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04.05.2002 Feuerwehr Waldbronn: Fahrzeugweihe und Jahreshauptversammlung

Bei Fahrzeugweihe und Schüsselübergabe (v.l.) Abteilungskommandant Klaus Pukowski (Etzenrot), Gesamtkommandant Peter Weißenborn, Bürgermeister Harald Ehrler , Pfarrer Bernd Peisker und Abteilungskommandant Dieter Rädle (Busenbach).

Bei Fahrzeugweihe und Schüsselübergabe (v.l.) Abteilungskommandant Klaus Pukowski (Etzenrot), Gesamtkommandant Peter Weißenborn, Bürgermeister Harald Ehrler , Pfarrer Bernd Peisker und Abteilungskommandant Dieter Rädle (Busenbach).

Zahl der Einsätze hat sich verdoppelt

Waldbronner Wehr hielt Rückblick bei Jahreshauptversammlung

Starke Jugendfeuerwehr in Waldbronn

Es ist kein alltäglicher Vorgang, dass eine Feuerwehr gleich zwei Fahrzeuge einweihen kann", so Waldbronns Kommandant Peter Weißenborn bei der Weihe der beiden neuen Mannschaftstransportwagen (MTW) der Waldbronner Wehr, die bei strömenden Regen unter das Vordach des Pfarrheims Busenbach verlegt wurde. Beschafft wurden die Fahrzeuge auf der Basis der Feuerwehrkonzeption der Gemeinde. Ihre Standorte werden sie bei den Abteilungen in Busenbach und Etzenrot finden.
Die Übergabe und Weihe von MTWs sei zwar nicht so spektakulär wie die eines Löschfahrzeugs, blickte Bürgermeister Harald Ehrler in die Zukunft, denn für die Abteilung Reichenbach stehen im Haushalt der Gemeinde die Mittel für ein LF 16 bereit, was noch fehle, sei die Zusagendes Landeszuschusses. Ein MTW, so Bürgermeister Ehrler, sei aber ein Fahrzeug, das zunehmend wichtiger und bei jedem Einsatz gebraucht werde. Gedacht seien sie auch für den Alltagsbetrieb. Ehrler freute sich, dass der Gemeinderat trotz der knappen Finanzen die Kosten für beide Fahrzeuge in den Haushaltsplan einstellte.
Nach dem kirchlichen Segen durch Pfarrer Bernd Peisker, der diese Weihe verstanden wissen wollte "als Fürbitte für die Menschen, die mit diesen Fahrzeugen umgehen", übergab Bürgermeister Harald Ehrler die Schlüssel der beiden Fahrzeuge an Ortskommandant Peter Weißenborn, der sie umgehend an die zuständigen Abteilungskommandanten Dieter Rädle (Busenbach) und Klaus Pukowski (Etzenrot) weitergab.
Im Anschluss an die Fahrzeugweihe fand die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Waldbronn statt, die auf ein einsatzreiches Jahr zurückblicken konnte. 163 Einsätze waren zu bewältigen, fast doppelt so viel wie im Jahr 2000. Mit 123 Aktiven konnte der Personalstand gehalten werden, die Jugendwehr legte um sieben Mitglieder zu.
Ortskommandant Peter Weißenborn ging in seinem Bericht im Beisein von Bürgermeister Harald Ehrler und dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Frank Jahraus zunächst auf die Einsätze ein, die sich in 19 Brandeinsätze, 79 Hilfeleistungen wie Wasser, Ölspuren oder Sturm- und Schneebruch, und 65 sonstige Einsätze, hier bedeuteten die 51 Sicherheitswachdienste mit 630 Stunden den absoluten Schwerpunkt, aufgliederten. Für die regelmäßigen Unterrichte und Übungen wandten die Aktiven rund 121.000 Stunden auf.
Die aktive Wehr, so informierte der Ortskommandant, umfasse derzeit 123 Mitglieder, darunter zwei Frauen, das Durchschnittsalter liege bei 32 Jahren. Die Jugendwehr hat 73 Mitglieder, darunter 15 Mädchen, und in der Alters- und Ehrenabteilung sind 31 ehemalige Feuerwehrleute. Bei den Beschaffungen stehen 19 digitale Meldeempfänger, zunächst wurde die Führungsgruppe damit ausgerüstet, neue Atemschutz- und Funkgeräte, ein Hochdrucklüfter und ein "Octopus" zur Sicherung des Fahrer- und Beifahrerairbags an der Spitze. Auch einer der zuvor offiziell übergebenen MTW wurde bereits im vergangenen Jahr beschafft.
Die Unterbringung in den Gerätehäusern sei optimal. In Etzenrot werden in Kürze vor allem die sanitären Einrichtungen überholt, die entsprechenden Planungen liefen. Insgesamt zog Weißenborn ein positives Fazit. Die Waldbronner Wehr sei auf dem Werg von drei Abteilungen zu einer Gesamtwehr ein gut Stück vorangekommen.
Schriftführer Ralf Anderer berichtete über die fünf Verwaltungssitzungen, in denen es auch um die Alarm- und Ausrückordnung ging. Außerdem wurden während der Nachtstunden kritische Punkte in Waldbronn abgefahren. Dabei zeigte sich, dass an manchen Stellen für die Einsatzfahrzeuge der Wehr kein Durchkommen besteht.
Von den 73 Mitgliedern der Jugendwehr sind, so Jugendwart Georg Blöth, 18 in der Abteilung Busenbach, in Etzenrot 34 und in Reichenbach 21. Ausgebildet werden sie in wöchentlich bis vierzehntägigen Einheiten. Ihren Ausbildungsstand habe die Jugend bei einer Übung in Reichenbach demonstriert. Um den Zusammenhalt zwischen den Abteilungen zu stärken, findet in diesem Jahr ein gemeinsamer Segeltörn in Holland statt.
Den Kassenbericht erstattete Kassier Thomas Becker. Karsten Martin wurde zum Löschmeister, Hubert Anderer, Thomas Becker, Thorsten Huck und Klaus Pukowski zu Brandmeistern befördert.
"Waldbronn zieht an einem Strang", resümierte Bürgermeister Harald Ehrler. Die gute Arbeit der Wehr veranlasste den Gemeinderat auch, bei den Haushaltsberatungen die Anforderungen der Wehr ungekürzt passieren zu lassen, zumal sie in der Vergangenheit mit den öffentlichen Geldern sorgsam umgegangen sei. Baumaßnahmen, so der Bürgermeister weiter, stehen in Etzenrot und Busenbach an, hier ist eine Garage für das neue MTW notwendig. Ganz oben auf der Prioritätenliste stehe aber das neue LF 16 für die Abteilung Reichenbach, das ein altes Fahrzeug ersetzen soll. Hier warte man nur noch auf die Zuschusszusage des Landes. Waldbronns Wehr, so Ehrler abschließend, zeichnen sich durch eine starke Jugend, eine zahlenmäßig große aktive Wehr und eine starke Alterswehr aus.
Frank Jahraus, stellvertretender Kreisbrandmeister, hob hervor, dass beide MTWs ohne Zuschuss beschafft wurden. Er hob vor allem auf die gute Ausbildungsarbeit und die Integration zu einer Feuerwehr Waldbronn ab. Feuerwehrtechnische Fragen ergänzten seine Ausführungen.

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