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24.09.2002 Erika Krüger in China

 Kampf mit dem steinernen Drachen

Erika Krüger beim Marathon auf der Chinesischen Mauer

Erika Krüger im Ziel

 

 

Erika Krüger beim Zielleinlauf zum 7. Internationalen Marathon auf der Chinesischen Mauer.

Auf einen außergewöhnlichen Marathonlauf bereitete sich Erika Krüger vom TSV Reichenbach mit der Beteiligung an leichten Bergläufen in Klingenmünster, Bischweier und am Hornisgrinde-Halbmarathon vor, die sie stets mit Klassensiegen beendete.

Ende August gehörte sie dann zu der streng limitierten Zahl von 80 Läuferinnen und Läufern aus mehreren Nationen, die an einem der härtesten und ausgefallensten Rennen der Welt teilnehmen durften. Der Startschuss für die 42,195 km-Route fiel 120 km von Peking entfernt. Zu laufen war ein vier Runden Kurse zwischen Jin Shaling und Simatai, Orte, die den schönsten und teilweise noch gut erhaltenen Mauerabschnitt aus der Ming-Zeit begrenzen und inmitten eines grandiosen Bergpanoramas in 1.100 m Höhe liegen.

Zu der hohen Luftfeuchtigkeit und Temperaturen über 36 Grad galt es noch fast 60.000 Stufen mit einem Trittunterschied zwischen 7 cm bis zu 60 cm zu bewältigen. Zusätzlich dazu waren auf der Gesamtstrecke 1.500 m Höhenunterschied zu überwinden. Rhythmisches Laufen war bei diesen unterschiedlichen Anforderungen nicht möglich. Es gab keine ebene Strecke, die länger als 20 m war. Alle 500 m mussten sich die Läuferinnen und Läufer, und unter ihnen auch Erika Krüger, über enge hohe Treppen, oder fast schon schlangengleich durch niedrige Fenster der dunklen Wachtürme kämpfen. Gefährlich waren zudem die steilen Abstiege auf dem zerfallenden, rutschigen Untergrund. So war es keine Überraschung, dass die trittsicheren Schweizer und Österreicher ganz vorne landeten.

Erika Krüger zeigte sich als älteste Teilnehmerin dieser Herausforderung an Kondition, Durchhaltevermögen und unerbittlicher Härte zu sich selbst gewachsen und belegte bei 13 Teilnehmerinnen einen bewundernswerten 4. Platz in der Frauen-Gesamtwertung mit einer Zeit von 5:02:,0 Stunden. Sie blieb damit nur knapp 30 Minuten unter der Gesamtzeit der Schweizer Top-Siegerin.

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