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11.07.2002 Landesehrennadel für Margarethe Becker

Margarethe Becker wurde für ihr ehrenamtliches Engagement in den verschiedensten Bereich mit der Landesehrennadel ausgezeichnet, die ihr Bürgermeister Harald Ehrler überreichte.

Margarethe Becker wurde für ihr ehrenamtliches Engagement in den verschiedensten Bereich mit der Landesehrennadel ausgezeichnet, die ihr Bürgermeister Harald Ehrler überreichte.

Ehrenamtliches Engagement gewürdigt

Margarethe Becker erhielt Ehrennadel des Landes

Breit gefächert ist das Engagement, das Margarethe Becker zeigt. So war es kein Wunder, dass sie von ihren Mitstreitern für Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg vorgeschlagen wurde. Ihr Engagement erstreckt sich auf den kirchlichen, aber auch auf den Bereich von Vereinen, und von allen Seiten wurde der Antrag unterstützt. Die Verleihungsfeier im Rathaus wurde musikalisch umrahmt durch ein Gitarrentrio der Musikschule Waldbronn mit Armin Bitterwolf, Karl Heinz Dörr und Stefan Rupp.
Margarethe Becker versieht seit zehn Jahren in der katholischen Herz-Jesu-Pfarrei Etzenrot den Lektorendienst, für den gleichen Zeitraum ist sie für die Gestaltung der Kinder- und Jugendgottesdienste zuständig, übernahm aber auch in den zurückliegenden Jahre andere Aufgaben. Bei der katholischen Frauengemeinschaft in Etzenrot führt sie seit 30 Jahren die Kasse und gehört ebenso lange dem Leitungsteam an, elf Jahre davon zusätzlich als 1. Vorsitzende.
Ihr soziales Engagement kommt aber auch Menschen in Not zugute. So leitet Margarethe Becker seit 15 Jahren den Adventsbasar, dessen Erlöse der Kinderhilfe Bethlehem zufließen, außerdem führt sie Regie für den Kaffe- und Kuchenstand der Frauengemeinschaft bei den Etzenroter Dorffesten. Groß ist ihr Engagement auch innerhalb des Mutter-Teresa-Kreises, der jährlich allein von Etzenrot aus 120 Pakete in die Dritte Welt versendet. Und auch bei bisher 50 gepackten Containern legte Margarethe Becker zupackend mit Hand an, die in Hungergebiete Afrikas gingen.
Viel zu verdanken hat auch das Deutsche Rote Kreuz Etzenrot Margarethe Becker. Sie ist nicht nur seit 40 Jahren aktives Mitglied in der Bereitschaft, seit 20 Jahren ist sie auch als Bereitschaftsleiterin und Ausbilderin tätig. Um das Engagement der Geehrten abzurunden, singt sie seit 30 Jahren im katholischen Kirchenchor Reichenbach/Etzenrot und seit zehn Jahren zusätzlich im Gesangverein "Constantia" Etzenrot.
"Tue Gutes und rede darüber" sei nicht das Motto von Margarethe Becker, so Bürgermeister Harald Ehrler in seiner Laudatio, in der er das große Engagement Margarethe Beckers nochmals Revue passieren ließ. Für sie gelte eher: "Tue Gutes, tu es und rede nicht darüber". Der Bürgermeister erinnerte an 24 Personen, darunter zwei Frauen, die aus Waldbronn bisher mit der Landersehrennadel ausgezeichnet wurden. Die Verleihung der Ehrennadel des Landes durch Ministerpräsident Erwin Teufel sei auch Ausdruck der Würdigung für eine engagierte Persönlichkeit.
Diese Verleihung solle auch Ansporn für andere sein, zumal die öffentlichen Ehrenämter an Bedeutung verlieren, das Engagement zurückgehe. Deshalb sei seien solche Ehrungen sehr wichtig; um vor allem junge Menschen für diese Tätigkeiten zu gewinnen. Durch solche Vorbilder, so der Bürgermeister, werden Werte vermittelt. Für ihn sei es eine der schönsten Tätigkeiten, solche Ehrungen an Persönlichkeiten der Gemeinde zu verleihen.

Die Feier im Rathausfoyer wurde musiaklisch umrahmt durch (v.r.) Armin Bitterwolf, Karl Heinz Dörr und Stefan Rupp.

Die Feier im Rathausfoyer wurde musiaklisch umrahmt durch (v.r.) Armin Bitterwolf, Karl Heinz Dörr und Stefan Rupp

Dr. Hans Schweisthal arbeitete als ehemaliger Pfarrgemeinderatsvorsitzender in Etzenrot lange Jahre mit Margarethe Becker zusammen. Sie sei ein herausragendes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement. Nicht alle Orden geraten in die richtigen Hände, bei Margarethe Becker komme die Auszeichnung aber bei ihrem vielfach nachgewiesenen Engagement ohne Zweifel in die richtigen Hände. Sie mache auch kein Aufheben darum, sondern engagiere sich selbstlos.
Glückwünsche und Dank überachten Roswitha Bichler und Christa Grondinger für die katholischen Frauengemeinschaften Reichenbach und Etzenrot. Für den katholischen Kirchenchor sprach Dieter Kreutz Glückwünsche. Für das DRK dankte Vorsitzender Georg Ultsch.
Margarethe Becker hob hervor, dass diese Ehrung durch harte Leistung und Entbehrungen im familiären Umfeld bezahlt wurde. Ihre Vorbilder für die karitative Tätigkeit seien Mutter Teresa, aber auch die heute 90-jährige Ärztin Dr. Bayerl, die in Etzenrot gewirkt habe. Das Engagement habe sie stets aus der Überzeugung ihres Glaubens heraus geleistet. Sie machte aber auch deutlich, dass sie für die Zukunft keine weiteren Verpflichtungen mehr eingehen werde. Sie wolle jetzt einfach auch mehr Zeit haben für ihre Familie und vor allem für ihre Enkelkinder.

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