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23.06.2002 Benefizkonzert des Kammerorchesters der Musikschule

Das Kammerorchester der Musikschule Waldbronn unter der Leitung von Toni Reichl mit den Solisten (v.li.vor dem Orchester) Thomas Schröckert (Violine), Ilona Steinheimer (Oboe) und Walter Mederus (Cello).

Das Kammerorchester der Musikschule Waldbronn unter der Leitung von Toni Reichl mit den Solisten (v.li.vor dem Orchester) Thomas Schröckert (Violine), Ilona Steinheimer (Oboe) und Walter Mederus (Cello).

Kammerorchester und Solisten brillierten

Werke aus Schweden und Wien kontrastierten

Einen festen Platz im kulturellen Leben Waldbronns hat sich das Kammerorchester der Musikschule Waldbronn erspielt. Zwei bis drei Mal jährlich tritt das Ensemble, das unter der Leitung von Toni Reichl steht, mit Konzerten an die Öffentlichkeit, mit deren Erlös immer die Arbeit von Einrichtungen aus dem sozialen Bereich unterstützt wird. So gingen vom jüngsten Konzert im evangelischen Gemeindezentrum 437,07 Euro an amnesty international.
Das Kammerorchester setzt sich zusammen aus musizierfreudigen Laien und Lehrern der Musikschule Waldbronn. Unter der engagierten Leitung Toni Reichls hat das Orchester mittlerweile einen hohen spieltechnischen Stand erreicht. Zum jetzigen Konzert begrüßte Musikschulleiter Armin Bitterwolf die Zuhörer, unter ihnen auch Bürgermeister Harald Ehrler und Frau.
Das jüngste Konzert wurde eröffnet mit der "Sinfonie Nr. 27 G-Dur" von Joseph Haydn. Noch zu den Frühwerken des Wiener Meisters zählend ist die dreisätzige Sinfonie noch stark unter dem Einfluss der "Mannheimer Schule" komponiert. Schon hier zeigte das Kammerorchester seine Qualitäten: ein transparentes und frisches Musizieren, bei dem die einzelnen Themen klar konturiert zu Tage traten, und zudem die Charakteristik der einzelnen Sätze gewahrt blieb.

Die Pastoral Suit für Flöte und Orchester markierte den Schlusspunkt des Konzerts. Den Solopart spielte Eberhard Wurst.

Die Pastoral Suit für Flöte und Orchester markierte den Schlusspunkt des Konzerts. Den Solopart spielte Eberhard Wurst

Musikalisch anspruchsvoll auch das zweite Werk, das "Konzert für Violine, Oboe, Violoncello und Orchester D-Dur" von Antonio Salieri. Hier bewiesen sich Toni Reichl und seine Musiker als aufmerksame Begleiter der Solisten Ilona Steinheimer (Oboe), Walter Mederus (Violoncello) und Thomas Schröckert (Violine). Beeindruckend waren hier einmal das Wechselspiel der Soloinstrumente untereinander und mit dem Orchester, zum anderen aber auch die Musikalität, mit der die drei Solisten ihre technisch anspruchsvollen Partien interpretierten.
Von Karl-Birger Blomdahl, einem 1968 verstorbenen schwedischen Komponisten, stammte das "Adagio aus der Theatermusik Nr. 1". Ebenfalls aus dem nordischen Raum kam das letzte Werk. Die "Pastoral Suite für Flöte und Streichorchester" von Gunnar de Frumerie, ein heiter ländliches Stück mit den Motiven alter Tänze. Den Solopart spielte Eberhard Wurst, Lehrer an der Waldbronner Musikschule, mit technischer Brillanz und bestechender Musikalität. Mit seinem weichen Ton gelang ihm die Differenzierung der einzelnen Sätze hervorragend. Zu einem Höhepunkt gestaltet sich dann nochmals der furiose der Schlusssatz.
Nach diesem mehr als gelungenen Konzert dankte lang anhaltender Beifall der zahlreichen Zuhörer allen Mitwirkenden. Sie statteten ihren Dank mit einer Zugabe ab: dem "Ungarischen Tanz Nr. 5" von Johannes Brahms.

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