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21.07.2002 6. Dorffest in Etzenrot

Heftig spritzte das Bier, als Bürgermeister Harald Ehrler das erste Fass anstach, assistiert von Egon Axtmann und Direktor Walter Braun. Mit drei Gewehrsalven eröffnete zuvor der Schützenverein Waldbronn das Dorffest am Samstag.

Heftig spritzte das Bier, als Bürgermeister Harald Ehrler das erste Fass anstach, assistiert von Egon Axtmann und Direktor Walter Braun. Mit drei Gewehrsalven eröffnete zuvor der Schützenverein Waldbronn das Dorffest am Samstag.

Beim Dorffest mit Wettergott im Bunde

Reger Betrieb an allen Ständen in Etzenrot

Auch im sechsten Anlauf bewies der kleinste Waldbronner Ortsteil mit seinem zweitägigen Dorffest, dass die Etzenroter zu feiern verstehen. Die Neuauflage des Etzenroter Dorffests, erstmals fand es zum 700-jährigen Dorfjubiläum Waldbronns im Jahr 1992 statt, kam bei der Bevölkerung aus Waldbronn und Umgebung wieder hervorragend an. Ziel war es damals, Alt- und Neubürger bei gemeinsamem Feiern einander näher zu bringen. Schon am Samstagnachmittag herrschte an den Buden und Ständen reger Betrieb und dieses Bild setzte sich über die gesamten zwei Tage fort, zumal Petrus es mit den Etzenrotern gut meinte und sonniges Wetter sandte.
Die Eröffnung, in deren Mittelpunkt der Fassanstich stand, markierte der Schützenverein mit einer Salve aus drei Gewehren. Musikalisch umrahmten der Gesangverein "Constantia" und der Musikverein "Harmonie" Etzenrot den Anfang des Dorffests. Egon Axtmann als Sprecher der Etzenroter Vereine begrüßte zuvörderst Karolina Ochs, die mit 100 Jahren älteste Einwohnerin Waldbronns, Bürgermeister Harald Ehrler und die Bundestagsabgeordneten Klaus Bühler, Axel Fischer und Jörg Tauss. Sein Dank ging an die Vereine für die Gestaltung des Dorffests, aber auch an die Anwohner von Hohberg- und Kirchstraße, die wieder ihre Höfe und Garagen für Vereinsstände geöffnet haben.
Etzenrot sei ein Ort der Rekorde, so Bürgermeister Harald Ehrler. Nicht nur die älteste Waldbronnerin wohne hier, Etzenrot war auch der erste Ortsteil mit blauen Laternen und am Tag des Dorffests konnten zwei neue Straßen eingeweiht werden. Der Bürgermeister hob die Aktivität der Bürger in Etzenrot hervor. Nach dem Fassanstich erhielt Karolina Ochs schon traditionell den ersten Krug Freibier.
Den Rahmen des Etzenroter Dorffests nutzte Waldbronns Bürgermeister auch, um den Früh-Defibrillator offiziell von der Gemeinde an das DRK Etzenrot zu übergeben. Beschafft hatte das rund 5.000 Euro teure Gerät die Gemeinde, die es jetzt in die Obhut der Etzenroter Rot–Kreuz-Gruppe gab, wie Bürgermeister Harald Ehrler bei der Übergabe betonte.
Waldbronns Bürgermeister hoffte, dass die beiden anderen Waldbronner DRK-Ortsvereine auch die Voraussetzungen schaffen können, um einen solchen Früh-Defibrillator einsetzen zu können. Er komme der Bevölkerung bei Notfällen zu Gute. DRK-Vorsitzender Georg Ultsch nannte bereits das nächste Ziel des Ortsvereins: für den Defibrillator solle ein Smart als Fahrzeug beschafft werden. Dafür werde in Kürze vom Ortsverein eine Spendenaktion gestartet. Etzenrots Bereitschaftsleiter Michael Ochs demonstrierte danach beim DRK-Stand an einer Übungspuppe die Einsatzmöglichkeiten des neuen Geräts.
Die beteiligten Vereine waren aber nicht nur aufs Verkaufen aus, was ja auch durchaus legitim ist, denn auch von diesen Einnahmen finanzieren die Vereine ihre vielfältigen Aufgaben bis hin zur Jugendarbeit. Jeder Stand wartete zumindest teilweise noch mit Sonderaktivitäten auf. So betrieb der Kindergarten einen Spielparcours, schminkte und hatte eine Bastelecke eingerichtet. Eine kleine Tierschau lockte manchen in den Hof bei den Kleintierzüchtern. Gleich daneben hatten Mitglieder des Obst- und Gartenbauverein mit einer Obst- und Gemüseausstellung die
Sitzgelegenheiten in ihrer Garageneinfahrt verschönt. Schräg gegenüber wartete der Musikverein "Harmonie" Etzenrot an seinem Stand mit viel Live - Musik auf und unterhielt nicht nur die Besucher an seinem, sondern auch an den benachbarten Ständen. Das Deutsche Rote Kreuz hatte eine Geräteschau organisiert. Die Freiwillige Feuerwehr machte mit einem Info - Stand auf ihre Arbeit aufmerksam und buk Flammkuchen.

Viel war auch für die Kinder geboten, derweil der Musikverein Harmonie Etzenrot die Gäste unterhielt.

Viel war auch für die Kinder geboten, derweil der Musikverein Harmonie Etzenrot die Gäste unterhielt

Die Katholische Kirchengemeinde hatte ein Cafe unter Sonnenschirmen auf einem Garagendach eingerichtet, während in der Garage darunter ein Flohmarkt lockte, dessen Erlös der Dritten Welt zugute kam. Fast schon am Ende der Straße hatte der Schützenverein Waldbronn eine Schießbude aufgebaut. Den Abschluss bildeten die Kulturfreunde Albgau mit ihrem Infostand und viel Live - Musik. Mit beteiligt am großen Fest waren auch die Waldschule, der TSV Etzenrot und die Aktionsgemeinschaft gegen den Mobilfunkturm in Etzenrot.
Am Sonntag begann das Dorffest mit einem ökumenischen Gottesdienst, den Pfarrerin Bettina Roller und Pfarrer Bernd Peisker gestalteten, der auch von vielen Waldbronnern gut besucht war. Mit Liedbeiträgen umrahmte der Gesangverein "Constantia" Etzenrot die kirchliche Feier, während der Musikverein "Harmonie" Etzenrot die gemeinsam gesungenen Lieder begleitete.
Auch auf der Bühne war ständig etwas los. Am Samstag erfreute die Ballettschule Bartelt mit Tänzen, die Waldschule mit Chorliedern und pantomimischen Darstellungen. Auch die DRK-Jugend war hier aktiv. Am Abend spielte das Millers Blues Orchestra zur Unterhaltung auf. Am Sonntag spielte der Musikverein "Harmonie" Etzenrot zum Frühschoppen und der Gesangverein "Constantia" Etzenrot brachte ein Ständchen. Der Rock'Roll-Club tanzte und auch die Jugend des Musikverein "Harmonie" Etzenrot ließ sich hören. Den Abschluss machte Arnold Kohler mit Oldies live.
Insgesamt herrschte buntes Treiben an den Ständen, die sich in der Kirchstraße und entlang der Hohbergstraße breit machten oder sich in einen der Höfe drückten. Aber auch manche Garage, mancher große Balkon wurde für diesen Zweck umfunktioniert, manch alter Stall hergerichtet. Dazu warteten die beteiligten Vereine mit einer breit gefächerten Speisekarte auf. Vor allen an den Ständen von Kindergarten und Waldschule waren auch abwechslungsreiche Spielmöglichkeiten für Kinder geschaffen.

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