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08.07.2014 Bücherbox auf dem Monmouthplatz

Rote Telefonzelle ist jetzt Bücherbox

Über eine bereits gut gefüllte Bücherbox freuen sich (v.l.) Ute Peters, Elisabeth Jäger, Heide Frank und Bürgermeister Franz Masino.


In den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts brachte die Waldbronner Partnergemeinde Monmouth eine englische Telefonzelle als Geschenk mit in die Albtalgemeinde. Sie fand ihren Platz beim alten Rathaus Reichenbach und der Platz wurde 2003 auch auf Monmouth-Platz getauft. Die Telekom ihrerseits rüstete die englische Telefonzelle so aus, dass von dort Gespräche geführt werden konnten.
Mit der weiten Verbreitung der Handys gingen aber Telefonzellen immer weiter zurück. Schließlich ereilte es auch das englische Telefonhäuschen. Der Umsatz brach laut Telekom zuletzt auf weniger als einen Euro im Monat ein. Die Telekommunikationsanlagen wurden ausgebaut und das rote Häuschen war ohne Funktion.
Gemeinsam mit dem Club der Monmouthfreunde überlegte man, wie der Fortbestand der roten Telefonzelle gesichert werden kann. Die Idee kam von Elisabeth Jäger, einer Waldbronner Neubürgerin. Die Zelle wurde zur ersten Bücherbox in Waldbronn umgerüstet. Ein frischer roter Anstrich und ein Regal im Innern war alles, was getan werden musste. Allerdings war beim neuen Anstrich der Maler der Gemeinde schier am Verzweifeln, als er dem Häuschen eine graue Grundierung verpasste. "Halt! Falsche Farbe!" war mehr als einmal zu hören und der Maler musste geduldig erklären, dass über die Grundierung selbstverständlich wieder der rote Grundanstrich kommt.
Schon kurz nach Bekanntwerden wurden auch die ersten Bücher eingestellt. Nun kann jeder aus diesem "öffentlichen Bücherschrank", wie Bürgermeister Franz Masino bei der offiziellen Übergabe sagte, Bücher entnehmen oder auch selbst Bücher einstellen, um sie anderen Lesern anzubieten. Kostenlos, anonym und ohne jegliche Formalitäten könnten hier Bücher eingestellt oder entnommen werden. Ob der Interessent die entnommenen Bücher zurückbringt oder behält, entscheidet er selbst. Wichtig sei für die "öffentlichen Bücherschränke", dass sie zentral an Orten liegen, die dazu noch leicht erreichbar sind."Vorbeikommen, schauen, und wenn ein Buch gefällt, mitnehmen!" laute das Motto. Auch für den Rathausmarkt, blickte der Bürgermeister in die Zukunft, sei eine Bücherbox angedacht.
Betreut wird die Bücherbox von Elisabeth Jäger, Ute Peters und Heide Frank vom Club der Monmouthfreunde. Sie schauen als "Bücherbox-Paten" immer wieder nach dem Rechten.

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