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30.04.2002 1. Waldbronner Umwelttag

Regierungspräsidentin Gerlinde Hämmerle lässt sich von Bürgermeister Harald Ehrler Kochen mit Solarenergie erläutern. Auch Rinaldo hatte bei seinen Energiezaubereien viele interessierte Zuschauer.

Regierungspräsidentin Gerlinde Hämmerle lässt sich von Bürgermeister Harald Ehrler Kochen mit Solarenergie erläutern. Auch Rinaldo hatte bei seinen Energiezaubereien viele interessierte Zuschauer

Waldbronn setzt auf Energie der Sonne

Solaranlage auf der albtherme in Betrieb genommen
Zahlreiche Aktivitäten beim 1. Umwelttag

Die Inbetriebnahme der Solaranlage auf der albtherme nutzte Waldbronn zu seinem 1. Umwelttag, der ganz im Zeichen der Sonne stand. Dem Motto "Regenerative Energien für eine saubere Umwelt" entsprechend hatte die Gemeinde ein breites Angebot zusammengetragen, das von vielen Waldbronnern und zahlreichen Schulklassen genutzt wurde. Allein über 200 Schüler der Waldbronner Schulen kamen an diesem Tag zum Rathaus.
Regierungspräsidentin Gerlinde Hämmerle, die am Nachmittag die Solaranlage auf der albtherme, die zweitgrößte ihrer Art in Deutschland, wie Bürgermeister Harald Ehrler stolz betonte, und die Fotovoltaikanlage auf dem Rathausdach einweihte, sah denn auch "sonnige Zeiten" für die Albtalgemeinde heraufziehen. Die Schirmherrin dieses Tages sah es als eine "lebensnotwendige Aufgabe, sich mit neuen Umwelttechniken zu beschäftigen. Ich bin stolz auf diese Gemeinde und ihren mutigen Gemeinderat!" fügte sie angesichts der Waldbronner Aktivitäten hinzu und beglückwünschte Bürgermeister und Gemeinderat zu "dieser Pionierleistung".
Eröffnet wurde der Umwelttag durch Bürgermeister Harald Ehrler im Foyer des Rathauses. Er hob besonders die aktive Rolle der EnBW hervor, die maßgeblich zum Gelingen dieses Tages beigetragen habe und stellte die in Waldbronn inzwischen verwirklichten Objekte vor. Regen Zuspruch fand dann im Zelt vor dem Rathaus der "Energie-Jongleur" Rinaldo mit seinen Kunststücken. Mit Spannung verfolgt wurden auch die Solar-Experimente von Prof. Dr. Vanoli im Bürgersaal des Rathauses. Auf dem Marktplatz und vor der albtherme waren Fahrzeuge mit Solar- und Elektroantrieb zu besichtigen und auch die Regierungspräsidentin ließ sich am Mittag in einem solchen Auto vom Bürgermeister von der albtherme zum Rathaus chauffieren. Umweltspiele, ein Solarcafe mit Speisen und Getränken –frischer Kaffee wurde mit Sonnenenergie aufgebrüht-, Informationsstände der EnBW und von Herstellern verschiedener Umwelttechniken ergänzten das informative Angebot.
Am Nachmittag wurde dann durch die Regierungspräsidentin die Solaranlage auf der albtherme offiziell in Betrieb genommen. Bei seinen Grußworten wies Waldbronns Bürgermeister auch auf die kürzlich installierte Anlage zur Rückgewinnung von Wärme aus dem Abwasser hin. Zusammen mit der Fotovoltaikanlage, bei der sich die Bürger mit Anteilen einkaufen konnten, bringen diese Maßnahmen Waldbronn auf dem Weg zu einer "Solar Kommune" ein gut Stück voran, erklärte der Bürgermeister stolz und zufrieden.
Die solar-unterstützte Becken- und Duschwassererwärmung auf der albtherme ist ein Teil des Bundesforschungsprojekts "Solarthermie 2000", mit dem diese Technik weiter entwickelt und bekannt gemacht werden soll. Für die Gemeinde war die Aufnahme in dieses Programm ein Glücksfall, den 70 Prozent der 160.000 Euro teuren Anlage werden vom Bund übernommen. Die Kosten für die Messtechnik und die Forschungsbegleitung durch die Fachhochschule Offenburg übernimmt der Bund komplett, wie Dipl. Ing. Reiner Croy ausführte, der im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie die Förderanträge prüft. Mit dieser Anlage, so Planer Klaus Lakner, lassen sich beachtliche Energieeinsparungen erzielen. Das 234 qm große Kollektorfeld produziert rund 125.000 Kilowattstunden. Damit werden über 10.000 Kubikmeter Brennstoffe eingespart und der Kohlenstoffdioxid-Ausstoß um 21 Tonnen verringert, alles immer pro Jahr.
Dass sich mit der Sonne aber nicht nur Badewasser erwärmen lässt, wurde anschaulich demonstriert. Vor der albtherme war ein Solarkochfeld in Stellung gegangen. Dabei bündeln viele Spiegel die Sonnenenergie und leiten sie direkt auf den Boden eines Kochtopfs. Regierungspräsidentin Gerlinde Hämmerle nutzte auch die Gelegenheit, sich mit der Drehleiter der Karlsbader Feuerwehr einen Überblick aus luftiger Höhe über die Solaranlage auf der albtherme und die Fotovoltaikanlage auf dem Rathausdach zu verschaffen. Als Informant und "Begleitschutz" hatte sie Bürgermeister Harald Ehrler an ihrer Seite.
Nach der Fahrt im Solarfahrzeug konnte der Bürgermeister vor dem Rathaus auch MdB Jörg Tauss begrüßen. Die Regierungspräsidentin nannte es ein Erlebnis, in einem Solarfahrzeug zu fahren. Anschließend übergab Bürgermeister Harald Ehrler die Urkunden an die Bürger, die sich an der Fotovoltaikanlage beteiligt haben.

Vor dem Rathaus waren zahlreiche umweltfreundliche Fahrzeuge ausgestellt. Umweltexperimente zeigte Prof. Dr. Vanoli im Bürgersaal des Rathauses.

Vor dem Rathaus waren zahlreiche umweltfreundliche Fahrzeuge ausgestellt. Umweltexperimente zeigte Prof. Dr. Vanoli im Bürgersaal des Rathauses

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