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03.10.2014 Besuch in Stadtilm

Festigung der Partnerschaft mit Stadtilm

Beim Besuch der Oldtimersammlung, die in der Scheune eines Bauernhofes untergebracht ist.


Die Maueröffnung jährt sich in diesem Jahr zum 25.Mal und aus diesem Grund reiste eine Waldbronner Reisegruppe unter Leitung von Marianne und Hermann Müller in die Partnergemeinde Stadtilm in Thüringen. Schon im August hatten Mitglieder der Waldbronner Feuerwehr und  Bikefahrer des MSC mit Bürgermeister Franz Masino anlässlich des 40. Marktfestes Stadtilm besucht.
Auf der Hinfahrt besichtigte die Gruppe bei strahlendem Herbstwetter die berühmte Wartburg. Die interessante Geschichte dieser Burg wurde den Besuchern in einer Führung erklärt: die wegen ihrer karikativen Arbeit bekannte Elisabeth von Thüringen lebte in dieser weitläufigen Burganlage. Aber auch der wegen seiner Reformationsgedanken geächtete Martin Luther lebte für einige Monate als Junker Jörg getarnt auf der Wartburg, wo er mit der Übersetzung des Neuen Testaments ins Deutsche die wichtigste Grundlage für eine einheitliche deutsche Schriftsprache schuf. Auf einem riesigen Gemälde wird in dem in Renovierung befindlichen Festsaal auf den sagenhaften „Sängerkrieg“ der Minnesänger im Jahre 1190 hingewiesen, den auch Richard Wagner in seiner Oper „Tannhäuser“ musikalisch verarbeitete. Mit dem Burschenschaftstreffen der Studenten im Oktober 1817 wurde auf der Wartburg der Grundstein für ein einheitliches Deutschland gelegt und die erste Fahne in unseren Nationalfarben Schwarz-Rot-Gold getragen.

Eine große Gruppe feierte den Jahrestag der Maueröffnung.

Etwas verspätet erreichten die Waldbronner Stadtilm, wo sie schon sehnsüchtig von  Mitgliedern des Freundeskreises erwartet wurden. Ein gemeinsamer Abend mit über 70 Gästen beschloss den ersten Tag. Stadtrat Dirk Schreiber in Vertretung von Bürgermeister Lars Petermann begrüßte die Gäste und hieß sie herzlich willkommen. Gudrun Baer, die Vorsitzende des Freundskreises Stadtilm-Waldbronn von Stadtilm wies in ihrer Ansprache auf die über 12jährigen intensiven Beziehungen zwischen den beiden Gemeinden hin, die 2008 mit der offiziellen Partnerschaft besiegelt wurden. Marianne Müller bedankte sich für die außerordentliche Gastfreundschaft des Stadtilmer Freundeskreises, für die Organisation des Besuches und für das informative und interessante Programm des kommenden Tages.
Neben dem Besuch der Oldtimersammlung des Stadtilmer Hobbyrestaurators Horst Wessel von alten Zweirädern und Automobilen, die zu DDR-Zeiten hergestellt wurden, organisierten die Gastgeber auch eine Führung durch die alte Universitätsstadt Jena, in der Carl Zeiss Mitte des 19.Jahrhunderts seine berühmte optische Industrie aufbaute. Eine kurze Besichtigung der napoleonischen Schlachtfelder bei Jena und Auerstedt, auf denen tausende Soldaten 1806 ihr Leben verloren, beendete den zweiten geschichtsträchtigen Tag.

Beim Empfang (v.li.): Gudrun Baer (Stadtim), Hermann Müller (Waldbronn), Rowitha Rickroth (Stadtilm), Dirk Schreiber (Stadtrat von Stadtilm) und Marianne Müller (Waldbronn).

Für die Heimreise hatten sich Marianne und Hermann Müller besondere Besuchshighlights überlegt, am Vormittag eine Führung durch die altehrwürdige Handelsstadt Erfurt, Thüringens Hauptstadt und Sitz der Landesregierung. Das Besuchsprogramm wurde auf der Heimreise mit einer Besichtigungstour durch die berühmten Wintersportanlagen von Oberhof, an der auch Stadtilmer Freunde teilnahmen, beendet.
Ein kurzweiliges, vielfältiges und kulinarisches Wochenende ging für alle an der Partnerschaft Beteiligten viel zu schnell zu Ende. Der Abschied von Thüringen fiel allen sichtlich schwer. Wir freuen uns auf den Gegenbesuch aus Stadtilm im nächsten Jahr zum Kurparkfest.

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