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27.10.2013 Kirchenkonzert St. Katharina

Strahlende Freude im Kirchenkonzert

Konzert des Kirchenchors St. Katharina Busenbach zum 135-jährigen Bestehen.


„So jung kommen wir nicht mehr zusammen“, werden sich die Sängerinnen und Sänger des Busenbacher Kirchenchors gedacht haben, als sie sich entschlossen, den 135. Geburtstag ihres Chores mit einem Kirchenkonzert gemeinsam mit dem Harmonika-Ring Busenbach und dem Kirchenchor Reichenbach-Etzenrot zu feiern. Das Hauptwerk des Abends war Mozarts Missa brevis in B KV 275, aufgelockert wurde das Programm mit Instrumentalwerken und weiteren Chormesse-Teilen von der Empore.
Im präzise abgestimmten Zusammenspiel mit dem einfach besetzten Streichertrio (Toni Reichl und Andrea Böhler, Violine sowie Ulrich Schneider, Cello) und dem Klavier (Rüdiger Schmedding) konnte der Chor mit dynamischer Differenzierung, straffer Tempo-Gestaltung und sauberer Artikulation überzeugen. Trotz kleiner intonatorischer Unsicherheiten gelang es den Sängerinnen und Sängern unter der Leitung von Monika Keßler-Karl mit großer Musizierfreude, sowohl den innig-zarten als auch den überschwänglich-heiteren Ausdruck dieser Mozart-Messe ins Publikum zu transportieren.
Die Solisten des Konzerts waren dabei ein besonderes Highlight: Ines Calazans-Mayer (Sopran), Sandra Stahlheber (Alt), Thomas Wyss (Tenor) und Hartmut Petri (Bass) harmonierten klanglich wunderbar und füllten den Kirchenraum mit goldenem Stimmglanz.
Der Reichenbacher Chor setzte der Mozart-Messe mit Teilen aus Jacob de Haans Missa brevis eine zeitgenössische, strenger und textorientierter komponierte Musik entgegen, und der Harmonika-Ring spielte eine Bearbeitung der Sinfonia in B von Johann Christian Bach. Das „Wiener Kirchentrio“ spielte die Sonata Da Chiesa a Tre von Tomaso Giovanni Albinoni, und eingerahmt wurde der Abend mit Werken von Georg Friedrich Händel: Die Orgel, gespielt von Stefan Fritz, eröffnete mit einem Satz aus dem Orgelkonzert in g-Moll, bearbeitet von Marcel Dupré, und den klanggewaltigen Abschluss mit allen Beteiligten bildete das Halleluja aus dem „Messias“.
Moderiert wurde das Konzert mit den augenzwinkernd-belehrenden Erklärungen zur Mozart-Messe von Bettina Fang, die jeden der Messteile am Anspruch des Stadtpfarrers König aus Wasserburg maßen; dieser hatte seinerzeit das Singen der Missa brevis in B in seiner Gemeinde verboten. Die Textvorlage hatte die Dirigentin Monika  Keßler-Karl sehr gefühlvoll und mit fachlich fundiertem Wissen ausgearbeitet.
Mit begeistertem Applaus und stehenden Ovationen dankte das Publikum den Musikern für den gelungenen Abend, und es wurde mit einer Zugabe belohnt: Klaus Heizmanns „Nun hat die Nacht den Tag vertrieben“ entließ die Zuhörer zärtlich angerührt in die stürmische Herbstnacht.

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