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30.11.2013 Casa Rosa Maria Honduras

Kinderhaus Rosa Maria Honduras

Nun ist der Container doch noch im Kinderhaus angekommen

Erika B. Anderer bei ihrem Besuch in Honduras mit den Erstklässlern der Schule.


Im September flogen Erika B. Anderer und ihr Enkel Florian nach Honduras, um im Kinderhaus den im August auf den langen Weg gebrachten Schiffscontainer in Empfang zu nehmen und die ca. 16 Tonnen Hilfsgüter an die Bedürftigen zu verteilen.( Wir berichteten im September). Leider kam es ganz anders. Pünktlich traf der Container im Hafen Porto Cortes ein. Damit begann eine lange, aufregende Zeit, in der Rosemarie Blattner, die Vorort das Hilfsprojektprojekt leitet, zahlreiche Formulare ausfüllen und persönlich, in Begleitung eines Anwalts, mehrfach bei unzähligen Institutionen vorstellig werden musste. Die korrupten Behörden haben das Auslösen des Containers sehr schwer gemacht und die Kosten unglaublich in die Höhe getrieben. Die täglichen Versprechen, den Container in Kürze zu  erhalten zogen sich über 5 Wochen hin. Von Seiten der Regierung war keine Hilfe zu erwarten. Selbst der deutsche Botschafter, den Erika B. Anderer aufsuchte, sah keine Möglichkeit zu helfen. Nun geht es an die Verteilung der Hilfsgüter. Diese kann nur unter Polizeischutz vorgenommen werden. Alles andere ist zu gefährlich. Aufgrund der hohen Kosten wird der Verein leider vorerst keine Hilfsgüter mehr senden können. Die Hilfe muss durch finanzielle Unterstützung gewährleistet werden.

Fröhliche Kinder vor dem Kinderhaus.

Die Not im Land ist unbeschreiblich. Viele Menschen haben kein Dach über dem Kopf. Armut, Hunger, Kriminalität mit sehr hoher Mordrate und Korruption sind an der Tagesordnung. Es fehlt an allem, insbesondere an Medikamenten. Deshalb musste auch eine 33-jährige Lehrerin (Kinder 2 und 10 Jahre) unserer Schule sterben; es gab kein Insulin. Umso unverständlicher ist die Verzögerung der Herausgabe des Containers, in dem sich viele lebensrettende Medikamente und  Lebensmittel befanden.
Das Kinderhaus und die angeschlossenen Schulen sind ein Lichtblick. Die Kinder haben ein Dach über dem Kopf, ein richtiges Bett und etwas zu essen. Sie erhalten neben Geborgenheit, Zuneigung, Anerkennung und Liebe  etwas ebenso Wichtiges – Bildung - als Rüstzeug für ein selbstbestimmtes Leben in Würde. Sie alle lernen sehr fleißig und sind dankbar für die Chance, die sie durch das Projekt und die Hilfe aus Deutschland und insbesondere aus Waldbronn und Umgebung erhalten. Deshalb lassen sich Rosemarie Blattner und Erika B. Anderer mit ihren Helferinnen und Helfern nicht entmutigen. Sie werden sich weiterhin für die Notleidenden engagieren und hoffen auch künftig mit der bisherigen Unterstützung rechnen zu können.
Der angekündigte Vortrag gemeinsam mit Philipp Künzig wird im Januar 2014 erfolgen. Näheres wird noch bekannt gegeben. Fragen zum Projekt beantwortet Erika B. Anderer Tel.61864.

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