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16.04.2002 Wärmerückgewinnung in der Albtherme

In Betrieb ging inzwischen die Wärmerückgewinnungsanlage in der albtherme. Bürgermeister Harald Ehrler (rechts) ließ sich jetzt vor Ort vom Geschäftsführer Hagen Krohn (Mitte) von der RVB GmbH und der technische Leiter für die albtherme Hartmut Karle über

In Betrieb ging inzwischen die Wärmerückgewinnungsanlage in der albtherme. Bürgermeister Harald Ehrler (rechts) ließ sich jetzt vor Ort vom Geschäftsführer Hagen Krohn (Mitte) von der RVB GmbH und der technische Leiter für die albtherme Hartmut Karle über die Wirkungsweise der Anlage informieren.

Energie aus Abwasser

Einsatz einer innovativen Technik in der Albtherme Waldbronn

In Betrieb gegangen ist inzwischen die Abwasserwärmerückgewinnungsanlage in der Waldbronner albtherme. Aus diesem Grund ließ sich jetzt Bürgermeister und Kurdirektor Harald Ehrler vor Ort über die Wirkungsweise der Anlage informieren. Die fachlöichen Erläuterungen gaben dazu Geschäftsführer Hagen Krohn von der investierenden Firma RVB GmbH und Hartmut Karle, der technische Leiter der albtherme bei der Kurverwaltung Waldbronn.
"Wer hätte daran gedacht, aus Schmutzwasser die Restwärme wiederzugewinnen und damit das Frischwasser aufzuwärmen", beschreibt Dipl. -Ing. Hagen Krohn, Geschäftsführer der Firma RVB GmbH (Karlsruhe), das System Fercher; dessen Grundgedanke einfach, dafür aber um so effizienter ist: Abwasser gibt seine Restwärme in einem Wärmetauscher an zu fließendes Frischwasser ab, das dadurch vorgewärmt in einen Pufferspeicher gelangt.
Für den Einsatz dieser innovativen Technik hat sich die albtherme Waldbronn entschieden. Bislang war es so, dass das gebrauchte Abwasser durch den Abfluss; verschwand, die vorhandene Restwärme verloren ging. "An diesem Punkt eine Änderung herbeizuführen" , darin waren sich Hartmut Karle ( Techn. Leiter albtherme Waldbronn ) und Hagen Krohn einig und die Idee des Einsatzes eines Abwasserwärmetauschers war geboren.
Der aus Edelstahl gefertigte und korrosions- sowie säurebeständige Abwasserwärmetauscher wird vor dem Abfluss montiert. Über die Wärmetauscherplatte der Anlage rinnt der dünne Abwasserfilm und gibt seine Wärmeenergie an das im Gegenstrom durch flachgepresste Rohre fließende Frischwasser ab. Im Normalfall gelangt Frischwasser mit etwa acht Grad Celsius in den Boiler und muss entsprechend erwärmt werden. Bei Verwendung dieses Wärmetauschers erreicht es einen dem Boiler vorgeschalteten Pufferspeicher mit einer Temperatur, die eine Energieeinsparung bis zu 30 Prozent erlaubt.
Der Verschmutzungsgrad des Abwassers spielt keine Rolle. Ein eingebautes Sprühsystem sorgt regelmäßig für die Reinigung der Anlage, die auch in ein bestehendes Abwassersystem eingebaut werden kann, wie es in Waldbronn der Fall ist.
Dieses "Energie - Recycling" findet dort am häufigsten Anwendung, wo viel warmes Abwasser anfällt, wie in Hotelbetrieben, Altersheimen, Großküchen oder aktuell in der albtherme Waldbronn mit einem jährlichen Gesamtwasserverbrauch von 40.000 cbm bzw. 142 Liter pro Badegast.
Nicht nur der Gedanke an den Einsatz einer weiteren innovativen Technik in der albtherme erfreute Bürgermeister Harald Ehrler, sondern auch die Tatsache, dass mit dem Wärmetauscher jährlich rund 35.000 kWh eingespart werden, was dem Energiebedarf eines Einfamilienhauses entspricht. In Waldbronn wird auch ein Dienstleistungsmodell zum Einsatz kommen. Die Anlage wird von der RVB GmbH eingebaut und betrieben, die Erträge aus der Wärmerückgewinnung werden zu 70 Prozent an die RVB GmbH ausbezahlt und 30 Prozent behält die Kurverwaltungsgesellschaft mbH ein. Nach Beendigung der Einbauphase zum Jahreswechsel 2001/2002 und ersten positiven Ergebnissen hat Bürgermeister und Kurdirektor Harald Ehrler die Anlage nun in Betrieb genommen.

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