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19.09.2014 Mundart und Musik

"Mundart und Musik" für Hospiz Arista

"Mundart und Musik" war ein Abend zu Gunsten des Hospizes Arista überschrieben mit (v.li.) Ulrike Vogel, Petra Sieb-Puchelt, Hannah Puchelt und Sven Puchelt.


Ein "Heimspiel" für die Waldbronner Mundartautorin Ulrike Vogel nannte Helma Hofmeister, Mitglied im Vorstand des Fördervereins Hospiz Arista, den über zweistündigen Abend. Sein Erlös, bei freiem Eintritt wurde um Spenden gebeten, floss dem Förderverein des Hospizes zu. Grußworte sprach zu Beginn Bürgermeister Franz Masino, der für diesen Abend den Bürgersaal im Rathaus geöffnet hatte.
"Mundart und Musik" war die Lesung überschrieben. Zu den Texten von Ulrike Vogel steuerten Petra Sieb-Puchelt (Diatonisches Akkordeon), Hannah Puchelt (Dudelsack) und Sven Puchelt (Hackbrett und Gitarre) Musik aus ganz Europa bei, deren Rhythmus manchen dazu verleitete, den Takt mit den Füßen mitzuwippen. Mit zwei Balladen, die zu den Beiträgen von Vogel korrespondierten, trug Sven Puchelt zum Gelingen bei.
Gekommen waren an diesem Abend viele Freunde und Familienangehörige von Ulrike Vogel, aber auch Fans ihrer Geschichten aus den umliegenden Orten bis hin nach Karlsruhe. So fiel schon die Begrüßung fast familiär aus: "Ich sag Ihr, mit den meisten bin ich ja sowieso per Du!" Die Busenbacherin ist vielen bekannt durch ihre Satiren in den BNN und wurde 2007 und 2011 mit dem Mundartpreis "de gnitze Griffel" des Arbeitskreises Heimatpflege ausgezeichnet.
Unter das Thema ihres Sabbatjahres und den Wiedereinstieg in ihren Beruf als Lehrerin hatte Vogel ihre Lesung gestellt und dazu viele persönlich gehaltene Geschichten ausgewählt. Zum Schmunzeln regten die Zuhörer die äußerst unterschiedlichen Reaktionen ihrer Familie, sie war zum großen Teil im Saal, auf die Ankündigung ihres Sabbatjahres an. Ob es sich um ihre eigenen Pläne für dieses Jahr drehte -"barfuß de ganze Tag im Haus rumlaufe und de Gummibaum abstaube"-, ob ihr Mann Reisepläne schmiedete oder sie bereits im Voraus für Taxidienste in Beschlag genommen wurde, es endete im Seufzer "ein vielversprechender Gedanke, dass ich in zwei Jahren in Ruhe weiterschaffe kann".
Aber auch die Fortbildungsveranstaltungen zum Wiedereinstieg wurden humorvoll kritisch mit der Feststellung beleuchtet: "Ich hab e Menge Leut kenneglernt, aber glernt hab ich nix!" Wichtiger sei gewesen, dass die Teilnahme in ihrem "Portfolio" abgeheftet war.
Die Geschichten, neue und bereits veröffentlichte, zeigten Vogels Meisterschaft im genauen Beobachten. Dabei sind ihre Schilderungen immer liebevoll und wirken nie verletzend. Lang anhaltender Beifall dankte Ulrike Vogel und der Familie Puchelt für einen humorvoll besinnlichen Abend.
Bürgermeister Franz Masino nutzte die Gelegenheit, um Helma Hofmeister vom Förderverein des Hospizes Arista die Spende zu überreichen, die am Tag zuvor bei der "Ice Bucket Challenge" zusammengekommen war. Hofmeister bedankte sich bei den Ausführenden des Abends für das Programm und bei allen Zuhörern für ihr Kommen, die sich vor und nach der Lesung sowie in der Pause bei Getränken erfrischen und mit Snacks stärken konnten, die die Waldbronner Bäckerei Nußbaumer gespendet hatte.

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