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07.12.2013 Theaterabend des GV Busenbach

Graf Poldi's letzter Coup waren viele Lacher

Turbulent ging es zu bei Graf Poldi's letztem Coup mit (v.li.) Michael Heider, Daniel Bauer, Pascal Kiefer (halb verdeckt), Hubert Vogel, Michaela Vogel, Johanna Henke, Helga Müller und Ralf Bauer.

Theater und Ehrungen standen beim Gesangverein "Freundschaft" Busenbach wie in jedem Jahr in der Vorweihnachtszeit auf dem Programm. Den ersten Teil des Abends gestaltete in diesem Jahr der Männerchor unter der Leitung von Matthias Hammerschmitt mit weihnachtlichen Weisen. In seinen Auftritt waren die Ehrungen langjähriger Mitglieder integriert. Für Heiterkeit sorgte anschließend die Theatergruppe mit einem gelungenen Schwank. Unter den zahlreichen Zuschauern konnte Vorsitzender Martin Vogel auch Waldbronns Bürgermeister Franz Masino und Franz Becker als Vertreter des Badischen Chorverbands, Gruppe Albtal begrüßen.

Ehrungen beim Gesangverein "Freundschaft" Busenbach: (v.li.) Vorsitzender Martin Vogel, Franz Becker (Badischer Chorverband Gruppe Albtal), Werner Scherer 75 Jahre aktiv), Emil Vogel und Bernd Vogel (beide 40 Jahre aktiv).

Geehrt wurden drei aktive Sänger des Busenbacher Gesangvereins. Franz Becker übergab dabei im Auftrag des Badischen Chorverbands an Werner Scherer und Bernd Vogel für 40 Jahre aktives Singen im Chor die Ehrennadel in Gold und Busenbachs Vorsitzender Martin Vogel ernannte beide zu Ehrenmitgliedern. Für 75 Jahre als aktiver Sänger erhielt Emil Vogel Plakette und Urkunde des Badischen Chorverbands. Vogel war auch zehn Jahre als zweiter Vorsitzender im Gesangverein Busenbach aktiv, wie der aktuelle Vorsitzende anerkennend hervorhob.
Danach gehörte die Bühne der Theatergruppe, die unter der Regie von Ralf Bauer den Dreiakter "Graf Poldi's letzter Coup" auf die Bühne stellte und schnell die Zuschauer im Saal auf ihrer Seite hatte. Der Schwank von Erich Koch lebt sehr stark vom Wortwitz, den die Akteure mit ihrem temporeichen Spiel sehr gut über die Rampe brachten und schnell die Lacher auf ihrer Seite hatten.

Ernste Gespräche wegen Graf Poldi mit (v.li.) Michael Heider, Daniel Bauer und Helga Müller.

Eine der Stärken der Busenbacher Theatergruppe ist die typgenaue Darstellung der Personen. Daniel Bauer glänzte dabei als Pensionswirt Walter Wimmer und sein Auftritt in Frauenkleidern als "Waltine" war eine urkomische Nummer. Seine Ehefrau Gabi, treffend dargestellt von Johanna Henke, hatte anfangs Stress mit ihrem "geliebten" Ehemann und ihr "Ich reg mich net uff!" sorgte zu Recht Heiterkeit. Mit der Nachbarin Lore Geizfrei, hier hatte Helga Müller wieder eine Paraderolle gefunden. Beide erlagen dem Charme des Grafen Poldi, den Ralf Bauer als aalglatten, aber doch charmanten Verführer spielte, dem es letztlich aber nur ums Geld ging und beide Damen vertrauten ihm sogar eine größere Summe an.

Graf Poldi kommt bei den Damen an: (v.li.) Johanna Henke, Ralf Bauer und Helga Müller.

Dass daraus kein größerer Schaden entstand und sich letztlich noch alles zum Guten wendete, war Opa zu verdanken, mit dem Hubert Vogel eine weitere Glanzrolle seiner 20-jährigen Karriere beim Theater der "Freundschaft" Busenbach hinzufügte. Wie er den scheinbar trotteligen Alten spielte, dem die Räucherkammer und sein Schnaps über alles gingen, war einfach gekonnt. Verführerisch und sexy gab Michaela Vogel die Mausi aus der Roten Laterne, die sich nicht nur als braves Mädchen entpuppte, sondern auch als ein früheres Opfer des vermeintlichen Grafen, der sie ebenfalls um ihr Geld gebracht hatte. Unsterblich verliebte sie sich in Olli, den Sohn von Gabi und Walter, dem Pascal Kiefer gekonnt aufmüpfig-verliebtes Profil gab. Bleibt bei den Darstellern noch Michael Heider, auch er wie Pascal Kiefer neu in der Gruppe und beide eine Bereicherung, der Lores Ehemann Oskar in Männer wie in Frauenkleidern gekonnt proträtierte.
Unterstützung bekamen die Akteure durch Arno Neumaier als Souffleur, für das Bühnenbild war Bernd Vogel verantwortlich, für den guten Ton sorgte Wolfgang Höfele und die Maske stammte von Hair Artists in Reichenbach. Lang anhaltender Beifall dankte den Akteuren am Schluss des Abends.

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