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03.11.2013 40 Jahre evangelischer Kirchenchor

Viel Applaus für den evangelischen Kirchenchor

Mit Instrumentalisten und Solisten gestaltete der evangelische Kirchenchor Waldbronn unter Leitung von Detmar Tetzlaff ein Kirchenkonzert zu seinem 40-jährigen Bestehen.


1973 gegründet wurde die Evangelische Kirchengemeinde Waldbronn und genau so lange gibt es auch den Kirchenchor. Daran erinnerte beim sehr gut besuchten Konzert zum 40-jährigen Bestehen Kirchengemeinderatsvorsitzender Manfred Czychi, der dabei auch das Ehepaar Elke und Heinrich Reinmuth hervorhob, das vom ersten Tag an dem Chor angehört und den damaligen Pfarrer Heinz Möhrlein an alter Wirkungsstätte begrüßte.
Kontinuität herrscht auch beim Dirigenten. Detmar Tetzlaff, damals Cellist in der Badischen Staatskapelle und in Waldbronn wohnhaft, übernahm zum Jahreswechsel 1974/75 den Chor vertretungsweise, nachdem der erste Dirigent tödlich verunglückt war. Diese "Vertretung" dauert erfolgreich bis heute an, wie das Konzert zeigen sollte.

40 Jahre als aktive Sänger beim evangelischen Kirchenchor und damit Gründungsmitglied ist das Ehepaar Reinmuth, auf unserem Bild mit Kirchengemeinderatsvorsitzendem Manfred Czychi (3.v.links), Elke und Heinrich Reinmuth (5./6. von links) und Heinz Möhrlein, Waldbronns ersten evangelischen Pfarrer, in dessen Amtszeit der Chor gegründet wurde.

Ausgewählt für das Konzert waren mit einer Ausnahme Werke von Barockkomponisten. Bettina Horsch stimmte an der Orgel mit dem Bach zugeschriebenen "Praeludium und Fuge C-Dur" auf das Konzert ein. Bei Henry Purcells "Sonate D-Dur" und Vivaldis "Konzert D-Dur" im zweiten Teil harmonierte die Organistin bestens mit dem Trompeter Daniel Wimmer, der auf der Bachtrompete mit klarem Ton die oft atemberaubenden Läufe souverän gestaltete. Beide erhielten lautstarken Beifall für ihre stimmige Interpretation.
Der Chor eröffnete, unterstützt von den Instrumentalisten Toni Reichel, Eveline Dittmer, Uta Löffler, Ulrich Schneider und Simona Popa seinen Part mit Händels "Ich will verkünden Dein Lob". Dabei war, wie in den anderen Werken auch, die Handschrift des Dirigenten deutlich zu erkennen, der in intensiven Proben einen transparenten Chorklang erzeugte und mit sicherer Zeichengebung und Körpersprache seine Sängerinnen durch die einzelnen Werke führte. Dietrich Buxtehudes "Magnificat anima mea" folgte "Panis angelicus" von Cesar Franck, einem Komponisten des ausgehenden 19. Jahrhunderts.
Den Schlusspunkt setzte Antonio Vivaldis "Magnificat", bei dem auch Tanja Kraft und Annette Wiese mit sehr schön geführten Sopranen das "Et exultavit" und "Esurientes" gestalteten. Das Werk ist dadurch hervorgehoben, dass Vivaldi das Gebet Marias nach dem Besuch des Engels Gabriel in neun Sätze aufgeteilt hat.
Für den lebhaften Beifall nach den einzelnen Werken und am Schluss bedankten sich Chor und Dirigent mit einer Wiederholung von Händels "Ich will verkünden Dein Lob".

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