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02.02.2014 Klaviermatinee der Musikschule

Klaviermatinee mit Katja Polyakova

Katja Polyakova gestaltete die Klaviermatinee mit Werken von Beethoven, Schumann und Rachmaninov.


Eine Klaviermatinee gestaltete Katja Polyakova in einer Veranstaltung der Musikschule Waldbronn im Kulturtreff. Verdient war der gute Besuch, den das Konzert der jungen Pianistin fand, die an der Musikschule Waldbronn als Lehrerin tätig ist. "Mit Auszeichnung" hat sie an der Musikhochschule Karlsruhe bei Kristian Nyquist ihr Master-Diplom in Cembalo und Fortepiano abgelegt und absolviert derzeit noch ein Zusatzstudium in Hammerklavier am Mozarteum Salzburg.
Für die Matinee hatte sie Werke von Beethoven, Schumann und Rachmaninow ausgesucht. Die einzelnen Stücke sagte sie jeweils erläuternd in ihrer sympathischen Art an. Nach wenigen Takten aber wurde klar, dass ihre hervorragende Technik Katja Polyakova befähigt, den Charakter der einzelnen Stücke klar herauszuarbeiten.
Mit Sieben Bagatellen, Op. 33, von Ludwig van Beethoven eröffnete die junge Pianistin die Matinee. 1802 vollendet sind sie typisch für den frühen Beethoven-Stil. Es sind kleine Stücke unterschiedlichsten Charakters, die Polyakova mit Einfühlungsvermögen und ihrer hervorragenden Technik zu kleinen Meisterwerken formt.
Die "Waldszenen", Op. 82, von Robert Schumann sind ein aus neun Klavierstücken bestehender Zyklus von Robert Schumann, der in den Jahren 1848 und 1849 entstand. Besondere Berühmtheit erlangte das Stück "Vogel als Prophet", das als Prüfstein pianistischer Anschlagskunst im Konzertsaal gilt. Zupackend, aber auch romantisch verträumt oder geheimnisvoll gestaltete Polyakova diesen kleinen Zyklus.
An den Schluss des Programms hatte sie von Sergei Rachmaninov drei Präludien aus seinem Op. 33 gestellt. Sie eröffnete mit dem Präludium G-Dur, das an eine romantisch-nostalgische Nocturne denken lässt und setzte dem das Präludium Nr. 10 in h-Moll, eines der düsteren Momente im ganzen Opus entgegen. Die Klage, zunächst sanft angestimmt, wird zunehmend tragischer, vor allem durch die furios gespielten Fortissimi Akkorde im mittleren Teil. Als dritten Teil hatte die Pianistin das Präludium in gis-Moll gewählt. Für den lang anhaltenden Beifall bedankte sie sich mit der virtuosen Etude Nr. 4 von Frederic Chopin, bei dem Katja Polyakova nochmals ihr ganzes Können zeigen konnte und sogar Bravo-Rufe erntete.

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