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08.07.2002 Anne-Frank-Schule in St-Gervais

Froh gestimmt von den vielen neuen Eindrücken waren die Viertklässler bei ihrem Besuch in der Waldbronner Partnergemeinde St. Gervais.

Froh gestimmt von den vielen neuen Eindrücken waren die Viertklässler bei ihrem Besuch in der Waldbronner Partnergemeinde St. Gervais.

Jugend wächst in die Partnerschaft hinein

Viertklässler der Anne-Frank-Schule in Saint-Gervais

Wieder einmal begaben sich 36 Schülerinnen und Schüler der beiden vierten Klassen der Anne-Frank-Schule mit acht Eltern als Begleitung unter der Leitung von Heide Müller und Lothar Appel auf große Fahrt. Mit diesem vierten Partnerschaftsbesuch in Saint Gervais konnten in den letzten sieben Jahren 174 Schüler der Anne-Frank-Schule und fast ungefähr ebenso viele Schüler aus St. Gervais bei Gegenbesuchen ihre jeweilige Partnergemeinde kennen lernen. Dies lässt hoffen, dass diese zur Zeit so lebendige Partnerschaft auch eine aussichtsreiche Zukunft hat.
Bei strahlendem Sonnenschein und ungewöhnlich warmen Temperaturen zeigte sich die Gebirgswelt um den Mont-Blanc von ihrer schönsten Seite. Schon die kurvenreiche Strecke über den Forclaz-Pass bei Martigny mit den vielen Wasserfällen, den blühenden Wiesen, dem Spielen an dem noch jungen Fluss Arve und natürlich mit dem ersten Blick auf das majestätische Mont-Blanc-Massiv löste größte Begeisterung aus.
Der warmherzige Empfang der französischen Freunde vom "Partnerschafts-Comite" und die ständige Begleitung vieler Mitglieder bei allen Aktivitäten ließen erst gar keine Scheu vor dem unbekannten Land aufkommen. Besonders oft begleiteten Helene Bouvier, die Initiatorin des ersten Partnerschaftsbesuchs in Waldbronn 1995, und Patrick Clevy vom Partnerschaftskomitee Saint-Gervais mit seiner Frau Veronique. Heimwehtränen hatten bei den Kindern keine Chance. Durch die außergewöhnlich gute Verpflegung im Familienhotel "Les Glycines", die mit "Raclette" am letzten Abend ihren kulinarischen Höhepunkt fand, hatten die Kinder keine Probleme, sich den französischen Essgepflogenheiten anzupassen.
Zum gegenseitigen Kennenlernen der französischen und der deutschen Schüler, einem der Hauptanliegen dieser Reise, kam es gleich an den beiden ersten Vormittagen. An der Grundschule sangen und spielten deutsche und französische Kinder jeweils ihre einstudierten Theaterstückchen und knüpften erste, noch schüchterne Kontakte. Am College "L'Assomption" boten kleine, gemeinsame Mannschaftsspiele Gelegenheit zur Kontaktaufnahme, die am Nachmittag bei einer Wanderung auf dem Bettex vertieft wurde.
Da während des gesamten Aufenthalts ein Bus mit einem geduldigen Chauffeur zur Verfügung stand, konnte neben der Erkundung von Saint-Gervais auch die weitere Umgebung entdeckt werden.
Warum Gletscher gefährlich sind, wer als erster den Mont Blanc bestieg, wozu früher Bernhardinerhunde benutzt wurden - das alles kann man die Schüler jetzt nach ihren Besichtigungen fragen. Höhepunkt war hierbei sicher die Fahrt mit der Zahnradbahn zum eindrucksvollen Gletschertal "Mer de Glace" innerhalb des Mont-Blanc-Massivs mit der Besichtigung der Eisgrotte und der Kristallausstellung.
Und das Klettern am Kletterfelsen mit Seil und Haken im Thermalpark unter Anleitung von zwei erfahrenen Bergführern - war das nur Spaß und Spiel? Hier waren ebenso Mut, Vertrauen auf den anderen und Selbstüberwindung gefragt. Und so mancher konnte am letzten Abend, der durch unsere französischen Freunde zu einem überschäumenden Fest wurde, mit Stolz von sich behaupten: "Ich hab's geschafft!"

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