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01.09.2002 Varieteabend im Kulturtreff

Simon Pierro verzauberte sein Publikum, Andy Gebhardt und Yana Kuehtze sorgten mit einer komischen Steppnummer für Heiterkeit.

Simon Pierro verzauberte sein Publikum, Andy Gebhardt und Yana Kuehtze sorgten mit einer komischen Steppnummer für Heiterkeit.

Variete auf hohem Niveau

In diesem Jahr zwei Abende im Kulturtreff

Bereits zum vierten Mal ging im Rahmen der Waldbronner Woche ein Varieteabend über die Bühne. Da er in den zurückliegenden Jahren gut eingeschlagen hat, setzte ihn Edmund Lauinger, bei der Gemeinde für die Planungen der Waldbronner Woche zuständig, gleich zweimal aufs Programm, und beide Abende waren nahezu ausverkauft. Organisiert wurde auch dieser Abend wie die vorhergehenden von dem gebürtigen Waldbronner Andy Gebhardt, der sein hohes Können als Jongleur demonstrierte, aber als "Assistent" von Yana Kuehtze und Max Nix auch bewies, dass er weit mehr beherrscht.
Dabei stand dieser Abend zunächst unter keinem guten Stern. Die ursprünglich angekündigte Exquilibristin Bernadette Deistler musste kurzfristig wegen einer Verletzung absagen. Andy Gebhardt gelang es aber, mit Annett Wiering mehr als vollwertigen Ersatz zu gewinnen. Doch davon später mehr!
Eröffnet wurde der Abend durch Max Nix, der gekonnt die Karikatur eines Ansagers und der Stimmungskanone alten Stils zeichnete. "Is ja der Hammer, Ihr seid ja gut drauf", lobte er ein ums andere Mal sein Publikum, das mit zunehmender Dauer des Abends seiner Art von Humor immer mehr abgewinnen konnte. Höhepunkte waren seine bewusst leicht zu durchschauenden "Zaubertricks", vor allem aber seine Hochradnummer zum Schluss – mit Beteiligung der Zuschauer.

Hervorragende Artistik zeigten beim Varieteabend im Rahmen der Waldbronner Woche (links) Annett Wiering, Yana Kuehtze und Max Nix.

Hervorragende Artistik zeigten beim Varieteabend im Rahmen der Waldbronner Woche (links) Annett Wiering, Yana Kuehtze und Max Nix

Mit Yana Kuehtze stellte sich in Waldbronn eine Bauchrednerin von hohen Graden vor. Ihr Zwiegespräch mit einer Überwachungskamera lebte von originellen Ideen und gekonnten Wortspielen, ehe die "liebeskranke" Kamera zum Trost von Klaus aus dem Publikum geküsst wurde. Ebenso gelungen Yanas zweiter Auftritt, in dem sie sich mit Natascha, einer umgestülpten Einkaufstasche unterhielt, die Schauspielerin werden will, aber nur für "tragende" Rollen.
Was sich alles mit einem Stuhl anstellen lässt, demonstrierte Annett Wiering den staunenden Zuschauern in ihrem ersten Programmteil. Nach der Pause zeigte sie Seilartistik, die sie bis knapp unter die Deckenbalken des Kulturtreff brachte. Lang anhaltender Beifall dankte der jungen Artistin für ihre gelungenen Leistungen.
Zaubereien leicht und locker präsentierte Simon Pierro, der zweite Waldbronner im Programm. Karten verschwanden und erschienen, ein verschluckter Luftballon kam in Form von Tischtennisbällen wieder zum Vorschein, leuchtende Kugeln verschwanden und tauchten wieder auf. Im zweiten Teil verblüffte Pierro seine Zuschauer mit einem schwebenden Papierstück und vor allem mit der poetischen Geschichte einer kleinen Chinesin.
Andy Gebhardt erwies sich bei seinem Auftritt als wahrer Herr der Stöcke. Dass er aber auch mehr kann, zeigte seine komische Steppnummer mit Yana Küehtze oder seine Assistententätigkeit für Max Nix. Insgesamt ein unterhaltsamer Abend, bei dem keiner der Zuschauer sein Kommen bereut haben dürfte.

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