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15.06.2002 Schülerkonzert zum Deutschen Musikschultag

Ihre Zuhörer aus der Reserve lockte die Rockband der Musikschule Waldbronn mit (v.l.) Julian Anderer, Constantin Leue, Benjamin Reich, Matthias Merkle und Alan Jones.

Ihre Zuhörer aus der Reserve lockte die Rockband der Musikschule Waldbronn mit (v.l.) Julian Anderer, Constantin Leue, Benjamin Reich, Matthias Merkle und Alan Jones.

Blues auf drei Blockflöten

Rock, Pop und Jazz prägten Konzert zum Deutschen Musikschultag

Ein Schülerkonzert bildete den Beitrag der Musikschule Waldbronn zum Deutschen Musikschultag, der alle drei Jahre stattfindet, wie Waldbronns Musikschulleiter Armin Bitterwolf bei seinen Grußworten erläuterte. Die Musikschulen sind dabei bundesweit aufgerufen, mit Konzerten und Aktionen auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen.
Im intimen Rahmen des Musikzimmers in der Gemeindebücherei hatte die Musikschule Waldbronn zu einem Schülerkonzert eingeladen, das zeigte, dass an den Musikschulen nicht nur die klassische Musik gepflegt wird. Von Rock, Pop und Jazz war das Programm geprägt, um zu zeigen, dass auch diese Musikrichtungen an den Musikschulen ihren legitimen Platz haben. Das Ergebnis jedenfalls konnte sich hören lassen und machte neugierig auf hoffentlich weitere Begegnungen mit den jungen Künstlern.

Chansons interpretierte Sandine Lannaud, am Klavier begleitet von Christian Backof.

Chansons interpretierte Sandine Lannaud, am Klavier begleitet von Christian Backof

Und gleich die Eröffnung war vielversprechend: aus der Gesangsklasse von Roswitha Sicca brachten die Zwillinge Isabella und Jacquelina Volmerhausen mit "Haily holy Queen" und "I will follow him" zwei Titel aus "Sister Act" zu Gehör und nahmen durch ihre frische und gekonnte Interpretation die überwiegend jugendlichen Zuhörer schnell für sich ein. Am Klavier wurden sie von Christian Backof begleitet.
Dass mit Blockflöten auch Blues gespielt werden kann, und das stilgerecht und mehr als gekonnt, bewiesen Christina Nass (Bassblockflöte), Angelika Schenk (Tenorblockflöte) und Sandro Eramo (Altblockflöte) aus der Klasse von Ulrich Enters mit dem "Bye, bye Blues".
Vier Chansons interpretierte danach Sandrine Lannaud, ebenfalls eine Schülerin von Roswitha Sicca, auch ihr war Christian Backof am Klivier ein einmfühlsamer Begleiter. Drei davon kamen aus Frankreich, dem Mutterland dieser Kunstgattung. "Milord" von Moustaki und Monnot, gefolgt von "Mon histoire" und "J'avais reve", beide von Boublil und Schönberg wurden von den jungen Sängerin gekonnt interpretiert. Aus dem englischen Sprachraum stammte mit "Saving all my love for you" von Goffin und Masser das vierte Lied, wobei es Sandrine Lannaud verstand, jedem dieser kleinen musikalischen Kostbarkeiten seine eigene Charakteristik zu geben.
Den Abschluss machte die Rockband der Musikschule, die unter der Leitung von Karl-Heinz Dörr steht. Die fünf Musiker, Julian Anderer und Matthias Merkle (Gitarre), Alan Jones (Bass), Constantin Leue (Drums) und Benjamin Reich (Vocal) ließen die Melodien grooven und rissen die Zuhörer mit ihrer Spielfreude mit. Dabei war ihr Musizieren immer transparent, die Melodie- und Rhythmuslinien der einzelnen Instrumente waren klar herausgearbeitet. Ihre Titel "Walking by myself" von Gary Moore, "Inside us all" von Creed, "Heaven" von Tendencies, "It's been while" von Staind, "Californication" von Red Hot Chili Peppers und schließlich "Basketcase" von Grenn day lockten die Zuhörer aus der Reserve, die schließlich mit Nachdruck eine Zugabe forderten, die mit "Walking by myself" auch bereitwillig gewährt wurde.

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