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25.04.2002 Ausstellung im Rathaus: Minimal Art von WARTH

Helmut P. Weste alias WARTH mit Eva Moll, die in das Werk des Malers einführte.

Helmut P. Weste alias WARTH mit Eva Moll, die in das Werk des Malers einführte

Minimal Art im neuen Rathaus

Bilder von WARTH mit Lust an Formen und Farben

"Kunst und Kultur gehören in eine Gemeinde und ein Rathaus", stellte Waldbronns Bürgermeister Harald Ehrler bei der jüngsten Eröffnung der Ausstellung fest. Mit den Bildern von WARTH, hinter dem Künstlernamen verbirgt sich der Waldbronner Maler Helmut P. Weste, wird erstmals eine Einzelausstellung im Rathaus gezeigt, wo seit der Eröffnung nach der Sanierung regelmäßig Bilder von Waldbronner Künstlern, aber auch von Malern aus der Partnergemeinde Esternay gezeigt wurden.
Die Vernissage zur Ausstellung "Minimal Art – 1995 – 2002 wurde musikalisch umrahmt von Kathrin Kümmel von der Musikschule Waldbronn mit zwei Violinkonzerten von Johann Sebastian Bach. Ausgestellt sind insgesamt 33 Werke von WARTH, die auf alle drei Etagen des Rathauses verteilt sind.
Helmut P. Weste, seit 1979 Waldbronner, hast sein Atelier in der Fabrik in Neurod. Er male aus Leidenschaft, so der Bürgermeister, von dem auch die Initiative zu dieser Ausstellung ausging. Was ihn an den Bildern faszinierte, sei die vorherrschende Farbe "Rot", die eine ungeheure Energie ausstrahle.
In das Werk von WARTH führte Eva Moll ein. Die absolute Reduktion in Form und Farbe lasse den Betrachter nicht mehr los und setze subjektive Emotionen frei, getreu dem Motto von WARTH: "Kunst liegt immer im Betrachter". "Wie kommt es, dass ein rotes Dreieck zur Kunst wird?", fragte Eva Moll und zeichnete dann die Entwicklung der Kunstrichtung "Bild als Bild" bis hin zur "Minimal Art" nach, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreiche. Seit dem 20. Jahrhundert seien Farbe und Form autonome Gestaltungsmittel, die als Eigenwerte für sich stehen. So hätten Rot, Weiß und Schwarz für WARTH jeweils eine spezifische Symbolkraft.
WARTHs Bilder stehen in der Tradition der amerikanischen Expressionisten. Als beispiele führte sie eine Serie von Arbeiten an, in der immer wieder ein gleichschenkliges Dreieck mit Quadratformen in neue, spannungsvolle Beziehungen trete.
WARTHs Bilder haben etwas mit sinnlichem Genuss zu tun. "Vielleicht", so Eva Moll, "werden Sie ja von der Farbe gepackt, wie es Paul Klee vor fast genau 100 Jahren in sein Tagebuch eintrug: Die Farbe hat mich. Ich brauche nicht nach ihr zu haschen. Sie hat mich für immer und weiß das. Das ist der glücklichen Stunde Sinn: Ich und die Farbe sind eins."
Helmut P. Weste dankte zum Schluss Bürgermeister Harald Ehrler für die Möglichkeit, im Rathaus ausstellen zu können. "Ich strebe die letzten möglichen Bilder an. Dazu bedarf es eigentlich keiner Worte", so Helmut P. Weste zu seinen Werken und fügte gleichsam als Credo noch an: "Wenn die Kunst uns berührt, bringt sie uns ins Leben zurück."
Die Ausstellung im Waldbronner Rathaus ist zu sehen bis 31. Mai 2002. Sie ist Montag bis Mittwoch von 9 bis 17 Uhr, Donnerstag von 9 bis 18 Uhr und Freitag von 9 bis 13 Uhr zu sehen.

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