb rechtfertige sich der Antrag auf einen Landeszuschuss. Auf eine Frage aus dem Gemeinderat, erklärte der Bürgermeister, dass Beiträge für diesen Kanal von den Grundstückeigentümern nicht erhoben werden können.

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