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19.05.2014 Schulvereinbarung unterzeichnet

Waldbronn und Karlsbad unterzeichnen Vereinbarung für geplante Gemeinschaftsschule

Die Bürgermeister Franz Masino (Waldbronn) und Rudi Knodel (Karlsbad) unterzeichneten die öffentlich-rechtliche Vereinbarung zur geplanten Gemeinschaftsschule.

Die Freude war den Bürgermeistern Rudi Knodel (Karlsbad) und Franz Masino (Waldbronn) ins Gesicht geschrieben, als sie jetzt im Waldbronner Rathaus eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung zur geplanten gemeinsamen Gemeinschaftsschule unterschrieben. Bis spätestens 1. Juni muss der offizielle Antrag beim Staatlichen Schulamt Karlsruhe gestellt sein. Anfang 2015 rechnen die Bürgermeister mit der Bekanntgabe der Entscheidung durch das Regierungspräsidium Karlsruhe. Wenn alles glatt geht, kann die Gemeinschaftsschule mit Schuljahresbeginn 2015/2016 starten. Im April gaben beide Gemeinderatsgremien grünes Licht für den Entwurf zu der jetzt unterschriebenen Vereinbarung. Auch das Staatliche Schulamt brachte sich in das Verfahren ein. „Die Gemeinschaftsschule war schon eine Weile Thema für die Gemeinde Waldbronn. Der Wegfall der Grundschulempfehlung hat dieses Thema nach vorne gebracht“, sagte Masino. Nachdem man erkannt habe, dass die baulichen Maßnahmen für eine Gemeinschaftsschule in Waldbronn sehr teuer geworden wären, sei man auf die Nachbargemeinde zugekommen. Ziel war, sich in dieser Frage zu verständigen. „Trotz eines weinenden Auges für uns ist die interkommunale Zusammenarbeit mit Karlsbad sehr gut gelaufen. Das ist Schulentwicklung vor Ort“, betonte Masino abschließend. Bürgermeister Rudi Knodel blickte kurz in die Historie zurück. Karlsbad habe bei der Diskussion zur Schulentwicklung zunächst attestiert bekommen, dass man mit den jetzigen Strukturen auf dem richtigen Weg sei. Danach sei das Thema Gemeinschaftsschule in der Karlsbader Politik angekommen. „Zu dem Zeitpunkt der Kontaktaufnahme mit Waldbronn hätte ich mir mehr klare Vorgaben für eine regionale Schulentwicklung seitens des Landes gewünscht“, meinte Knodel kritisch. „Ich schaue jetzt jedoch auf die neue Entwicklung in der Schullandschaft und ermuntere die Eltern, mitzumachen“. Dank gebühre vor allem Ulrike Frank, der Leiterin der Werkrealschule Karlsbad, und ihrem engagierten Team und allen Beteiligten auf beiden Seiten der Gemeinden, die den Weg in Richtung Gemeinschaftsschule unterstützen bzw. unterstützt haben. In Zukunft wolle man stufenweise weiter in den Ausbau der Schule Geld investieren.
Inhalte der Vereinbarung und Investitionen
Die jetzt unterzeichnete Vereinbarung regelt vor allem folgende wichtige Punkte: Schulträger, Wechselzeitpunkt, Überleitung und Verteilung der Sachkostenbeiträge, Verpflichtung zur Aufgabenübernahme, Ausschluss von Personalübernahme/ Auflösung der bestehenden Schulen sowie Investitionen. Die Übernahme der Schulträgerschaft hat seitens der Gemeinde Karlsbad bis dato Investitionen in Höhe von rund 188.000 Euro für ein Lernatelier, eine strukturierte Verkabelung und die Ausstattung der EDV  ausgelöst. „Mit dem Bekenntnis zur Gemeinschaftsschule setzen wir auf eine leistungsstarke und dauerhafte Schulentwicklung“ betonten die beiden Bürgermeister beim Unterschriftstermin.
Beweggründe für Gemeinschaftsschulantrag
Die Werkrealschule der Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule in Waldbronn hat deutlich rückläufige Schülerzahlen. Auch die Schülerzahlen der Karlsbader Werkrealschule sind rückläufig. Die vom Kultusministerium Baden-Württemberg vorgegebene kleinste Schülereinheit der Eingangsklassen zum Erhalt einer solchen ist in Waldbronn, sowie absehbar in Karlsbad, nicht mehr gegeben. Von einem Anstieg der Schülerzahlen kann nicht mehr ausgegangen werden. Insbesondere die demographische Entwicklung in den Gemeinden macht eine regionale Schulentwicklung notwendig. Ziel dabei ist es, allen Schülerinnen und Schülern möglichst nah am Wohnort den gewünschten und individuell passenden Bildungsabschluss zu ermöglichen. Angestrebt wird im allgemein bildenden Bereich ein Zwei-Säulen System mit einerseits dem Gymnasium und andererseits einem integrativen Bildungsweg, der sich aus den übrigen Schulen entwickelt. Das Schulzentrum in Karlsbad- Langensteinbach ist schon jetzt als Schulstandort mit derzeit allen weiterführenden drei Schularten (Gymnasium, Realschule, Werkrealschule) gut aufgestellt und verkehrsmäßig günstig zu erreichen.
Text und Foto: Gemeinde Karlsbad

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