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26.05.2002 Primiz in St. Wendelin Reichenbach

Beim Auszug aus der Kirche (linkes Bild) und Pater Stefan Johannes Köhler beim Einzug in seine Heimatpfarrkirche St. Wendelin Reichenbach.

Beim Auszug aus der Kirche (linkes Bild) und Pater Stefan Johannes Köhler beim Einzug in seine Heimatpfarrkirche St. Wendelin Reichenbach.

Heimatprimiz von Pater Stefan Johannes Köhler

Feierliche Messe in St. Wendelin Reichenbach

Pater Stefan Johannes Köhler aus Reichenbach war der vierte Neupriester innerhalb zweier Jahre, der in einer der drei Waldbronner Pfarreien Primiz feiern konnte. Nach Oliver Becker im vergangenen Jahr in Busenbach ist es der zweite Primiziant, der der "Gemeinschaft der Seligpreisungen" angehört.
Diese Gemeinschaft wurde 1973 in Frankreich gegründet. Sie umfasst Gläubige aller Lebensstände: Ledige, Ehepaare und Familien, zölibatär lebende Brüder und Schwestern, Diakone und Priester. Stefan Köhler studierte nach dem Abitur zunächst Physik in Karlsruhe und den Vereinigten Staaten. Das Studium schloss er mit einem Master-Diplom ab. In den USA lernte er die Botschaften von Medjugorje kennen. 1988, nach seiner Berufung zum Priester, führte ihn sein Weg über die bayerischen Kapuziner zum Priesterseminar der Diözese Eichstätt. Nach einem Pfarreipraktikum in Nürnberg trat Stefan Köhler 1995 in die "Gemeinschaft der Seligpreisungen" ein, die er durch einen Gebetskreis in Waldbronn kennen gelernt hatte.
Nach zwei Jahren in einem Haus der Gemeinschaft in Österreich absolvierte er ein weiterführendes Theologiestudium in Toulouse. Seit September 2000 lebt er in Warstein, wo er in seiner Gemeinschaft im Bereich der Ausbildung, der geistlichen Begleitung, der Liturgie und der Gefangenenbetreuung tätig ist. Nach der Weihe zum Diakon im Dezember 2000 durch Bischof Heinz Josef Algermissen wurde er am 12. Mai 2002 durch den Erzbischof von Albi, Pierre-Marie Carré in der Klosterkirche der Gemeinschaft in Toulouse-Blagnac zum Priester geweiht.

Grüße und Glückwünsche der Gemeinde Waldbronn überbrachte Bürgermeisterstellvertreter Helmut Völkle, rechts dahinter Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hubert Kuderer (linkes Bild). Eine Hostienschale, die hier Pfarrer Greulich hochhält, war das Geschenk der P

Grüße und Glückwünsche der Gemeinde Waldbronn überbrachte Bürgermeisterstellvertreter Helmut Völkle, rechts dahinter Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hubert Kuderer (linkes Bild). Eine Hostienschale, die hier Pfarrer Greulich hochhält, war das Geschenk der Pfarrgemeinde

Begleitet von den Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine und unter den Klängen des Musikverein "Lyra" Reichenbach zog Pater Stefan am Dreifaltigkeitssonntag in die Pfarrkirche St. Wendelin Reichenbach gemeinsam mit Ehrenbürger Pfarrer i.R. Ernst Kneis, den Pfarrern Joachim Greulich, Bernd Peisker, Franz Bastian, Thorsten Becker und Pater Oliver Becker sowie Diakon Peter Stengel, beide von der "Gemeinschaft der Seligpreisungen", zu seiner Heimatprimiz ein. Der Primizgottesdienst wurde mitgestaltet durch den Kirchenchor Reichenbach-Etzenrot unter Michael Hilschmann mit der "Missa secunda in A-Dur" von Hans Leo Hassler, der Männerschola unter Willi Becker, dem Organisten Harald Fritz sowie Catherine Tetzlaff (Querflöte) und Joachim Föhrenbacher (Trompete).
Die Primizpredigt hielt Pfarrer Bernd Peisker, der an das Fest der Hl. Dreifaltigkeit anknüpfte, an dem Stefan Köhler in seiner Heimatpfarrei Primiz feiere. Der Mensch könne heute erschreckend viel, wirklich Fruchtbringendes aber könne er durch das Wirken des Heiligen Geistes. Er interpretierte das Dienstamt des Priesters als Gnadengabe und Ausdruck der Gemeinschaft. Glaube könne nur durch den Priester als Menschen vermittelt werden. Dieser Dienst erfordere die ganze Person. Ein Priester heute müsse sich als Begleiter des Menschen auf dessen persönlichem Glaubensweg verstehen. Bei diesem Auftrag müsse er aber von der Gemeinschaft der Gemeinde mitgetragen werden. Im Spannungsfeld zwischen dem Gehorsam zu Christus und einer eher glaubensfeindlichen Welt müsse der Priester ohne Anpassung an den Zeitgeist einen Weg der Mitte gehen.
An den Primizgottesdienst schloss sich ein Empfang im Pfarrhof an, der vom Gemischte Chor des Gesangverein "Concordia" Reichenbach unter der Stabführung von Hans Jürgen Isele und vom Musikverein "Lyra" Reichenbach unter Jochen Mareth musikalisch umrahmt wurde.
Eine Primiz zu feiern sei für eine Pfarrgemeinde ein besonderes Ereignis, leitete Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hubert Kuderer seine Grußworte ein. Alle seien aufgerufen, ein Klima in der Pfarrgemeinde zu schaffen, in dem sich geistliche Berufe entwickeln könnten. In seine Grußworte schloss Kuderer die gesamte Pfarrgemeinde, die örtlichen Vereine und die Waldbronner Ehrenbürger Pfarrer i.R. Ernst Kneis und Bürgermeister i.R. Martin Altenbach ein. Für die Pfarrgemeinde überreichte er gemeinsam mit Pfarrer Greulich dem Primizianten eine Kommunionschale, die im Rahmen der Priesterweihe durch den Erzbischof von Albi gesegnet wurde.
Für die politische Gemeinde überbrachte Bürgermeisterstellvertreter Helmut Völkle die Grüße. Er wünschte Stefan Köhler Mut und Kraft für ein segensreiches Wirken im Weinberg des Herrn. Den offiziellen Teil des Empfangs schloss der Primiziant mit Dankesworten an alle, die zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben.

 

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