Herzlich Willkommen.
Sie sind Besucher Nr.:
11.731.763

Volltextsuche



 

10.04.2014 Neuer Glockenstuhl in Reichenbach

An Ostern läuten die Glocken wieder

Bis vor wenigen Tagen stand vor dem Hauptportal der Reichenbacher Pfarrkirche ein Gerüst. Die Kirche war während dieser Zeit nur über die Seiteneingänge erreichbar.

Bei der letzten Glockeninspektion wurden erhebliche Schäden am Glockenstuhl und an den Verankerungen des Glockenturms am Mauerwerk festgestellt. Aus sicherheitstechnischen Gründen konnten deshalb die Glocken in den letzten Monaten nicht in vollem Umfang geläutet werden. Bei den jetzt begonnenen Maßnahmen wird der schadhafte stählerne Glockenstuhl abgebaut und durch einem Holzglockenstuhl ersetzt. Der statische Unterbau mit den Auflagern muss  erneuert bzw. ausgebessert werden. Dafür wurde an der Turmseite über dem Hauptportal ein Gerüst für den Materialtransport gestellt. Die Glocken bleiben erhalten, müssen aber für eine Übergangszeit abgehängt und an der Turmdecke geparkt werden. Aus diesem Grund werden während der Bauphase weder die Glocken läuten, noch die Kirchturmuhr mit dem Schlagwerk wird funktionieren. Ebenfalls müssen die Schallläden, das sind die hölzernen Lamellen an den vier Turmseiten, erneuert werden.
Der zeitliche Rahmen für die gesamte Baumaßnahme erstreckt sich bis Ostern. Während der Bautätigkeit musste aus Sicherheitsgründen der Bereich um das Hauptportal abgesperrt werden.
Die Arbeiten am Glockenstuhl der Pfarrkirche gingen planmäßig voran, auch wenn gelegentlich der Eindruck entstehen konnte, dass sich an manchen Tagen nichts tat. Die Zwangspausen waren eingeplant und auch notwendig, um beispielsweise nach der Verankerung der Auflager im Mauerwerk oder dem Einbau der Tragbalken für den Glockenstuhl die entsprechenden Ausmauerungen ausreichend abbinden zu lassen.

Eingebaut wurde ein neuer Glockenstuhl
aus massiven Eichenbalken.

Der aus massivem Eichenholz aufgebaute Glockenstuhl ist nun fertiggestellt und die Glocken sind mit ihren Jochen in die vorgesehenen Positionen eingehängt. Es fehlen jetzt nur noch die Montage der Antriebe und die elektrischen Anschlüsse. Diese werden in den nächsten Tagen fertiggestellt. Die Bauleitung versichert, dass alles nach Plan läuft und dass  die Baumaßnahme an Ostern beendet sein wird. Die Glocken werden, abgesehen von Probeläufen, in der Osternacht zum ersten Mal wieder läuten.  Auch die Uhren und das Schlagwerk werden dann wieder funktionieren.
Aufgrund aktueller Vorschriften gibt es einige Änderungen an der Ausführung der Schallläden - das sind die Lamellen an den Öffnungen auf den vier Seiten des Turmes. Wegen der flacheren Anstellwinkel der Lamellenbretter beziehungsweise der Größe der Schallaustrittsschlitze verhält sich die Schallausbreitung anders, so dass in unmittelbarer Umgebung der Kirchen das Geläut gegenüber früher unterschiedlich wahrgenommen wird. Die Ausbreitung des Schalls wird insgesamt gedämpft und richtungsmäßig mehr in die Ferne getragen anstatt wie bisher steil nach unten geleitet.
Die Kosten für diese Baumaßnahmen sind auf ca. 145.000 Euro veranschlagt. Ein Teil der Kosten wird die Pfarrgemeinde als Zuschuss vom Ordinariat der Erzdiözese erhalten. Den Rest muss sie selbst finanzieren. Hierfür sind neben den Entnahmen aus Rücklagen, der Aufnahme von Darlehen und den Erlösen aus den Veranstaltungen im Jubiläumsjahr, auch Spendenaufrufe und Sonderkollekten vorgesehen. Um den Finanzierungsanteil der Pfarrgemeinde an den Gesamtkosten aufbringen zu können, wird wir nach der Osternachtfeier eine Türkollekte durchgeführt. Spenden können auch auf das Konto der Kirchengemeinde (Konto-Nr. 970 22 37, BLZ 660 912 00, bei der Volksbank Ettlingen) unter dem Kennwort „Glockenstuhl“ einbezahlt werden. Eine Spendenbescheinigung kann ausgestellt werden.

[<< Übersicht]