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01.04.2002 Solaranlage auf der Albtherme

Geliefert und montiert wurde inzwischen die Solaranlage auf dem Dach der albtherme.

Geliefert und montiert wurde inzwischen die Solaranlage auf dem Dach der Albtherme.

Solarenergie hält Einzug in albtherme

26 Kollektoren auf dem Dach montiert

Der Umwelttag der Gemeinde Waldbronn am 30. April warf jetzt bereits deutlich seine Schatten voraus. Ein Kranwagen hievte in den zurückliegenden Tagen Stapel von Sonnenkollektoren auf das Dach der albtherme. Dort wird in den nächsten Tagen die thermische Solaranlage ihren Dienst aufnehmen, deren 26 Kollektoren, in mehreren Reichen Richtung Süden aufgestellt, eine Gesamtfläche von 234 qm einnahmen.
Die Kurverwaltungs – GmbH, so Leiter Bruno Kraski, setzt in ihren Einrichtung verstärkt auf eine optimale Nutzung erneuerbarer Energien und damit auch auf die Ausschöpfung von Einsparpotenzialen bei den Leitungsgebundenen Energien. So wurde in den zurückliegenden Jahren schon die Nutzung der Solarenergie im Freibad so optimiert, dass bereits in der dritten Saison die Becken ausschließlich mit Solarenergie beheizt werden. Bewusst verzichtet werde auf das Zuheizen mit fossilen Energien, um so eine höhere Wirtschaftlichkeit zu erzielen.
In der albtherme konnte in den letzten Jahren der Wasserverbrauch besucherbezogen reduziert werden. Zum Jahreswechsel erfolgte jetzt als Vorstufe für die Solarenergie der Einbau eines neuen Heizkessels mit Brennwerttechnik. Im Februar wurde als weiterer ökologisch bewusster Schritt eine Duschwasser – Wärme - Rückgewinnungsanlage in Betrieb genommen. Sie erbringt unter dem Strich einen Ertrag von 35.000 kWh. Das entspricht ungefähr dem Verbrauch eines Einfamilienhauses.
Der Entscheidung für die Thermische Solarenergie ging eine Erfassung des Wärmebedarfs getrennt nach einzelnen Nutzungsbereichen sowie den im Jahreslauf schwankenden Benutzerzahlen voraus. Danach erfolgt die optimale Größenbestimmung für die Kollektoren. Für die Thermische Solaranlage hat die Kurverwaltung bereits im Jahr 2000 die ersten Förderanträge gestellt, die Zusage erfolgte im Sommer 2001, so dass an die Realisierung herangegangen werden konnte. Kurz vor Ostern wurden nun die Kollektoren auf dem Dach der albtherme aufgestellt und in Betrieb genommen.
Jeder der 26 Kollektoren hat eine Fläche von 9 qm. In ihnen wird Sonnenstrahlung in Wärme umgewandelt. Wärmetauscher geben diese Energie an das Duschwasser und die Beckenwässer ab. Die Einsparung beträgt etwa 130.000 kWh pro Jahr. Aber nicht nur wirtschaftliche Gründe waren für die Entscheidung ausschlaggebend. Pro Jahr werden durch diese Energieform der CO2-Ausstoß um 38.000 kg reduziert. Bei einer geschätzten Laufzeit entspricht dies der beachtlichen Menge von 1.140.000 kg CO2.
Für die Anlage entstehen Investitionskosten in Höhe von knapp 180.000 Euro (344.650 DM). Der Bund fördert diese Anlage mit knapp 70 Prozent oder 245.085 DM. Die albtherme ist damit nach dem Stadtbad in Chemnitz die zweite Anlage in Deutschland, die durch dieses Programm gefördert wird. Der Betrieb der Anlage wird zudem durch Studenten des Fachgebiets "Solartechnik" der Fachhochschule Offenburg messtechnisch erfasst und wissenschaftlich begleitet.
Offiziell in Betrieb genommen wird die Anlage auf der albtherme durch Regierungspräsidentin Gerlinde Hämmerle und Dr. Donat vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie beim Umwelttag der Gemeinde am 30. April. Auch die Fotovoltaikanlage auf dem Rathaus wird an diesem Tag an die Eigentümer übergeben. Für diesen Tag sind zahlreiche Attraktionen und Demonstrationen rund um erneuerbare Energien geplant.

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